Leichter, kleiner Campingstuhl mit erstaunlichem Komfort
VORTEILE
- Sehr leicht
- Geringes Packmaß
- Schnell auf- und abgebaut
- Praktischer Packbeutel
- Für die Größe sehr bequem
NACHTEILE
- Sinkt in weichem Boden schnell ein
BEWERTUNG
Beim Campen darf ein Stuhl nicht fehlen, für lange Zeit nur auf dem Boden sitzen, wird nach mehreren Tagen für mich unangenehm. Meistens sind die Stühle aber groß und unhandlich, so dass sie manchmal keinen Platz mehr im Auto haben oder wenn man ohne Auto unterwegs ist, man keine Chance hat sie mitzuschleppen.
Mit dem Bach Morningbird habe ich einen kleinen, leichten Campingstuhl zum Testen bekommen, den man sehr einfach noch in sein Gepäck bekommt.



Material und Maße
Der Bach Morningbird besteht aus recyceltem Polyester, so genanntem Cordura ECO. Es wirkt auf mich sehr robust. Zusätzlich gibt es noch das Gestänge aus Aluminium, das sehr leicht ist. An den Punkten, an denen der Stuhl steht, sind noch verdickte Gummipfropfen angebracht.
Der Stuhl ist sehr klein und leicht. Auf dem Bild unten ist das Packmaß im Vergleich zu einer 1-Liter-Trinkflasche gezeigt. Auf die Waage bringt der Stuhl gerade 980 Gramm, ist also nicht mal ein Kilo schwer. Die Packtasche des Stuhls ist auch sehr praktisch, sie ist nicht zu eng, sodass man den Stuhl einfach wieder rein bekommt, und hat an der oberen Seite einen Klettverschluss, sodass auch sicher nichts rausfällt. Außerdem hat sie oben einen Griff, so kann man den Stuhl sehr angenehm mitnehmen.



Aufbau und Abbau
Eine kurze Anleitung, wie man den Stuhl am sinnvollsten zusammenbaut, gibt es leider nicht. Es ist aber relativ selbsterklärend. Beim ersten Mal war ich mir nicht sicher, wann man anfangen muss, den Überzug und das Gestänge zusammenzustecken, aber nach ein Mal Aufbauen war mir klar, man baut das Gestänge zuerst auf.
Es ist mit Gummizügen innen ausgestattet, sodass sich das Gestänge fast von alleine aufbaut, man muss nur etwas nachhelfen. Wenn alle Stangen ineinander stecken, zieht man den Überzug drüber. Zunächst oben, dann unten. Die Laschen zum Einstecken sehen robust aus. Man braucht schon etwas Kraft, da der Überzug stark gespannt wird.
Deshalb war ich mir am Anfang auch nicht sicher, ob man Stangen und Überzug parallel aufbauen muss. Unten an der Sitzfläche gibt es extra Schlaufen, damit man besser ziehen kann. Die sind auch gut, da muss man einmal gut anziehen, damit der Überzug über die Stangen geht. Abbauen geht sehr leicht, man muss einmal den Überzug lösen und dann die Stangen abbauen. Nachdem der Gummizug recht fest ist, wehren sich die etwas und man muss sie gut festhalten, damit sie sich nicht wieder von alleine Aufbauen. Durch die Gummizüge ist aber defnitiv immer klar, welche Stange wohin gehört, das kann man nicht falsch machen.







Im Einsatz
Ich war sehr gespannt, wie bequem der Stuhl ist, nachdem er relativ klein ist. Ich war überrascht, man sitzt wirklich gut, vor allem, wenn man etwas vor rutscht. Ich kann nicht gut einschätzen, wie bequem es für größere Menschen ist. Bei mir geht die Lehne am Rücken recht weit hoch, sie endet unterhalb der Schultern (siehe Fotos).
Ich bin 1,67 cm groß. Die genauen Maße lassen sich der Hülle entnehmen: Der Stuhl ist 66 cm hoch (gesamt), wovon 36 cm bis zum Start der Sitzfläche sind. Außerdem ist er 52 cm breit. Auf längere Zeit war der Stuhl für mich am bequemsten, wenn man sich etwas "reinfläzt", also weit zurück lehnt und auf der Sitzfläche etwas vor rutscht.
Aufrechtes Sitzen geht auch, ist aber weniger bequem. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass der Stuhl eben steht. Es gibt vier Auflagepunkte, und wenn einer in der Luft ist, kippelt der Stuhl komisch, das ist unangenehm (aber eigentlich bei allen Campingstühlen so).
Außerdem sind die "Stuhlbeinenden" relativ klein, trotz verdicktem Gummipfropf. Das bedeutet, wenn man in einer weicheren Wiese steht, sinkt der Stuhl sehr schnell ein. Im Sand vermute ich, dass es gar nicht funktioniert (habe ich aber nicht ausprobieren können). Durch die wirklich sehr kleine Größe und das geringe Gewicht kann man den Stuhl auch mal über eine Strecke mittragen. Beispielsweise zum Entspannen am Fels beim Klettern oder wenn man ein Picknick macht, oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Für diese Einsatzbereiche kann ich ihn sehr emfpfehlen!


Fazit
Erstaunlich bequemer Campingstuhl für sein Packmaß und Gewicht. Mit unter 1 kg und einer wirklich kleinen Hülle kann man ihn perfekt mitnehmen. Auf- und abgebaut ist er auch sehr schnell. Aufpassen muss man in weichem oder unebenem Untergrund, da funktioniert er nicht so gut.