ATSKO Sno-Seal Water-Guard Silicone - Ausrüstungs- & Textilpflege

3.80 5 Bewertung(en)

Das Imprägnierspray mit den großen Versprechungen
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9. Januar 2019
Das Imprägnierspray mit den großen Versprechungen

Vorteile

  • CO2 als Treibmittel
  • Keine Membraneinschränkung
  • einfache Handhabung
  • Für Leder, Baumwolle, Nylon, etc. geeignet
  • Preis
  • Farbechtheit

Nachteile

  • Funktion bei Sympatexgewebe
  • Geruch
  • Ergiebigkeit
  • Sprühverlust
  • Minimalistische Angaben über Inhaltsstoffe

Die Bewertung

Das Silicone Water Guard von Atsko wirbt damit, bereits mit einer einer einmaligen Benutzung ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen. Ob das klappt, oder man mit der Imprägnierung baden geht, das gibt’s jetzt zu lesen.

Inhaltsstoffe:

Sowohl auf der Flasche, als auch auf der Website werden keine Angaben zum Inhalt der Flasche gemacht. Inwieweit hier also schädliche Fluorcarbone zum Imprägnieren eingesetzt werden, kann nicht ausgeschlossen werden.  Das empfinde ich in Zeiten des Klimawandels und der Verantwortlichkeit eines Jeden im Bezug auf Umweltschutz bei Outdoortätigkeiten als nicht zeitgemäß. Zur Verteidigung muss ich jedoch erwähnen, dass ich dazu auch nichts bei meinem Holmenkol Hightech Proof finden kann.

Lediglich CO2 als Treibmittel wird erwähnt, was gegenüber anderen chemischen Treibmitteln sicherlich den Vorteil hat, dass es vollständig abbaubar ist und damit einen geringeren Einfluss auf unsere Umwelt hat.

die Sprühflasche in ihrem schillernden Orange

Anwendung:

Schütteln – Zielen – Draufdrücken – fertig

Vom Grundprinzip der Anwendung her, verhält sich das Atsko Spray nicht anders als eine Deo-Flasche. Ob aufgrund des CO2 Treibmittels, oder dem Düsenkopf, oder anderen Einflussfaktoren – was mir sehr missfällt ist, wie wenig des wertvollen Inhalts auf dem zu besprühenden Objekt landet.

Der Sprühkopf, der mit für ein unordentliches Sprühergebnis sorgt

Ich habe meine Sympatex Hardshelljacke im Treppenhaus (gute Belüftung und konstante Temperatur) damit imprägniert und war dann doch überrascht, wieviel davon auf dem Boden gelandet ist. Aufgrund der hydrophoben Eigenschaften machte auch das darauffolgende Aufwischen eher weniger Freude...

ärgerliche Sauerei - die Sprühverluste einer nicht ganz umweltfreundlichen Chemikalie

Die Jacke selbst saugt sich mit dem Mittel voll und muss dann für mindestens 24h trocknen.

Der Unterarm wurde komplett eingesprüht mit entsprechender dunkler Einfärbung

Ergebnis:

Je nach Grundmaterial erhält man unterschiedliche Ergebnisse in der Hydrophobie. Meine GoreTex Wanderschuhe und Fahrradhose haben weiterhin hervorragend Wasser abgewiesen, das klappt also sehr gut.

Hingegen sehr unzufrieden war ich mit meiner Sympatex Jacke. Hier bildet sich zwar eine leichte hydrophobe Schicht, nach kurzer Zeit beginnt hier jedoch die Außenschicht ebenfalls wieder Wasser aufzunehmen. Die ersten Tropfen perlen also noch ab, aber nach kurzer Zeit kommt das typische Sammeln in der Außenhülle der Jacke.

Nach der Imprägnierung: Zuerst sind es einzelne Tropfen die sich dann jedoch zu großen Wasserflecken zusammenfinden

Vor der Imprägnierung: So sah die Jacke zum Vergleich vor der Imprägnierung nach einer Fahrradtour aus

Das ist natürlich ärgerlich, da ich die Sympatex H2Out Membran ebenfalls zu „allen sonstigen atmungsaktiven Geweben“ mitzählen würde, wofür das Atsko Imprägnierspray geeignet sein soll.

Fazit:

Die fehlende Angaben über die Inhaltsstoffe, die Sprüheffizienz und das schlechte Ergebnis bei dem Sympatex Material wiegen die Vorteile der „Einmalanwendung“, den guten Ergebnissen beim GoreTex und dem CO2 als Treibmittel leider nicht auf. Gerade Transparenz und das Wissen darüber, was für Produkte man anwendet sind für mich essentielle Bestandteile, wenn man von sich behaupten möchte, viel in und mit der Natur unterwegs zu sein. Das mit einer prinzipiell umweltschädlichen Chemikalie so ein schlechtes Sprühbild erzeugt wird ist für mich besonders enttäuschend. Daher für mich leider nur zwei Zelte.

