Nachhaltige Alternative zu Aluminum- und Frischhaltefolie
VORTEILE
- nachhaltig
- langlebig
- keine Verwendung von Jojobaöl
- leichte Reinigung
- trocknen schnell
- nehmen Gerüche von Lebensmittel nicht auf (außer sehr stark riechende)
NACHTEILE
- Design ausbaufähig
- für Wandertouren eher ungeeignet
- nicht für das Verpacken von allen Lebensmitteln geeignet (Fleisch nicht)
- Sehr wärmeempfindlich
BEWERTUNG
Tester: Christian
Testprodukt: Origin Outdoors Bienenwachstücher kariert hellgrün 2er Set
Testzeitraum: 6 Wochen
Zum Hersteller: Das Produkt wurde mir gemeinsam mit sieben weiteren Produkten, teilweise ebenfalls der Marke ORIGIN OUTDOORS, zum Testen zur Verfügung gestellt. Die Intention der Marke zeigt sich laut Hersteller bereits im Namen, der übersetzt „Ursprung Outdoor“ bedeutet. So ist es das Ziel, dass alle Produkte von Origin Outdoors draußen bestehen können und auf ihre persönliche Art zur Verbesserung und Verschönerung des Lebens seines Nutzers beitragen. Dabei ist es dem Hersteller wichtig, dass die Produkte einen langlebigen und somit nachhaltigen Charakter haben.

Für alle Interessierten möchte ich nicht unerwähnt lassen, welche Testprodukte ich zudem erhalten haben:
- Isolierflasche „Active“ der Marke Origin Outdoors
- Lunchbox „Bamboo“ der Marke Origin Outdoors
- Bienenwachstücher der Marke Origin Outdoors
- Bundeswehrbesteck „Titan“ der Marke Origin Outdoors
- Emaille Teller der Marke Origin Outdoors
- Titanbecher der Marke BasicNature
- Picknickdecke „Beach“ der Marke BasicNature
- Grill- und Feuerschale „Hexagon“ der Marke Origin Outdoors



Produktbeschreibung des Herstellers: Der Hersteller beschreibt die Tücher als leicht zu reinigendes, bis zu einem Jahr wiederverwendbares und kompostierbares Produkt, welches alternativ zu Aluminium- oder Frischhaltefolie eingesetzt werden kann. Auch verweist er darauf, dass sie aus Bio-Baumwolle, Baumharz und Bienenwachs hergestellt werden und aufgrund des geringen Gewichtes als leichtes Reisegepäck bei der Wanderung fungieren können.
Was sind Bienenwachstücher: Bienenwachstücher können als nachhaltige Alternative von Aluminium- oder Frischhaltefolie fungieren. Aufgrund des verwendeten Materials können Sie mehrfach (bei guter Pflege bis zu einem Jahr) verwendet werden und anschließend kompostiert werden. Beim Kauf sollte man vor allem darauf achten, dass man ein Produkt aus Bioerzeugnissen wählt, da bei diesen auf eine Genmanipulation der Bienen und den Einsatz von Pestiziden verzichtet wurde – und somit keine Schadstoffe auf die Lebensmittel, die man mit den Tüchern verpackt, übergehen. Auch wenn es, wie bei allen Produkten, Nachteile von Bienenwachstüchern gibt, überwiegen die Vorteile.
Optik/Material: Auch wenn es sich „nur“ um Bienenwachstücher handelt, die wahrscheinlich überwiegend zur Verpackung von Lebensmitteln (im Kühlschrank) verwendet werden, so möchte ich doch auf den Aspekt der Optik eingehen, da man die Tücher beispielsweise auch zu Grillfesten oder auf Wandertouren mitnehmen kann. Die Tücher gibt es laut der Internetpräsenz des Herstellers in den beiden Designs gepunktet dunkelblau und kariert hellgrün.
Mir wurde es in der Farbe hellgrün zum Testen zur Verfügung gestellt. Diese ist meines Erachtens vor allem für Menschen ideal, die eine zeitlose Optik mögen: Das Tuch wirkt aufgrund der Farbgebung sehr schlicht und einfach und fällt dadurch nicht großartig auf. Im Vergleich zu ähnlichen Produkten auf dem Markt, beispielsweise dem Produkt in gepunktet dunkelblau, ist es mir persönlich etwas zu langweilig, da ich eher auf bunte Farben und moderne Designs stehe.

Was ich sehr schön finde, ist der gezackte Außenrand des Tuches, der das Produkt etwas schwungvoll wirken lässt und zudem noch dazu beiträgt, dass es sich gut greifen und gut um den Rand von Schüsseln falten lässt.

Bezüglich des Materials lässt sich sagen, dass die Tücher laut Hersteller zu 100 Prozent aus natürlichen Produkten bestehen. Lediglich die drei Rohstoffe Baumwolle, Bienenwachs und Baumharz wurden bei der Herstellung verwendet. Insbesondere die letzten beiden sind hierbei sehr wichtig, da sowohl das Baumharz und der Bienenwachs eine antibakterielle Wirkung haben, durch welche ein Aufbewahren von Speisen gut möglich ist. Was ich persönlich super finde ist die Tatsache, dass ausschließlich auf natürlichen Bienenwachs und Bio-Baumwolle zurückgegriffen wurde, sodass Belastungen des Materials mit Paraffinen und Chemikalien höchstwahrscheinlich nicht gegeben sind.
Zudem finde ich hervorragend, dass bei diesem Produkt auf Jojobaöl verzichtet wurde, das häufig als klassische Komponente von Bienenwachstüchern angegeben wird. Jojobaöl hat allerdings laut Stiftung Warentest nichts in Lebensmitteln zu suchen. Durch den Kontakt der Tücher mit den Speisen besteht die Gefahr, dass Teile der Inhaltsstoffe auf die Lebensmittel übergehen. Der menschliche Körper, der diese Speisen dann zu sich nimmt, kann das Jojobaöl jedoch nicht verstoffwechseln, was langfristig zu Veränderungen der Leber, des Dünndarms und des Blutbildes führen kann. Aus diesem Grund sollte Jojobaöl meines Erachtens nicht als Inhaltsstoff der Tücher verwendet werden.


