Superleichte Hardshelljacke, die super atmet und dicht ist!
VORTEILE
- Super atmungsaktiv
- Auf das wesentliche beschränkt
- Leicht
- Klasse Packmaß
- Absolut wind und wasserdicht
NACHTEILE
- Schweißnaht hat sich etwas an der Innentasche/Verstautasche gelöst
BEWERTUNG


Revolution Race Arcade 3L Lightweight Jacket
Erster Eindruck
Als ich die Arcade 3L Jacke von Revolution Race durch OutsideStories zugeschickt bekam, gefiel mir gleich der Gedanke, eine sehr leichte Hardshelljacke zu besitzen. Ja, ich habe schon sehr viele Hardshelljacken, jedoch noch keine mit lediglich 335 Gramm.

Was mich an einer Lightweight-Hardshelljacke fasziniert, ist das geringe Packmaß, die Robustheit (die ich natürlich voraussetze) und dann auch noch die Funktionalität. Natürlich stellte ich mir auch die Frage, worauf ich durch diese Vorteile verzichten muss. Dafür ist der Test ja da.
Der erste Eindruck war sehr gut, was ich jedoch von Revolution Race gewohnt bin, da ich selbst privat einige Produkte besitze. Das Gewicht ist für eine Hardshell wirklich hervorragend leicht und die Qualität bzw. Verarbeitung fühlt sich, wie immer bei dieser Marke, sehr gut an.
Die geräumige Kapuze für Helme etc. fällt neben dem Reflektionsstreifen natürlich gleich auf und somit kann man sie auch hervorragend zum Fahrradfahren nutzen, was auf der Herstellerhomepage nicht aufgelistet ist.


An sich ist die Jacke jedoch ziemlich schlicht gehalten und ohne großen Schnickschnack. Mir fehlten direkt die Innentaschen, die Lufteinlässe unter den Armen und ebenfalls die Möglichkeit, die Armenden und das Hüftband festzuziehen. Doch fehlt mir das wirklich oder denke ich das nur? Genau diese Frage schwirrte anfangs ständig in meinem Kopf herum und wollte gelöst werden.
Als ich dann auch noch etwas nachrecherchiert habe und sah, dass man die Jacke auch in der eigenen Tasche verstauen kann, war ich davon überzeugt, dass man nicht immer alles haben kann und diese Art von Jacke schlicht und einfach in meinem doch recht ausufernden Sortiment vielleicht einfach fehlte.


Ich werde diesen Testbericht etwas auf andere Art gestalten als meine sonstigen, da ich überzeugt bin, dass es euch mehr bringt, wenn ich tatsächlich meine eigenen Fragen, die ich mir stellte, hier offen beantworte und euch so die Möglichkeit biete, die Jacke noch näher kennenzulernen.
Der Test
Im Testzeitraum kam unser Urlaub in Dänemark natürlich wie gerufen. Wir hatten sowohl Sonne, Regen, Sturm als auch warme und kalte Tage. Also die perfekte Umgebung für diesen Test. Natürlich testete ich die Jacke beim Angeln, leichten Wandern und auch einfach nur im Alltag.

Bevor es natürlich in den Urlaub ging, musste erst einmal gepackt werden. Also die Jacke einfach in ihre eigene Seitentasche (hmm, welche Seite ist es denn?) verpacken, um von ihrem geringen Packmaß zu profitieren. Nach kurzem Nachsehen fiel mir gleich auf, dass, wenn ihr die Jacke tragt, die Tasche auf der linken Seite zwei Reißverschlussriemen und das Revolution-Race-Logo im Inneren hat. Also kurzum: eingetütet und alles hat einwandfrei funktioniert.


Was mir dann aber etwas negativ auffiel, ist, dass die verklebten Nähte (siehe Bild) nahe des Reißverschlusses etwas aufgingen. Das ging so weit, wie ihr es auf dem Bild sehen könnt, und stoppte dann. Ich kann hier leider nicht sagen, ob das okay ist oder nicht ... das muss der Hersteller mitteilen. Von mir gibt das aber leider einen Stern Abzug, da ich mir wirklich unsicher bin, ob das so gehört … und ja, es passierte live und war nicht schon zuvor sichtbar.

An sich ist das Verstaumaß mit einem normalen Kulturbeutel gleichzusetzen und somit zwar nicht extrem winzig, jedoch im Vergleich mit einer normalen Hardshell deutlich geringer. Ihr könnt auch die Bändel am Reißverschluss nutzen, um einen kleinen Karabiner zu befestigen, und könnt somit die Jacke auch prima außen am Rucksack mitführen. Ja, wenn es zum Regnen kommt, wird sie nass ... who cares ... ihr werdet sie dann eh anziehen.
Kurzes Fazit zum Packmaß und Gewicht
Die Arcade 3L Jacket lässt sich schön klein verstauen und ist im Gegensatz zu anderen „normalen“ Hardshelljacken deutlich leichter.
Als sich dann Dänemark von seiner rauen, kalten und regnerischen Seite zeigte, kam die Arcade 3L direkt zum Einsatz. Erst einmal als klassische Windjacke, was sie hervorragend meisterte und auch meine schlimmsten Befürchtungen, was die fehlenden Armbelüftungsschlitze angeht, nicht bestätigte. Nein, im Gegenteil: Ich vermisste die Belüftungsschlitze überhaupt nicht, da die Jacke super atmet und mir nicht einmal zu heiß war.
Ebenso fiel mir gar nicht auf, dass ich an der Hüfte und den Armenden (am Handgelenk) keine Möglichkeit brauchte, die Jacke noch enger oder lockerer zu machen. Hier geht es nicht nur um Wasserdichtigkeit, sondern auch um Belüftung. Was kühlen Wind, aber auch sonnige Abschnitte angeht, hat die Arcade 3L volle fünf Sterne verdient.


