Sehr leichter (großräumiger) Trail-Running-Rucksack mit einigen Schwächen.
VORTEILE
- ultra leicht
- Hüftgurt + Rückenpolster entfernbar
- viele Fächer für Flaschen/Riegel etc.
- Qualität/Verarbeitung
- Schultergurt legt sich super an den Körper
- kann super durch die Riemen komprimiert werden
NACHTEILE
- nicht wirklich wasserabweisend
- Hüftgurt viel zu schmal
- Rückenpolster lässt trotz Löcher kaum Luft durch
- sehr warm
- Hüftgurt rutscht bei Zug aus der Halterung
BEWERTUNG

Der erste Kontakt:
Als ich diesen Trail-Running-Rucksack beim OutsideStories-Testival dieses Jahr in Empfang nahm, viel mir gleich das klasse Design auf. Der Rucksack ist auf der einen Seite recht futuristisch gestaltet auf der anderen Seite aber auch schlicht.

Das Gewicht löste natürlich gleich ein WOW aus, als ich ihn hochhob. Jedoch gefiel mir von Anfang an der Hüftgurt nicht, da er sehr schmal ist und bei starkem Zug leicht aus der Halterung rutscht.

Auch die Reflektorelemente sind sehr praktisch angeordnet (man wird Nachts von hinten gesehen).
Im Trail:
Wer meine anderen Bewertungen kennt, weiß dass ich ziemlich leicht ins Schwitzen komme. Und dies war bei dem Berghaus Fast Hike Backpack leider auch sehr extrem der Fall. Belüftungstechnisch ist bei mir nicht wirklich viel drin mit diesem "atmungsaktiven Honeycomb-Mesh".
Ich fing recht flott an am Rücken zu schwitzen an.

Der Tragekomfort an der Schulter ist recht angenehm, da sich der Schultergurt schön an den Körper anschmiegt. Jedoch ist der Hüftgurt sehr dünn,
was zu leichtem Verrutschen und keiner Sicherheit führt.
Wenn man die Polsterung am Rücken entfernt und dann etwas Klamotten nach hinten packt legt sich der Rucksack schön an den Körper an und es verrutscht nichts mehr. Jedoch hat man dann halt auch so gut wie keine Lüftung, da der Inhalt das Mesh verdeckt.
Schmutz steckt das Silber-Grau sehr leicht weg und der Rucksack sieht eigentl. immer recht sauber aus.
Außen kann man wie oben bereits erwähnt einfach Dinge befestigen, die dann auch halten.

Der Innenraum vom FastHike ist recht groß mit seinen 32 Litern, jedoch gibt es eigentl. nur ein riesiges Fach, welches nur von oben befüllbar ist.

Im Inneren finden wir noch ein kleines Fach, dass auch leicht herausgeklippt werden kann. Hier finden dann Kleinteile wie Handy, Messer oder Geld ihren Platz.

Was Robustheit angeht, kann man dem FastHike nur größtes Lob zusprechen. Er wurde von mir unabsichtlich ein par mal sehr sehr grob herangenommen und konnte alles locker wegstecken.
Fazit:
Ein ultra-leichter Trail-Running-Rucksack mit einigen Schwächen, der für mich persönlich nicht so arg taugt. Jedoch ist die Qualität/Verarbeitung
recht gut und man kauft zumindest keinen "Schrott". Leute die wenig schwitzen und auch weniger wert auf einen breiten Hüftgurt legen könnten hier ihren Rucksack finden.
Die drei Zelte sind zwecks der guten Qualität/Verarbeitung/Robustheit verdient, der Rest hat mich nicht überzeugt.