Der Vollständigkeit halber möchte ich noch kurz auf Größe und Gewicht eingehen, auch wenn zumindest das Gewicht weniger interessant sein dürfte.
Das große Bienenwachstuch wiegt 43 Gramm und hat eine Größe von 33 x 35,5 cm.

Das kleine Bienenwachstuch hat ein Gewicht von 27 Gramm und ist 25 x 28 cm groß.

Reinigung/Hygiene: Im Vergleich zu vielen anderen Produkten, die ich bisher testen durfte, ist dieser Aspekt bei den Bienenwachstüchern sehr wichtig, da es sehr viel gibt, das man falsch machen kann. So dürfen die Tücher beispielsweise keinesfalls mit heißem Wasser gereinigt werden, da sich ansonsten das Wachs auflösen würde. Aber auch das Reinigen mit einer Bürste, die feste Borsten hat, ist nicht empfehlenswert, da hierdurch das Wachs abgetragen würde.
Aus diesem Grund habe ich mich im Rahmen des Testens vor allem an eine Empfehlung aus dem Internet gehalten: kaltes bzw. maximal lauwarmes Wasser verwenden, sanft abspülen, angetrocknete Speisereste ganz vorsichtig abreiben, nachspülen und anschließend trocknen lassen.
Damit bin ich persönlich bei den Tüchern von Origin Outdoors ganz gut gefahren. Nach der Verwendung als Abdeckung von Speisen habe ich sie einfach mit kaltem Wasser abgespült und anschließend zum Trocknen aufgehängt oder hochkant hingestellt. Hierdurch trocknete es wirklich sehr schnell (ja nach Reinigung innerhalb von 2 Stunden) und war bereit für den nächsten Einsatz.


Auch nach einigen Malen reinigen fühlen sich die Tücher noch wie neu an. Da ihre Langlebigkeit jedoch in erheblichem Maße von der Pflege abhängt, kann ich über eine mögliche Nutzungsdauer keine Aussage treffen. Ich kann lediglich sagen, dass man sie meines Erachtens bei richtiger Pflege sehr lange verwenden kann.
Praxiseinsatz: Aufgrund der unterschiedlichen Größen der beiden Tücher findet sich eigentlich für jede Schüssel das passende Bienenwachstuch.

Indem man das Tuch (welches bei Zimmertemperatur etwas fester ist) zwischen den Händen reibt, wird es durch die abgegebene Wärme des Körpers geschmeidiger und kann sehr gut in die richtige Form gebracht werden. Somit lässt es sich ganz einfach durch Andrücken an die Form von Schüsseln anpassen. Genauso gut kann man aber auch einen Apfel oder ein belegtes Brot für eine Wanderung im Tuch einpacken. Hier sind eigentlich kaum Grenzen gesetzt.
Grundsätzlich sind auch keine Gerüche von Speisen auf die Tücher übergegangen. Trotzdem muss man bei einigen Speisen etwas aufpassen. Einerseits kann man keine warmen Lebensmittel einpacken, da ansonsten die Tücher „schmelzen“, andererseits keine Produkte, bei denen sich Keime schnell ausbreiten (z.B. Fleisch). Zudem ist mir aufgefallen, dass starkriechende Produkte, wie Zwiebeln etwas Geruch abgeben – hier muss man sich überlegen, ob man auf das Einpacken solcher Lebensmittel verzichtet oder immer dasselbe Tuch für diese verwendet.
In Hinblick auf Wanderungen ist mir zudem aufgefallen, dass es zwei Dinge zu beachten gibt. Zum einen sind die Tücher nicht 100 Prozent dicht (auch wenn man eine Sandwich-Tasche) formt, so dass möglicherweise Soßen oder zerlaufene Butter in den Rucksack laufen könnten, zum anderen muss man bei sehr warmer Sonneneinstrahlung stark darauf achten, dass die Tücher nicht zu stark erhitzt werden (Schmelzgefahr).
Fazit: Vom Grundsatz her konnten die Tücher auf jeden Fall bei mir punkten und ich würde sie weiterempfehlen. Auch wenn man nur teilweise auf die Nutzung von Bienenwachstüchern umschwenkt und sie lediglich zum Abdecken von Schüsseln nutzt, kann man bereits viel Müll in Form von Plastik- und Aluminiumfolie vermeiden.

Dennoch möchte ich auch darauf hinweisen, dass viele Menschen bereits Dosen und Schüsseln mit Deckeln verwenden und auf Wanderungen meist eine Brotdose mitnehmen. All diese Produkte erfüllen meines Erachten ebenfalls den Aspekt der Nachhaltigkeit. Da man die Tücher aber, im Vergleich zu diesen Verpackungen, nach der letzten Nutzung zudem kompostieren oder als Grillanzünder (Hinweis der Herstellers) verwenden kann, können sie bei mir zusätzlich punkten.
Trotzdem halte ich persönlich sie als Transportmittel für Wanderungen als ungeeignet. Hier stellen sie keinen Ersatz zur Brotdose dar, mir der sich das Proviant gut im Rucksack verstauen lässt und zudem noch gegen ein Einquetschen geschützt ist.
Alles in allem ein Produkt dem meines Erachtens die Zukunft gehört und das insbesondere im häuslichen Bereich eine echte Alternative zu den bisher bekannten Folien sein kann.








