Biologisch Abbaubare Flasche mit Dichtigkeitsproblemen
VORTEILE
- vollständig biologisch abbaubar
- geschmacksneutral
- leicht zu reinigen
- spülmaschinenfest bis 40°C
- Einzelteile nachbestellbar
- Beim Kauf einer neuen wird die alte mit Rabatt verrechnet
NACHTEILE
- Nicht 100% dicht
BEWERTUNG
Bayonix stellt uns mit seiner klinisch-weißen Flasche ein Trinkgefäß bereit, welches zu 100% ökologisch abbaubar ist und damit das Thema Nachhaltigkeit auf eine neue Stufe hebt. Ob mir die Flasche beim Trinken aus der Hand gegammelt ist, oder Bayonix uns hier etwas richtig Geniales präsentiert, das erfahrt ihr jetzt.
Produktdaten:
Material: erdölbasiertes Polymer
Volumen: 750ml
Gewicht: 210g
Nachhaltigkeit: Craddle-to-Craddle GOLD
Preis: 34,95€
Erfahrungsbericht:
Ich habe die Bayonix Bottle die letzten Wochen und Monate so ziemlich jeden Tag im Einsatz gehabt. Sowohl im Büro, als auch beim Wandern und Bouldern leistete sie mir als Getränkespender häufig gute Dienste. Die Flasche ist – gemessen an meinem Gaumen – vollständig geschmacksneutral und überzeugt auch sonst mit guter Verarbeitung. Es gibt keine Grate an den Kunststoffteilen und sowohl die griffigen Schriftelemente, als auch die weiße Farbgebung zeugen von hoher Qualität. Entsprechend konnte die Flasche auch in meinem Büro angenehm punkten, da sie farblich eher unauffällig und neutral gestaltet ist und somit sehr seriös wirkt.
Mit den 750ml Füllvolumen ist man für den Alltag ebenfalls gut abgedeckt – für längere Wanderungen verwende ich meine Trinkblase und in allen anderen Situationen konnte ich einfach immer nachfüllen, wodurch die Größe gut in den Alltag passt.
Für das Nachfüllen habe ich mir angewöhnt nur den kleinen Verschlussdeckel zu öffnen, statt den komplett oberen Teil abzuschrauben. Das hat zwei Gründe: zum Einen ist der kleine Deckel mit etwas Kraft leicht zu öffnen und mit einem kräftigen Fausthieb auch wieder zu verschließen und zum Anderen ist das Gewinde des Oberteils nicht ganz einfach einzufädeln. Da das Gewinde nur eine Steigung besitzt, musste ich immer etwas fummeln, bis das Ganze ordentlich einrastete.
Der Aufbau ohne dichtende Gummi oder Silikonelemente im Deckel und Oberteil erwies sich bei mir als etwas störend. Im kleinen Verschlussdeckel ist eine Nut, die mit Kraft in das Oberteil gedrückt wird und darüber an zwei Seiten dichtet.
Während des Transports im Rucksack öffnete sich jener kleine Verschlussdeckel leider einige Male, als meine Boulderschuhe dagegen stießen – da würde ich mir einen Kipphebel oder Ähnliches wünschen, welcher das Ganze wirklich sicher verschlossen hält. Des Weiteren musste ich das komplette Oberteil auch immer mit sehr viel Kraft zusammendrehen, da es ansonsten auch hier während des Transports, wenn die Flasche also liegt, zu Undichtigkeiten kam. Hier fühlt man sich ähnlich wie wenn man ein Gurkenglas aufschrauben muss, was in der Praxis nicht für jeden tauglich ist. Ein O-Ring wäre hier zwar die leichte Abhilfemaßnahme, würde dann aber nicht mehr zu dem vollständig abbaubaren Gesamtkonzept passen. Vielleicht kann man hier noch mit einer Labyrinthdichtung oder mehreren Gewindegängen arbeiten um ein besseres Verschließen zu ermöglichen.
Fazit:
Die Bayonix Bottle ist, was das Thema Nachhaltigkeit und Lebensmittelechtheit anbelangt, ein großer Schritt nach vorn. Unter diesem Aspekt möchte ich den Mitarbeitern auf jeden Fall mein Kompliment aussprechen. Leider steht dem Produkt aber in der Praxis leider die Undichtigkeit gegenüber, sodass ich die Flasche inzwischen ausschließlich im Büro verwende.
Ich tue mich daher mit der Vergabe der Zelte sehr schwer und möchte 3 vorschlagen. Für den hervorragenden technischen Nachhaltigkeitsansatz der den Problemen im Alltag noch gegenüber steht.