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Macht seinen Job!!
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22. September 2018
Macht seinen Job!!

Vorteile

  • Günstig
  • Kein Kohlenwasserstofftreibmittel
  • Hällt lange

Nachteile

  • Funktion nicht immer gleich

Die Bewertung

Liebe Outdoorfreunde,

Folgendes Produkt durfte ich zuletzt testen: Ein Imprägnier spray auf Silicon Basis. Er nennt sich Silicone Water  Guard aus dem Hause „atsko“.  

Was erwartet man sich von einem solchen Spray. Nun ja, ich habe noch nie davor eine Imprägnierung benutzt und habe mich oft genug geärgert, dass meine Bergschuhe nach der Zeit sehr gerne innen nass wurden. Man erwartet sich also Schutz gegen Wasser. Der Spray verspricht aber auch Schutz gegen schmutz. Klingt verlockend sein Equipment damit zu behandeln finde ich!

Nun da ich den Spray bekommen habe, habe ich gleich sämtliches zeug damit behandelt. Angefangen von Bergschuh, über Jacke, Handschuhe, Rucksack und lustiger weise nur zum Auspronieren auch meinen Neopren, welchen ich beim Canyoning verwende.

Meine Erfahrungen damit Gestalten sich wie folgt: Die Schuhe sind absolut wasserfest durch den Schutz! Weder Wasser noch schmutz konnte den Schuhen etwas anhaben. Getestet habe ich sie auf dem Großglockner, sie sind im Gletscher knöcheltief im Wasser gewesen und meine Füße waren trocken! Einfach super!

Bei derselben tour hatte ich auch meinen behandelten Rucksack dabei. Bei diesem war ich ein wenig enttäuscht: Ich habe ihn in den Schnee abgelegt beim Anlegen der Steigeisen und sämtlicher Gletscher-Gatsch ist darauf hängen geblieben. An meinen Schuhen jedoch nicht. Vielleicht ist nicht jeder Stoff geeignet für eine solche Behandlung oder spricht einfach nicht darauf an.

Jetzt aber zum interessantesten Teil meine „Studie“: Mein Neopren! Wie gesagt habe ich auch diesen mit dem Spray behandelt jedoch nur am Oberkörper. Absolut geniales Ergebnis: Das Wasser beim ersten Wasserfall ist einfach abgeperlt. Der Neopren wollte anfangs einfach nicht nass werden. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich meinen ganzen Neopren damit behandle, am besten mehrmalig. Denn beim Canyoning ist man nicht permanent im Wasser und damit ist es nun einmal ein Vorteil wenn der Neopren nach einem Abseiler im Wasserfall oder nach einer schwimmstrecke schnell wieder trocknet bzw eigentlich gar nicht nass war. Wenn diese Idee so Funktioniert wie ich es mir vorstelle, dann wäre das ein absoluter Gewinn für die Welt der Canyonauten!

Auch um die Umwelt sorgt sich die Firma. Statt Kohlenwasserstoffe (welche brennbar sind) in großer Menge als Treibmittel zu nutzen, nutzt diese Dose nur 9g CO2 als Treibmittel. Preislich liegt eine Dose bei ca 14€ (quelle Amazon) und ist damit finde ich nicht überteuert für ihre Wirkung. Ich werde mir noch eine Dose besorgen sobald diese leer ist (sie ist immer noch ca 25% voll obwohl ich schon sehr viele Kleidungsstücke und diverse andere Dinge damit behandelt habe).

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Wenig stinkender und gut funktionierender Imprägnierspray mit Silikon für alle atmungsaktiven Gewebe.
King Review
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ProduktScout
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14. September 2018
Wenig stinkender und gut funktionierender Imprägnierspray mit Silikon für alle atmungsaktiven Gewebe.

Vorteile

  • Atmungsaktivität erhalten
  • Imprägniert gut
  • schnell trocknend
  • weniger Treibgase
  • für viele Materialien geeignet
  • Preiswert

Nachteile

  • kein Pumpspray

Die Bewertung

Ein Impränierspray für meine Outdoobekleidung sowie Holz, Beton, Markiesen und Gartenmöbel? Das klingt doch interessant! Etwas erstaunt war ich schon, als ich den Silicone Water-Guard von Atsko das erste mal in der Hand hielt. Vom Aussehen her erinnerte er mich eher an ein 1€ Produkt aus passenden Läden. Diese Dose sollte jedoch ein Schutzmittel für so ca. alles was man so zu Hause hat sein und noch dazu schmutzabweisend wirken. Meine Neugier war geweckt!

