Kleiner, leichter Wasserfilter für die Hosentasche
VORTEILE
- Klein und handlich
- Einfache Funktionsweise
- Filtert bis zu 1000 Liter
- Entfernt 99,9 % aller Verschmutzungen
- Einfach zu säubern
NACHTEILE
- Nur für Trinkwasser geeignet
- Entfernt keine Viren
- Recht hoher Saugwiderstand
- Filtermaterial kann nicht ausgetauscht werden
BEWERTUNG
Outside Stories hat mir den LifeStraw Sip zum Testen zur Verfügung gestellt und ich hatte ihn auf einer einwöchigen Kanutour in Schweden in Benutzung. Wie ich den Wasserfilter fand, was er kann und was nicht, könnt ihr im Folgenden lesen.


Beim LifeStraw Sip handelt es sich um einen kleinen Membran-Wasserfilter, der von außen aussieht, wie ein normaler Strohhalm aus Edelstahl. Im Prinzip ist er auch nichts anderes, nur dass eben im Inneren des Strohhalms die Filtermembran verbaut ist, durch die das Wasser beim hindurchfließen gereinigt wird.

Der Lifestraw kommt mit einer Schatulle aus Kunststoff zum Aufbewahren. Er wiegt 51 Gramm und ist 25 Zentimeter lang. Im Etui wiegt er 88 Gramm und hat eine Abmessung von 26 x 2,2 x 2,2 Zentimeter. Laut Hersteller reicht die Filterleistung eines Strohhalmes für 1000 Liter.

Wahrscheinlich zum Schutz des Filtermaterials im Inneren hat der Strohhalm an beiden Seiten einen kleinen Silikonaufsatz, welcher in 5 unterschiedlichen Farben erhältlich ist. So kann man zum Beispiel leicht die Strohhalme von verschiedenen Personen auseinanderhalten.
Was kann der LifeStraw Sip?
Wichtig zu wissen ist, beim LifeStraw Sip handelt es sich nicht um Wasseraufbereitung, sondern lediglich um einen Filter! Er kann also zwar 99,9 % aller Bakterien, Microplastik, Parasiten und Trübungen aus dem Wasser filtern, ist aber gegen Viren nutzlos. Auf Trekkingtouren, in den Bergen und abseits von größeren Menschenansammlungen ist der Filter also hervorragend einsetzbar.
Da Viren häufig artspezifisch sind, würde ich Ihn aber nicht nutzen, wenn das Wasser durch Menschen, in welcher Art auch immer, verunreinigt sein könnte. Hier helfen nur Mittel zur Wasseraufbereitung wie zum Beispiel Micropour von Katadyn oder UV-Filter.
Wenn man den Filter also zum Beispiel zum Backpacken in Ländern mit „anderen“ Hygienestandards einsetzen will, gibt er zwar etwas Sicherheit, man sollte sich aber bewusst sein, dass eben immer noch ein gewisses Risiko durch Viren bestehen kann.
Einsatz
Um mit dem LifeStraw zu trinken, muss man den Filter erstmal mit Wasser tränken. Hierzu stellt man ihn in ein Gefäß mit Wasser und saugt mehrmals stark daran, um das Wasser durch den Filter zu ziehen. Irgendwann wird der Widerstand dann geringer und das Wasser kommt leichter durch den Strohhalm.


Nun kann man ganz normal durch den Strohhalm trinken, wobei man aber sagen muss, dass der Saugwiderstand immer noch recht hoch ist. Für ein paar Schlucke zwischendurch ist es also super, aber wenn man seinen gesamten Tagesbedarf an Wasser nur durch diesen Filter decken will, braucht man schon ordentlich Kraft im Kiefer und Rachenbereich.
Dazu kommt, dass man ausschließlich Trinkwasser damit filtern kann, da man ja das Wasser immer direkt im Mund hat. Für das restliche Wasser (z.B. zum Kochen) muss man also immer noch einen anderen Filter dabei haben.
So 100 %ig erschließt sich mir der Einsatzbereich deshalb nicht: Bei Touren bei denen man auf Wasser aus Seen oder Flüssen zurückgreifen muss wird man wahrscheinlich eher auf den LifeStraw verzichten, da man sowieso noch einen anderen Filter dabei haben muss und beim Backpacken sind andere Aufbereitungsmethoden sicherer. Insgesamt muss man aber sagen der Filter macht was er soll und wer einen Einsatzbereich dafür hat der wird damit bestimmt zufrieden sein.
Um den Filter nach dem Trinken zu säubern, wird empfohlen hindurch zu pusten um zurückgebliebenes Wasser zu entfernen. Anschließend soll man den Strohhalm senkrecht stehend in dem Etui lagern.
Fazit
Ein sehr kleiner und leichter Wasserfilter, der macht was er soll. Wer einen Einsatzbereich dafür hat, wird mit dem Produkt bestimmt zufrieden sein. Beim Einsatz sollte allerdings der gesunde Menschenverstand genutzt werden, da nicht alle Schadstoffe restlos aus dem Wasser entfernt werden können.







