Die erste vollständig biologisch abbaubare Flasche.
VORTEILE
- Nachhaltig und biologisch abbaubar
- gute Verarbeitung
- liegt gut in der Hand
- Einzelteile nachbestellbar
- gesamte Beschaffungs- und Dienstleistungskette ist in Süddeutschland
- 15% Rabatt auf eine Neue, bei Rücksendung der alten Bottle
NACHTEILE
- NICHT Spülmaschinen geeignet
- Trinkverschluss etwas schwer zu öffnen und zu schließen
- nur eine Größe verfügbar
- temperaturbeständig nur bis 45 °C
- etwas rutschig bei nassen Händen
BEWERTUNG

WAS STECKT HINTER DER MARKE BAYONIX?
Bayonix ist ein oberbayerisches Unternehmen, welches sich vor allem das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat. Es wird versucht alles so lokal wie möglich zu entwickeln und zu fertigen. Die gesamte Beschaffungs- und Dienstleistungskette ist in Süddeutschland angesiedelt. Schließlich hinterlässt auch der Transport einen nicht unerheblichen Anteil am ökologischen Fußabdrucks eines Produktes, kurze Transportwege stehen für geringe Emissionen. Die Produkte werden nach dem Cradle to Cradle Prinzip hergestellt.
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Auf die Bayonix Bottle kann man guten Gewissens 100% „Made in Germany“ schreiben. Wobei, ich als Bayer würde jetzt natürlich mit Stolz sagen „Made in BAVARIA“. Mir kam tatsächlich die Überlegung, ob das BAY in Bayonix für BAYern steht? :-) Leider konnte ich zur Namensgebung nicht mehr in Erfahrung bringen.

Gründer & Geschäftsführer ist Stefan Hunger, Spezialist für Produktion und Fertigungstechnik und aktiver Outdoor-Sportler. 2015 lernte er das Cradle to Cradle Prinzip kennen, was kurz zusammengefasst beinhaltet, erst gar keinen Müll zu produzieren, sondern mit Rohstoffen zuarbeiten, die sich 100 Prozent wieder in den Kreislauf einfügen.
WARUM SOLL ICH MIR EINE BAYONIX BOTTLE KAUFEN?
Trinken muss letztlich jeder von uns, daher kommen wir gar nicht drum herum uns das eine oder andere Gefäß für unser kühles Nass zu beschaffen. Logischerweise wurde im Laufe der Zeit ein unfassbares Repertoire an verschiedensten Flaschen hervorgebracht. Wer also die Wahl hat, hat die Qual. Es gibt nichts was es nicht gibt. Glasfalschen, Plastikflaschen, Dosen, Thermoskannen, Flaschen aus Aluminium und viele Variationen mehr. Wichtig ist also, drüber nachzudenken, welche Kriterien soll meine Neue abdecken? Klar irgendwie ist man es gewohnt, dass eine robuste Flasche für Kaltgetränke in der Regel aus stinknormalem Plastik besteht, denn Plastik ist ein Tausendsassa, da es billig, robust und langlebig ist.

Doch Plastikmüll verrottet eben auch schlecht und findet sich überall. Eine PET-Flasche zerfällt erst innerhalb von 450 Jahren, zumindest sind ist das die Schätzung. Mit Sicherheit sagen kann man es aber nicht, es dauert immerhin noch mehr als 400 Jahre, bis die erste PET-Flasche ihren möglichen Zerfallszeitpunkt erreicht hat. Da frägt man sich schon warum wir unsere Erde mit immer noch mehr Plastik-Artikeln überfluten. Wer sich mal mit dem Thema Mikroplastik und der riesigen Mengen an Plastikmüll in unseren Ozeanen befasst hat, geht mit einem ganz anderen Blick durch den Supermarkt. Besonders informativ sind die Dokumentationen von Prof. Dr. Harald Lesch wie diese hier z.B. Risiko Mikroplastik, welche einem die Kehrseite deutlich vor Augen hält. Mir persönlich hat das auf jedenfalls zu denken gegeben und ich versuch bedachter einzukaufen, sowohl bei Lebensmitteln als auch bei Alltagsgegenständen. Im Supermarkt stellt man dann aber erschreckender Weise fest, dass es kaum noch Lebensmittel gibt, welche nicht in Plastik verpackt sind. Zumindest habe ich das Glück, dass es bei mir im Ort eine Obsthof mit Ladenverkauf gibt. Somit kann zu mindestens Äpfel und andere Früchte oder auch Kartoffel und Apfelsaft wirklich regional beschaffen.
Das beruhigt das Gewissen zu mindestens ein bisschen, denn die Auswirkungen der Plastikflut sind nicht weit weg am anderen Ende der Welt, sondern auch bei mir zu Hause. Im Wald vor meiner Haustüre finde ich in den entlegensten Winkeln Plastikmüll und ich ärgere mich jedes Mal darüber, dass es Leute gibt die ihren Müll achtlos in unserer Natur verteilen. Aus den besagten Gründen möchte ich Firmen die hier einen Wandel versuchen und neue Wege gehen unterstützen. Die Arbeit von Bayonix ist also in meinen Augen eine gute Sache.
WAS BIETET SIE?
Die Bayonix Bottle ist komplett recyclebar und unbedenklich für biologische Kreisläufe. Damit ist sie die einzige nachhaltige Trinkflasche ihrer Art, die bislang mit dem “Cradle 2 Cradle Gold” – Umweltsiegel ausgezeichnet wurde. Sie wird aus einem Polymer hergestellt, bei dem alle verwendeten Materialien, Chemikalien und Farbstoffe umweltverträglich sind. So kann die komplette Flasche sicher in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt werden. Beim Material handelt es sich um ein Cradle to Cradle Certifie Polymer, das die höchste Stufe im Bereich Materialgesundheit ''PLATIN'' erreicht hat. Ein zusätzlicher, von einem akkreditierten Labor unabhängig durchgeführter Migrationstest von über 20 sehr schädlichen Chemikalien blieb unter der Nachweisgrenze. Die Laborgeräte konnten NICHTS entdecken! So lauten zumindest die Aussagen von Bayonix. Da ich aber weder Chemiker noch Materialwissenschaftler bin, kann ich das natürlich nicht näher prüfen.