Fakten zum Spray:

Die Dose enthält 380 mL. Als einziges Treibmittel werden 9 g CO2 verwendet. CO2 ist nicht brennbar und daher sollte die entzündungsgefahr des Sprays um einiges geringer sein, als bei üblichen Sprays. Nichts desto Trotz ist auf der Dose das GHS-Symbol für „entzündbar“ abgebildet und der Warnhinweis „enthält entzündbares Aerosol“ aufgedruckt. Im Praxistest brennt der Inhalt dieses Imprägniersprays tatsächlich gleich gut wie der von jedem anderen!

Ein Vorteil an der Einsparung der Treibmittel ist, neben dem Umweltgedanken, der Geruch. Der Spray riecht an sich schon kaum. Daher ist es wenig überraschend, dass die imprägnierten Materialien überhaupt nicht richen.

Im Spray enthalten sind 13% Silikone welche für eine gute Wasserabweisung mit guter Luftdurchlässigkeit sorgen. Das Silikon wasserabweisen ist, weiß eigentlich jeder. Die gute Gasdurchlässigkeit ist wenigen bekannt, aber auch erwiesen.

Weiters soll der Spray noch Schmutzabweisend wirken und die Lebensdauer von eigentlich allem, was man damit einsprüht verlängern.

Ein wichtiger Punkt heutzutage ist natürlich die Umwelt. Der Spray hat keinerlei Zertifizierungen. Weiters weißt er nicht auf gute Abbaubarkeit oder ähnliches hin. Der Umweltgedanke wurde bei dem Produkt nicht so stark verfolgt wie bei anderen. Die Einsparung von Treibgasen ist jedoch ein Anfang und dass der Spray FCKW frei ist, ist auch noch gut. Die Abbaubarkeit von Silikonen ist jedoch eher schwer, aber immerhin sind sie ungiftig. Ein Pumpspray wäre natürlich noch viel besser.

Ein für mich wichtiger Punkt bezüglich der Umweltverträglichkeit ist jedoch auch der Bedarf. Laut Beschreibung müssen Materialien nur 1 Mal eingesprüht werden und die Imprägnierung soll dann doch recht lange halten. Wenn dies stimmt ist der Spray natürlich viel umweltbewusster, als ein Spray den ich mehrfach auftragen muss und ständig erneuer.

Aussehen bzw. Aufmachung des Sprays:

Die Dose ist kräftig orange mit vielen Schlagwörtern

  • -Scores 100 with single application (100 was?)
  • -Highest performance possible (possible? Aber wie?)
  • -Works better and lasts longer with 1 application
  • -extrem wasserabweisend mit funktionsfähigen Polymeren (warum sollte man auch Polymere zugeben die nicht funktionsfähig sind?)
  • -für ein Maximum an Imprögnierung und Beständigkeit

…. Herausforderung angenommen. Für mich wirken solche Worte eher abschreckend bzw. nichtssagend und vom Kauf eher abschreckend. Ich hätte mir den Spray wahrscheinlich nicht so einfach gekauft (außer er wäre mir von vertrauenswürdigen Quellen empfohlen worden).

Bedienung:

Die Bedienung des Sprays ist auf der Rückseite gut beschrieben und intuitiv und einfach. Dose schütteln, sprühen, trocknen lassen und fertig. Eine genaue Anleitung steht auf der Rückseite der Dose.

Beim Sprühen merkt man, dass weniger Treibmittel enthalten sind, da der Strahl um einiges weniger intensiv ist, als bei anderen Dosen. Dies beeinträchtigt die Handhabung aber nicht.

Nach 24 h ist der Spray getrocknet und geruchsneutral. Das kann ich nur bestätigen! Auch beim Sprühen finde ich, dass der Spray verhältnismäßig wenig riecht. Wenn man ihn draußen anwendet merkt man nichts davon.

Praxistest:

Ich habe den Spray nicht auf Möbeln, Holz, Zelten oder ähnliches getestet. Meine beiden Testobjekte waren meine Bergschuhe und Handschuhe. Hier kam der Spray genau zum richtigen Moment.

