Die einzige langlebige Titan-Trinkflasche, die man braucht!
VORTEILE
- Quetschbar trotz Titan
- Langlebig
- leicht zu reinigen
- Nachhaltig
- Produziert in Deutschland
- Verschiedenes Zubehör (Deckel, Mundstücke)
NACHTEILE
BEWERTUNG


Griasts eich!
Und schon wieder geht’s hauptsächlich ums Rennradfahren! Und zwar ein Produkt, zu welchem ich noch nie eine Bewertung geschrieben habe: Trinkflaschen. Hier denkt man ja auch sicherlich: gut ist halt eine Trinkflasche, was soll daran besonders sein und wie soll man hier die Zeilen füllen.
Ich hab in letzter Zeit aber eher negative Erfahrungen mit Trinkflaschen gemacht, weil mir diese immer auslaufen, zum Teil direkt beim Trinken oder aber auch wenn alles ordentlich zugedreht ist und man auf die Flasche drückt. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass Hersteller immer mehr Material einsparen, um kostengünstiger zu produzieren und darunter leidet die Qualität.
Das ist mir jetzt besonders bei den Trinkflaschen von Canyon aufgefallen. Also gings für mich auf die Suche nach einer neuen Marke, die einfach auf Qualität achtet, am besten nachhaltig ist und langlebige Produkte anbietet.

Und da ist mir die Wiener Marke Keego wieder eingefallen. Als ich letztes Jahr beim Dreiländergiro in Nauders war, hatte Keego einen Stand und ich habe mir deren Flaschen zeigen lassen. Was mich damals schon beeindruckt hat, war, dass die Flaschen aus Titan sind und trotzdem quetschen. Da wurde ich natürlich sofort neugierig und recherchierte direkt. Wie geht das überhaupt?
Da kommen wir im Laufe der Bewertung aber noch drauf. Jetzt würde ich gerne etwas näher auf die Marke Keego eingehen. Keego wurde in Österreich gegründet mit der Idee eine Trinkflasche zu produzieren, die gesundheitlich unbedenklich ist und den Geschmack des Getränks nicht verändert. Dabei sollte aber auch die Langlebigkeit eine Rolle spielen. Das witzige ist, dass die Idee dem Gründer beim Wandern gekommen ist und dabei eigentlich eine Fahrradflasche entstanden ist.
Ein entscheidender Faktor, der die Produkte von Keego von herkömmlichen Trinkflaschen abhebt, ist ihr konsequenter Fokus auf Nachhaltigkeit. Die Verwendung von Titan als Hauptmaterial ist hierbei ein zentraler Aspekt, da es eine außergewöhnliche Langlebigkeit gewährleistet. Keego hat hierzu eine sehr interessante Umfrage bei Nutzern durchgeführt: im Vergleich zu herkömmlichen Plastikflaschen weisen Keego-Flaschen eine durchschnittliche Nutzungsdauer auf, die bis zu fünfmal länger ist. Dieser Umstand reduziert signifikant den Bedarf an Neuanschaffungen und somit den Ressourcenverbrauch.

Darüber hinaus hat Keego mit dem „KEEGO Refresh“-Programm einen durchdachten Recyclingprozess implementiert, indem alle Bestandteile der Flasche aufgrund unterschiedlicher Schmelzpunkte voneinander getrennt werden können. Dieser Ansatz ermöglicht es, ausgediente Flaschen wieder in den Wertstoffkreislauf zu integrieren, was die Umweltbelastung weiter minimiert. Und man bekommt auch noch einen Gutschein für eine neue Flasche!
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die regionale Ausrichtung der Produktion und Lagerung, die primär in Deutschland erfolgt. Es wird außerdem in Dänemark produziert, entwickelt in Österreich.



Dann schauen wir uns doch mal die Flasche etwas genauer an, wie ist sie aufgebaut und was macht sie so besonders. Das Stichwort Titan ist ja schon gefallen. Von außen sieht sie aus wie jede normale Trinkflasche, das täuscht aber, denn sie ist weit mehr. Die Keego verbindet die Vorteile von zwei ganz unterschiedlichen Flaschen, einmal die Flexibilität und das geringe Gewicht von Plastikflaschen und dann die Langlebigkeit und Geschmacksneutralität von Metallflaschen.
Dies funktioniert, da die Außenhülle der Flasche aus elastischem Kunststoff ist, welches mit dem Innenkern aus reinem Titan verbunden wird. Der Kunststoff sorg für Schutz und die Quetschbarkeit, die Titan Innenseite hingegen ist antibakteriell und antihaftend. Das ermöglicht auch eine kinderleichte Reinigung, aber dazu kommen wir noch. Die Kombination aus den beiden Materialien macht die Flasche natürlich extrem leicht mit 86 Gramm.
Aber nicht nur der Flaschenkörper ist durchdacht, sondern auch Deckel und Mundstück, welches aus lebensmittelechtem Silikon besteht. Das Ventil ist selbstschließend, heißt einfach ansetzen am besten Flasche quetschen und gleichzeitig am Mundstück saugen. Das schöne ist, die Flasche muss nie mehr während der Fahrt geöffnet und geschlossen werden und kann gleichzeitig nie auslaufen, solange die Flasche nicht gequetscht wird oder am Mundstück gesaugt wird.