Bei einem Fassungsvermögen von 0,75 Liter wiegt sie 210 g (Gewogen waren es bei mir allerdings nur 208g). Auch ohne zusätzliche Dichtungen soll sie komplett wasserdicht sein.


Wie schon erwähnt besteht sie aus gesundem Material und ist vollkommen schadstofffrei. Dabei soll sie geruchs- und geschmacksfrei sein. Die Materialien zersetzen sich vollständig, auch wenn sie im Meer landen, egal ob als Flasche oder als Mikroplastik. Die in der Natur vorkommenden Organismen können das Restmaterial verstoffwechseln.
Durch ihre Form passt die Bottle in jeden gängigen Flaschenhalter. Zu einfachen Befüllen besitzt sie eine große Öffnung sowie eine kleine Öffnung zum Trinken. Am Deckel befindet sich zudem eine Karabineröse um sie bequem transportieren zu können.

Geeignet ist die Flasche für Kaltgetränke bis max. 45° Celsius (113° Fahrenheit). Daher ist sie leider NICHT Spülmaschinen-tauglich. Um eine höhere Hitzebeständigkeit zu erreichen, müsste bedenkliche Chemie beigefügt werden.
Jedes Produkt muss früher oder später entsorgt werden. Aus diesem Grund gewährt man den Kunden beim Kauf einer neuen Bottle einen Rabatt von 15%, wenn sie Ihre alte Flasche zurückschicken. Einzelteile der Trinkflasche können aber auch einfach als Ersatzteil nachbestellt werden.
Die Bayonix Bottle darf trotz allem nicht in den Bio-Müll. Das gilt für alle Kunststoffprodukte, egal ob kompostierbar oder nicht. Die Kompostieranlagen sortieren Plastik grundsätzlich aus, da diese nicht identifizieren können, welches Produkt sich komplett zersetzt welches nicht.
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WIE MACHEN SICH DIE FLASCHE IM EINSATZ?
Die Bottle habe ich Ende letzten Jahres von OUTSIDEstories zum Testen bekommen. Da ich ja zum Glück nicht besonders weit weg wohne von der OUTSIDEstories-Zentrale hat sie immer noch keine größeren Transportwege zurücklegen müssen ;-).

Die Flasche wirkt zunächst sehr robust und ich kann am Material weder optisch noch beim Anfassen Unterschiede zu anderen Plastik-Flaschen feststellen. Mit ihrer schlanken Form liegt sie sehr gut in der Hand. Wo sie sich aber deutlich von anderen vergleichbaren Flaschen unterscheidet, sind die fehlenden Gummidichtungen zwischen Deckel und Falsche, als auch in der Trinköffnung. Der Deckel der Trinköffnung lässt sich etwas schwieriger öffnen und schließen, dass ist aber auch logisch, da er ja auch ohne die fehlende Gummierung Wasserdicht abschließen muss. Wie andere hier schon beschrieben hatten, konnte ich bei meiner Flasche bisher noch keine Undichtigkeit feststellen.



Das Design finde ich sehr ansprechend, was andere anscheinend auch tun, da ich sowohl im Schwimmbad auch als in der Boulder-Halle schon darauf angesprochen wurde wo ich die Flasche herhabe. Werbung durch Mundpropaganda funktioniert also schon mal.

Die Flasche hat mich über die letzten 6 Wochen überall hinbegleitet, ich verwende sie im Büro, genauso wie beim Schwimmen, Bouldern oder Wandern. Sie passt durch die Form prima im den Flaschenhalter im Auto, als auch in die Außentaschen meines Wanderrucksacks (Deuter Futura 26). Sollte man doch mal keinen guten Platz im Rucksack für sie finden, kann man sie immer noch mittels Karabiner irgendwo am Äußeren befestigen.






Dass die Bottle nicht Spülmaschinen-tauglich ist, finde ich jetzt nicht weiter schlimm, da ich so und so beim Sport oder wenn ich draußen unterwegs bin nur Leitungswasser trinke.
Wie schon erwähnt, ich bin absolut nicht aus einer Brache, in welcher ich Wissen im Bereich Materialwissenschaften vorweisen kann. Wer hier gerne mehr Details haben möchte, sollte die hervorragende Bewertung von Daniel.R hier auf OUTSIDEstories lesen.
FAZIT?
Ich finde das Konzept von Bayonix super, man merkt das dem Entwickler und Erfinder, dass Thema saubere Umwelt wirklich am Herzen liegt. Die Bottle tut, dass was eine Flasche tun soll. Einzig ein etwas größeres Spektrum an verschiedenen Größen (z.B. 0,5 L oder 1,5L) fände ich eine tolle Sache. Der Preis liegt meiner Meinung ihm Rahmen und ist nachvollziehbar. Mit einem möglichst geringen ökologischen Fußabdruck bleibt abschließend nur zu sagen, #wirsehenunsdraussen…
