Wind und Wetter-kein Problem für die Torre Egger
VORTEILE
- Robust
- Hochwertig
- Winddicht
- Stylisch
- Wasserdicht & atmungsaktiv
- Super angenehm zu tragen
NACHTEILE
- Gummizüge in der Kapuze lassen leicht nach
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,
ich darf euch heute eine Hardshelljacke vorstellen. Diese Jacke hatte sehr viele Testtouren bei mir, da die Jahreszeit perfekt passt und man eine Jacke ja immer braucht und sieht, da sie ja als oberstes Bekleidungsstück fungiert. Deshalb gibt es diesmal auch sehr viele Fotos für euch, wo ihr mich bewundern dürft – nein Spaß, bitte auf die Jacke konzentrieren, ich bin nur die Schaufensterpuppe dazu. Also genießt nun meine Ausführungen zu diesem Produkt – ich habe das Testen sehr genossen und werde die Jacke auch weiterhin sehr viel gebrauchen und testen.
Es handelt sich um die Northface Summit Futurelight Torre Egger. Eine Hardshell-Regen und -Windjacke – perfekt geeignet für harte Bergtouren (laut Hersteller: Einsatzbereich Alpinklettern => kann ich bestätigen!!). Das Material ist wie bei solchen Jacken üblich ein Goretex Gewebe in sehr festem Stil. Ebenso ist das Material aus einem gewissen Anteil recyceltem Kunststoff – sehr löblich! Die Jacke ist laut Hersteller wasserdicht aber atmungsaktiv – also Regen kommt nicht hinein, aber Schweiß sehr wohl hinaus. Die Kapuze ist groß geschnitten damit sie über Helme passt – auch ein wichtiger Punkt bei solchen Jacken. Ebenso sind die Ziptaschen so platziert, dass sie trotz angelegtem Klettergurt leicht erreichbar sind – in Brusthöhe. Ebenso ist der Schnitt so gehandhabt, dass die Jacke trotz angelegtem Gurt bis zum Gesäß hinab reicht.
Die Zipper sind wasserdicht ausgeführt und ebenso sind alle Nähte abgeklebt, um kein Wasser durchzulassen. Die Handgelenke kann man mit einem Klettverschluss abbinden, damit weder Wind noch Wasser unter dem Handschuh hineinkann. Jedoch sind die Handgelenke ohne Abbinden groß genug ausgeführt, damit man auch mit Sportuhren, dicken Handschuhen und dicken Unterjacken (Daune) hineinschlüpfen kann.
So, genug Beschreibung. Jetzt erzähle ich euch, wie ich die Jacke testen durfte:


Als Erstes war ich auf einem Klettersteig. Normalerweise ärgert man sich über Regenwetter, diesmal jedoch freute ich mich schon fast, da es perfekte Testbedingungen darstellte für so eine Jacke. Ich blieb trotz durchaus intensiven Regen mehr oder weniger trocken – so trocken man bei Regen halt sein kann. Mir war immer warm – und das, obwohl später auch massiver Wind ging, vor allem am Plateau nach dem Klettersteig kam der Regen teils seitlich.
Beim Klettern selbst war die Passform perfekt – sodass jeder Griff und jedes Strecken danach absolut problemlos war. Die Kapuze hat perfekt über den Helm gepasst und damit konnte auch kein Regen in den Nacken – da, wo er mich am meisten fertig machen würde ?. Die tatsächlich einzige Schwachstelle, die ich bei der Jacke feststellen konnte, ist, dass die Gummizüge der Kapuze nicht perfekt halten, wenn man sie versucht sehr streng zu spannen und sich relativ leicht wieder ein Stück weit lösen. Da werde ich mir noch etwas einfallen lassen – evtl. dickere Gummizüge, denn man kann sie ganz leicht selbst tauschen.



Weiters war ich auf meinem Hausberg zum Fliegen – am Schneeberg. Da war ich 5-mal oben in 2 Tagen. Hierbei ist es wichtig, dass die Jacke auch bei mehrmaligem Gebrauch, ohne zwischendurch trocknen zu dürfen, ihren Schutz behält. Beim Fliegen selbst hat sie den Wind perfekt abgehalten und auch die Handgelenke waren gut abgedichtet, dank der Klettverschlüsse – also auch hier konnte kein Wind hineinschlüpfen.