Es gibt aber zur Sicherheit auch noch Zubehör um die Flasche zum Beispiel in einer Tasche oder im Rucksack mitnehmen zu können, dann ist sichergestellt, dass sie auch bei Druck nicht ausläuft. Die Kappe zur Befestigung am Mundstück wird zwischen Flasche und Deckel angebracht, so geht nichts verloren und bei Bedarf einfach aufs Mundstück gedrückt.
Ich habs wirklich ausprobiert, da kommt selbst mit starkem Druck nichts raus. Also kann man die Flasche jetzt nicht nur fürs Rennradfahren sondern auch zum Wandern, in die Arbeit, die Uni oder zum Sport mitnehmen. Finde ich toll, dass dieses kleine Zubehörteil den Einsatz so erweitert und trotzdem die Vorteile des selbstschließenden Mundstücks hat.




Ich habe auch noch ein anderes Mundstück getestet, die Extra Flow Nozzle. Das Mundstück ist auch selbstschließend, aber etwas breiter und ermöglicht so eine größere Durchflussmenge. Zum Tausch drückt man das Mundstück einfach von oben aus dem Deckel und setzt das neue ein, ganz einfach.
Aber wieso mehr Durchflussmenge, ist die vom normalen Mundstück zu gering? Nein, keinesfalls. Ich finde es jedoch bei sehr anstrengenden Touren angenehmer, wenn man zum einen nicht so fest drücken und saugen muss und gleichzeitig nicht so lange trinken. Ich geb euch ein Beispiel: Ihr seid am Berg,1500 Höhenmeter am Stück, Puls durchgängig bei etwa 175, also wirklich anstrengend.
Da ist man einfach nur froh, wenn die Zusatzanstrengung so gering wie möglich ist und man gleich wieder atmen kann. Für mich hat es sich jetzt bewährt eine meiner zwei Flaschen mit der Extraflow Nozzle auszustatten, in dieser ist dann Wasser für genau solche Situationen, und die andere Flasche das normale Mundstück hat, dort ist dann meistens noch eine Elektrolyt- Kohlenhydratmischung drin, lässt sich so gut dosieren.


Dann machen wir jetzt den Abschluss noch mit der Reinigung, das sollte natürlich am besten nach jeder Tour passieren. Es ist ganz einfach, aber man muss auch einige Dinge beachten. Da das Titan antihaftend ist, muss und soll man die Innenseite nicht bürsten oder mit Schwamm und Spüli reinigen. In die Spülmaschine darf sie auch keinesfalls. Es geht viel einfacher:
1. Flasche mittels Wasserstrahl ausspülen.
2. Gut schütteln und Flasche dabei auf den Kopf drehen.
3. Flasche auf den Kopf gedreht luftrocknen lassen.
4. Mundstück von der Verschlusskappe trennen und beide Teile separat spülen.


Das schöne ist, dass sich auch im Mundstück durch den Aufbau und die einfache Reinigung kein Dreck absetzen kann. Und ich sage es euch, wenn man die Reinigung so durchführt wie oben beschrieben ist die auch wirklich sauber. Direkt nach dem Ausspülen ist jeder Geruch von Elektrolyten komplett weg. Das geht bei einer Plastikflasche nicht!
Was für den ein oder anderen bestimmt auch wichtig und interessant ist:
- Kein BPA, BPS oder BPF
- Keine Weichmacher
- Kein Polycarbonat
- Keine Phthalate
- Keine Schimmelbildung
- Kein schlechter Geruch
- Kein Plastikgeschmack
- Keine Gesundheitsrisiken
- Folglich auch keine Verunreinigung durch Mikroplastik

Zu guter Letzt würde ich noch gerne kurz auf den Preis eingehen. Ja das hört sich mit 44,90 € erstmal viel an und ist auch teurer als Trinkflaschen von Rennrad-Marken wie Canyon, Rapha, Maap. Ihr bekommt aber von Keego ein ganz anderes viel hochwertiges Produkt, das gesundheitlich komplett unbedenklich ist, nachhaltig ist und langlebige. Der letzte Aspekt macht es auf Dauer sogar günstiger als Trinkflaschen von anderen Marken.
Ich kann nur sagen mich hat das Produkt und die Marke dahinter voll überzeugt. Probiert es einfach mal aus!
Pfiats eich!

