Der frühe Vogel chillt im Stuhl
VORTEILE
- Geringes Gewicht
- Schneller Aufbau
- Bequemer Sitz
- Insgesamt nur 2 Teile (Gestänge & Sitztuch)
- Kleines Packmaß
NACHTEILE
- Sehr spartanisch (z.B. keine Armlehnen)
- Sitzhöhe sehr tief
BEWERTUNG
Oftmals ist man in der Natur unterwegs und muss sich für das Päuschen eine passende Sitzgelegenheit suchen. Baumstämme, Felsen oder andere erhöhte Positionen sind da gerne gesehen. Beim Camping hat man ja meist etwas umfangreicheres Gepäck dabei, da darf es auch gerne mal der Campingstuhl sein. Aber auch diese nehmen im Kofferraum oftmals sehr viel Platz weg, da diese auch im zusammengelegten Zustand sehr viel Platz benötigen. An dieser Stelle kommt der Campingstuhl "Morningbird" der Firma Bach ins Spiel.
Was ist der Bach Morningbird?
Beim Morningbird der Firma Bach handelt es sich um einen leichten und klein verpackbaren Campingstuhl. Dieser besteht aus einem Gestänge und einem "Sitztuch". Der Morningbird beschränkt sich auf die notwendigste Funktion: Das sitzen. Armlehne, Kopfstütze oder Getränkehalterung hat der Stuhl nicht zu bieten. Meine ersten Gedanken nach dem Öffnen des Pakets war: In dieser kleinen Verpackung soll sich ein kompletter Campingstuhl verstecken? Schauen wir mal, wie das aussieht und funktioniert.
Verpackung und Inhalt:
Der Morningbird ist in einem kleinen Packsack verstaut. Dieser Packsack hat an der oben befindlichen Öffnung einen Klettverschluss, welcher den kompletten Packsack verschließt. Im verpackten Zustand hat der Campingstuhl ungefähr die Abmessungen 45x25x13cm. An der Öffnung sind außerdem zwei Trageschlaufen angebracht, damit man sich den Stuhl nicht unter den Arm klemmen muss.
Kippt man den Inhalt dann aus dem locker geschnittenen Packsack dann heraus, purzeln lediglich zwei Komponenten heraus: Das Aluminium-Gestänge sowie das Sitztuch aus recyceltem 600D CORDURA Eco Polyester. Beim Auspacken habe ich mir auch gleich ganz genau angeschaut, wie der Stuhl bei Auslieferung verpackt war, da man oftmals die Ausrüstung nur schwer wieder in die Originalverpackung bekommt. Beim Morningbird ist das aber überhaupt kein Problem, der Packsack ist voluminös genug geschnitten, um alles stressfrei wieder einpacken zu können.
Materialien:
Wie bereits angesprochen, sind die beiden verwendeten Materialien Aluminium für das Gestänge (7001 Serie TRX Eco Duralumin) und recyceltes Cordura Polyester für das Sitztuch (P/305*300 Eco CORDURA-Material).
Aufbau:
Beim Aufbau war ich erstmal gespannt: Wird der Aufbau hochkomplex sein oder so einfach wie der Inhalt einer Kinderüberraschung? Es war zumindest keine Anleitung mit im Paket, allerdings bekommt man den Aufbau auch gut ohne Anleitung hin. Zuerst muss man sich um das Gestänge kümmern: Dieses besteht aus der waagrechten "Hauptstrebe", an der dann die weiteren Gestängeteile eingeschoben werden. Dies funktioniert kinderleicht, da alle Gestängeteile mit Gummizug verbunden sind.
Man kann also gar nichts falsch machen. Im Endeffekt sind es die vier kurzen Teile, welche die Füße darstellen, und dann noch 2 zweiteilige Elemente für die Rückenlehne. Nun steht also schon mal das Gestänge und man kann die Form des Campingstuhls bereits erkennen.
Im weiteren und damit letzten Schritt muss noch das Sitztuch am Gestänge befestigt werden. Vier Laschen sind zu diesem Zweck an den Ecken des Sitztuchs eingearbeitet, dort müssen die Gestänge-Ende eingefädelt werden. Klingt kompliziert, ist aber auch wieder sehr einfach. Kein Gezerre, kein Gefummel. Man muss lediglich darauf achten, welches Ende am Rücken ist, welches am Oberschenkel. Aber dennoch sehr einfach. Der Aufbau des Campingstuhls ist also grob in 30 Sekunden erledigt.
Sitzkomfort:
Auch eine spannende Frage: Leicht und klein heißt halt oftmals auch unkomfortabel. Hier war ich vom Morningbird positiv überrascht. Man sitzt recht bequem im Sitztuch, vergleichbar zum Sitzen in einem Gleitschirm-Gurt. Auch der Rücken ist gut stabilisiert und man kann gut entspannen.
Auf ein paar Komfort-Eigenschaften wie zum. Beispiel Armlehnen muss man zwar verzichten, aber trotzdem sitzt es sich entspannt. Lediglich die Sitzhöhe ist in manchen Fällen negativ zu spüren. Gerade mal 36 cm über dem Boden befindet sich das Gesäß. Das bedeutet, wenn man am Campingtisch sitzt, geht man hinter dem Tisch fast verloren.
Entspannt, aber halt zum Essen eher schlecht geeignet. Dann muss man im Prinzip das Teller auf den Schoß oder in die Hand nehmen und so essen. Oder halt nah an den Tisch ranrücken und hat damit eine kurze Distanz zwischen den Spaghetti und dem Mund. Außerdem ist zu erwähnen, dass man nicht sonderlich aufrecht, sondern eher "gebogen" sitzt. Also entspannt.
Die Füße des Stuhls sind lediglich geringfügig größer als das Gestänge und hat an den 4 Stellen mit Bodenkontakt Gummipuffer, vergleichbar zu den Gummi-Stopfen von Nordic-Walking-Stöcken. Diese haben natürlich das Verlangen, in weichem Boden einzusinken. Aber selbst auf moosigem Rasen konnte ich gut sitzen. Bei typischem Stein/Gras-Mix, wie es oft auf Campingplätzen verwendet wird, muss man sich den Stuhl passend abstellen, damit die Füße auf passendem Untergrund stehen.
Abbau und Einpacken:
Der Abbau des Campingstuhls sowie das Verpacken geht genauso einfach wie der Aufbau. Sitztuch entfernen, Gestänge auseinandernehmen, Gestänge im Sitztuch einwickeln und so wieder zurück in den Packsack. Klingt einfach, ist es auch.
Fazit:
Der Morningbird ist ein "Immer-dabei-Campingstuhl". Durch das geringe Packmaß und Gewicht habe ich diesen dauerhaft in meinem Auto. So hat man es zum Beispiel nach der Tour oder nach dem Joggen oder Radfahren ordentlich bequem um erstmal etwas zu regenerieren, bevor es nach Hause geht.