Ich habe auch einen Urlaub gemacht – eher auf gemütlich, nur mit ein wenig wandern, allerdings in einem sehr kalten Gebiet. Ich war für fünf Tage in Georgien, in einer kleinen Hütte auf über zweitausend Höhenmeter – von dieser Hütte konnte man den Kazbegh, einen 5054 Meter hohen Berg im Kaukasus sehen.
Zu diesem bin ich dann hingewandert – leider nicht ganz hinauf, da wir nicht fürs Bergsteigen ausgerüstet waren, aber immerhin auf knapp über 4000 Meter waren wir oben. Dort war es extrem winterlich bei -15° und ordentlichem Wind. Auch hier hat die Jacke in Kombination mit meiner Daunenjacke darunter sehr gut vor den Elementen geschützt. Schneefall bei dem starken Wind konnte der Jacke auch wenig anhaben – Kapuze auf und es war Kuschelig warm darunter.

Dann war ich auch noch im Eisenerzgebiet auf einem Klettersteig und danach hinab fliegen. Der Eisenerzer Klettersteig auf den Pfaffenstein. Wichtig war mit bei dieser Tour das Gewicht von meinem Rucksack – leicht und kompakt. Da kann die Jacke gut punkten, denn obwohl sie sehr fest und robust ist, ist sie dennoch im Packmaß fair, wenn man sich etwas bemüht beim Einpacken. Auch hier wieder: der Flug war sehr angenehm, denn obwohl man bei über vierzig km/h Wind einfach nur im Gurtzeug sitzt und sich nicht großartig bewegt, hielt die Torre Egger von North Face super warm in Kombination mit einer dünnen Kunstfaser Softshelljacke.


Auch eine nette Hike & Fly tour auf den Hochschwab war bei den Testtouren dabei. Hier war es in der Früh extrem kalt, zwischendurch wärmer aber windig – da konnte ich dir Zips öffnen die unter den Achseln sind, um mehr Luft hineinzubekommen. Am Gipfel angekommen wieder geschlossen, weil kalt und windig ? – ebenso beim Flug.
Und zu guter Letzt war ich auch noch Eisklettern in den Dolomiten. Leider nur 3 Tage, aber auch hier keine Möglichkeit die Jacke ordentlich zu trocknen zwischendurch, da wir im Campingbus übernachtet haben. Auf den Eisfällen war es teils sehr feucht – also tropften sie an manchen Stellen sehr stark. Die Jacke ist so gut imprägniert, dass das Wasser einfach abperlt. Ebenso haben sich die Klettverschlüsse an den Handgelenken bewährt – es ist kein Wasser unter die Handschuhe hineingeronnen; die Handschuhe selbst waren komplett durchnässt!
Mein Handy konnte ich perfekt in der linken Brusttasche verstauen und somit bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Foto machen. Ebenso hat die Jacke innen zwei Netzfächer, in denen ich meine dicken Ersatzhandschuhe aufbewahren konnte – somit bleiben sie warm und trocken. Ich bin bei einem der Eisfälle mit der Jacke auch am Felsen angekommen – mit etwas mehr Schwung ? und hatte schon die Befürchtung, dass ich einen Riss verursacht habe. Diese Befürchtung war jedoch völlig grundlos, denn ich habe keinen sichtbaren Schaden entdecken können.


Was kann ich also jemandem sagen, der eine Jacke für den Berg sucht: Diese Jacke ist im Highend-Bereich einzuordnen – also für den Sonntagsbergsteiger wohl zu teuer mit ca. 500 € Anschaffungspreis. Jedoch für jeden fortgeschrittenen bis hin zum Profi ist die Jacke ein absolutes Muss, wenn man noch keine Hardshell hat, oder eine neue braucht. Sie kommt in zwei Farben – hellblau, was ich sehr hässlich finde, und gelb/schwarz – zum Glück bekam ich die Gelb/Schwarze zum Testen, denn diese finde ich extrem elegant und ich fühle mich wie ein echter Profibergsteiger.