Leichter vielseitiger Tagesrucksack mit vielen Fächern
VORTEILE
- Viele praktische Staufächer
- Leicht
- Raincover integriert
- Individuelle Anpassung von Schulter-, Hüft- und Brustgurt
NACHTEILE
- Leicht instabiles Rückenpolster
BEWERTUNG

Der Rucksack in Faded Khaki ist optisch eine angenehme Abwechslung zu den knalligen Farben, die Rucksäcke sonst so haben, abgesehen von Schwarz. Der Sandton kann sowohl für Bushkraftfans mit der Camouflagehose in die Wildnis ziehen als auch mit der Leinenhose in die Uni.
Mit 25 Litern hat er das ideale Volumen für einen Tagesrucksack. Ob für alles Zubehör für eine Bergtour inklusive Verpflegung als auch Bekleidung oder für den Tagesausflug an an einen See oder für einen Langen Tag an der Uni oder bei der Arbeit.
Dabei ist der Rucksack alles andere als simpel aufgebaut. Auch wenn er auf den ersten Blick erstmal eher einen klassischen Eindruck vermittelt: Toploader, Deckelfach, Meshfach auf der Frontseite, Kompressionsgurte, Stockhalterung.
Ja, das kennen wir von vielen guten Wanderrucksäcken. Aber zum einen gehören manche Features einfach zu den Must Haves und das aus gutem Grund.
Aber mal ganz von vorn:


Das Deckelfach hat ein Reißverschlussfach, welches die Öffnung Richtung Rücken des Wanderers hat. Die Wertsachen darin sind also vermutlich vor unbemerktem Zugriff sicher. Ein Schlüsselanhänger sorgt dafür, dass der Schlüsselbund nicht aus versehen herausfallen kann und sicher verstaut ist.
Wird der Deckel geöffnet fällt der Blick im Gegensatz zu vielen Rucksäcken nicht auf ein Zugband, das den Eingang zum Hauptfach verschließt, sondern auf einen langen Reißverschluss, der U-förmig den Zugang zum Hauptfach freigibt. Der Reißverschluss ist so lang, dass der gesamte Querschnitt des Hauptfachs erreichbar ist. Zum anderen auf ein weiteres kleines Fach, in welchem weitere Utensilien oder Wertsachen aufbewahren kann.
Im Inneren des Hauptfaches gibt es ebenfalls mehrere Fächer. Entlang des Rückenpolsters ist ein gepolstertes schmales Fach, das entweder eine Trinkblase aufnehmen kann (hierfür befindet sich am oberen Ende des Hauptfaches auch eine entsprechende Halterung) oder aber als Laptop- oder Tablet-Fach genutzt werden kann. ALL-TRAIL….genau so.
An diesem gepolsterten Fach befindet sich weiterhin ein kleines Netzfach, in dem Riegel oder andere Dinge aufbewahrt werden können, die man ordentlich aufbewahren möchte oder sie einfach nur nicht erst auf dem Grund des Hauptfaches suchen und wiederfinden möchte.


An einer Schmalseite des Hauptfaches befindet sich ein weiteres Netzinnenfach. In diesem befindet sich ein Regencover. Ich finde es wirklich angenehm, wenn ein Rucksack sein Raincover bei sich hat. Ich verfüge zwar über 2 in unterschiedlichen Größen, allerdings muss ich dann jedes mal daran denken, ob der heute verwendete Rucksack ein eigenes hat oder nicht und welches ich dann noch einpacken muss.
An der Außenseite des Hauptfaches befindet sich ein flexibles Meshfach, das so groß ist, dass es locker eine Regenjacke oder Hut und Shirt und Armlinge aufnehmen kann. Links und rechts neben dem Meshfach befindet sich eine Leiste mit Aussparungen, in welche nach Belieben kleine Karabiner eingehängt werden können, um so noch mehr Zubehör anbringen zu können. Bei mir hing da der Falttrinknapf für meinen Hund. Aber auch der Kletterhelm oder die Kletterschuhe mit Handschuhen könnten hier angebracht werden. Jeder wie er mag oder brauch.
Beidseitig ist unten am Rucksack je eine Schlaufe angebracht, in die man die Trekkingstöcke einschlaufen kann. Am oberen Rucksackrand können sie mit dem Kompressionsriemen fixiert werden.
Ein großzügiges Trinkfach auf jeder Seite sorgt für einen schnellen Zugriff für diejenigen, die keine Trinkblase verwenden möchten.
Der Hüftgurt ist eher minimalistisch. Dies spart natürlich Platz und Gewicht. Sofern das Gesamtgewicht nicht zu hoch ist, ist das aber kein Problem. Dies ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass es eben ein ALL-TRAIL-Rucksack ist. Deswegen kann der Hüftgurt einfach im unteren Bereich des Rückenpolsters verschwinden, wenn man ihn eher für die Freizeit oder den Alltag nutzt. Der Brustgurt kann in der Weite reguliert werden und durch beidseitige Kederschienen an den Schultergurten auch in der Höhe. Natürlich sind auch die Schultergurte in der Länge regulierbar.
Auch wenn es kein reiner Damenrucksack ist, hatte ich keine Probleme, dass die Schultergurte in die Brust eingeschnürt hätten.
Die Polsterung der Schultergurte war eher dezent, der Hüftgurt hat lediglich zwei kurze Flügel.
Das Rückenpolster ist angenehm zu tragen. Es hat allerdings wenig Eigenstabilität. Durch ein Laptop ist dies natürlich gegeben. Bei kurzen Strecken in der Freizeit ist mir das auch nicht negativ aufgefallen. Bei langen Wanderungen hat sich der Rucksack aber egal wie ich ihn gepackt habe nach und nach sehr meiner Rückenform angepasst. Bergauf bedeutete das, dass ich keinerlei Ventilation hatte, da kein Abstand vorhanden war. Dadurch war ich schon vermehrt verschwitzt an der Rückenpartie unter dem Rucksack. Bergab spürte ich den Rucksackinhalt irgendwann im Hohlkreuz. Damit meine ich nicht einzelne Gegenstände, aber das Gewicht. Auch hier fehlte ein wenig Abstand.



Zumindest mit meinem Rücken scheidet er für mich daher für längere Tagestouren aus. Dies mag bei anderen Personen mit einer anderen Anatomie völlig irrelevant sein.
Die dünnere Rückenpartie hat natürlich auch positive Auswirkungen auf das Gesamtgewicht.
Die Verarbeitung ist wie immer bei Thule wirklich top und tadellos. Alle Features sind durchdacht und machen Freude beim Tragen.