Als es dann an einem sehr regnerischen Tag zum Angeln an einen der bekannten Put-&-Take-Seen auf Forelle ging, wurde die Arcade 3L massiv auf Herz und Nieren getestet, was die Dichtigkeit angeht. Es war kalt (Temperatursturz von 24 auf 16 Grad), es regnete wie aus Kübeln und der Wind blies an dem See, als wäre ich am Meer gewesen.
Nachdem ich zum Glück die Jacke in Größe L (176 cm und 88 kg) nahm, konnte ich natürlich das Zwiebelprinzip nutzen ... also schnell eine Primaloftjacke plus Merinoshirt darunter und ich fror nicht einmal. Selbst wenn die Sonne herauskam, reichte es, die Jacke vorne zu öffnen, und der Wind reichte aus, dass ich nicht ins Schwitzen geriet. Hier hat mir die Arcade 3L wirklich beste Dienste geleistet.

Ich wurde nicht nass, fror nicht und der Wind machte mir rein gar nichts aus. Die Dichtigkeit der Jacke (laut Hersteller 15 000 mm wasserdicht und 20 000 mm atmungsaktiv) kann ich absolut bestätigen und bin vollkommen begeistert.

Auch an den Ärmeln oder der Hüfte fehlte es an nichts und der elastische Saum ist vollkommen ausreichend. Da es teilweise wirklich kalt war, zog ich dann noch die Kapuze der Primaloftjacke unter die Kapuze der Arcade 3L Jacket und hier ist wirklich sehr viel Platz, ebenfalls für einen Helm etc.

Zudem lässt sich die Kapuze auch durch die Gummibänder klassisch zusammenziehen und bietet mit ihrem Regenschild vorne an der Kapuze auch noch die praktische Funktionalität, dass einem nicht das Wasser ins Gesicht läuft.


Ach ja, als ich dann mehrmals um den See gelaufen bin und alle Stellen ausfischte, kamen natürlich einige Meter zusammen und ja, wie bereits geschrieben, kam ich nicht einmal ins Schwitzen. Ja, ich brauchte keine Lüftungsschlitze und die Atmungsaktivität ist hervorragend, selbst bei längeren Wanderungen (konnte ich ebenfalls bei einer Querfeldeinwanderung im Wald und am Strand bestätigen).
Kurzes Fazit zur Dichtigkeit und Atmungsaktivität
Absolut dicht, und auch wenn die Sonne rauskommt, geht man nicht ein.

Und was habe ich jetzt vergessen?
Klar, die ganzen Bedenken, die ich vorher hatte oder bekam … hier nochmal kurz aufgelistet und aufgeklärt:
- Fehlen mir die nicht vorhandenen Innentaschen? Nein. Wenn ich selbst darüber nachdenke, dann nutze ich sie meist nur auf Skitouren, um die Felle bei Zwischenanstiegen warmzuhalten bzw. kurzfristig zu verstauen. Nein, ich vermisste sie nicht einmal.
- Ist die Jacke wirklich dicht? Absolut. Die versiegelten Nähte und Reißverschlüsse halten ihr Versprechen. Das Einzige, was mir nicht zu 100 % gefällt, ist, dass beim Verstauen der Jacke die Versiegelung aufging – und das mit wenig Druck. Jedoch hörte es an einem Punkt auf.
- Ist es kritisch, dass ich die Armenden sowie das Hüftband nicht einstellen kann? Keineswegs. Da die Jacke so gut atmet und an diesen Stellen das elastische Band seine Dienste verrichtet, kann ich hierauf verzichten.
- Fehlten sonstige Gadgets? Nein. Es gibt die Reflektionselemente für die Sichtbarkeit, die Kapuze ist einstellbar und die zwei Außentaschen. Für eine sehr leichte Hardshelljacke ist das ausreichend … habe ich selbst gelernt.
- Was ist mit der Strapazierfähigkeit? Puhh, kann ich jetzt schlecht bewerten. Bis auf das Problem mit der Versiegelung beim Verstauen der Jacke fiel mir sonst nichts negativ auf. Jedoch muss einem bewusst sein, dass die Jacke schon ziemlich dünn ist und somit sicherlich weniger aushält als eine schwere, massivere Jacke. Allerdings ist diese auch für andere Einsatzzwecke gebaut.

Fazit
Wer eine Jacke sucht, die er für wechselhafte Bedingungen auf Wanderungen, im Alltag, beim Fahrradfahren oder sonstigen Aktivitäten einsetzen will, die absolut wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv ist, wird mit der Revolution Race Arcade 3L Jacket nicht enttäuscht werden.
Ja, das Problem beim Packen der Jacke mit den versiegelten Nähten schwebt noch im Raum. Jedoch kenne ich mich mit Revolution Race aus und entweder ist dies einfach ein Montagsprodukt oder völlig in Ordnung, da es sich nicht weiter löste.
Für mich wird diese sehr leichte und funktionale Jacke definitiv ein treuer Begleiter auf vielen Outdoorerlebnissen werden und einiges miterleben.
Sehr leichte, hochfunktionale Jacke, die liefert.
Absolut verdiente 5 Sterne und Kaufempfehlung!!!




























