Bergschuhe:

Bei einer Regenwanderung vor der erneuten Imprägnierung mit dem Silicone Water-Guard hatte ich extra die guten Bergschuhe an, aber dennoch nasse Füße. Eine neue Imprägnierung musste auf die Schuhe! Nachdem ich die Schuhe gut gebürstet und gewaschen hatte nahm ich noch die Schuhbänder heraus und imprägnierte diese mit dem Silicone Water-Guard. Die Handhabung war einfach und das Ergebnis felckenfrei. 2 Tage später stand die nächste Regen-/Schnee-Tour am Programm. Da es lange Touren waren, hoffte ich stark auf die Fähigkeiten des Sprays.

Ich wurde nicht enttäuscht!

Ich konnte mich problemlos in kleine Bäche stellen, ohne dass meine Füße in den Schuhen nass wurden.

Im Schnee konnte der Imprägnierspray sich nicht direkt beweisen. Da er eher kalt und pulvrig war, bzw. später die Gamaschen den Schuh schützen. Nach der Tour wurden die Schuhe jedoch zum Trocknen gestellt. Hier schmilzt dann natürlich die Eiskruste auf den Schuhen. Das Obermaterial des Schuhs sah dann zwar schon etwas feucht aus, innen blieb der Schuh jedoch absolut trocken! Die schmutzabweisende Wirkung kann ich mir allgemein bei dem Spray gut vorstellen, konnte sich jedoch beim Wandern durch den Schlamm nicht so stark durchsetzen.

Fazit: Leichte und schnelle Anwendung, top Imprägnierung, trockene Füße!

Handschuhe:

Bevor ich nicht die vielseitigkeit des Sprays gelesen hatte, wäre ich eigentlich nie auf die Idee gekommen meine Handschuhe zu imprägnieren. Vielleicht waren es aber auch die nassen und kalten Finger die ich im Schnee hatte. Vielleicht würde der Spray ja helfen. Die Handschuhe bestehen aus GORE® und WINDSTOPPER® Material. Daher sollte der Spray gut wirken. Nachdem die Handschuhe frisch gewaschen wurden, wurden auch sie einfach eingesprüht und einen Tag trocknen gelassen. Der erste Test der Handschuhe war dann mit einem Wasserkübel. Ich war wirklich fasziniert, dass die Handschuhe so wasserabweisend waren. Ich konnte Wassertropfen auf den Handfächen hin unf her kullern lassen.

Nun aber der Härtetest. Mit den Händen in einen Wasserkübel. Die Hände blieben wirklich lange trocken. Der Wasserdurchbruch war dann aber plotzlich. Der Umschwung von komplett trockenen Händen zu komplett nassen Händen war recht abrupt. Das war auch optisch gut ersichlich. Ich will mit meinen Handschuhen ja auch nicht schwimmen gehen, daher ist das absolut ok. Dieser einfache Test machte es mir auch gut möglich die Langlebigkeit der Imprägnierung zu testen. Ich lies den Handschuh gut trocknen und versuchte das ganze erneut. Diesmal im direkten Vergleich mit dem 2. Handschuh, welcher noch frisch eingesprüht war. Beide handschuhe hielten eine gute Zeit lang trocken, der frisch eingesprühte aber ein klein wenig länger. Dies überzeugte mich schon sehr!

Wasserabweisend:

Durchnässt:

Fazit: Ich freue mich schon auf die nächste Tour im Schnee, da meine Finger jetzt sicher länger trocken bleiben!

Ich finde den Silicone Water-Guard von Atsko ein wirklich tolles Produkt. Eine Dose für alles! Die Imprägnierung ist top und die Materialien bekommen nicht diesen typischen Gestankt! Mit nur 10€ / Dose auch noch sehr preiswert.

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Imprägnierspray mit Siliconanteil - Putzguide vor dem Imprägnieren
King Review
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ProduktScout
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30. August 2018
Imprägnierspray mit Siliconanteil - Putzguide vor dem Imprägnieren

Vorteile

  • einmalige Anwendung ausreichend
  • stark Wasserabweisend
  • einfache Handhabung
  • Atmungsaktivität bleibt erhalten
  • Schuhe dunkeln nicht nach
  • Preis

Nachteile

  • kein Pumpspray
  • CO2
  • nicht sehr ergiebig
  • Geruch
  • Rasen ist abgestorben
  • kein kurzfristiges Einsprühen möglich

Die Bewertung

Griast eich!

Die passende Imprägnierung zu finden, die wirklich effektiv Wasser abweist und trotzdem atmungsaktiv ist, nicht dauernd erneuert werden muss und einfach anzuwenden ist, ist gar nicht so einfach.

Ich habe für euch den Silicone Water-Guard Sno-Seal von Atsko getestet und kann gleich hier zu Beginn sagen, das Produkt hat seine Stärken und Schwächen. Aber bevor wir direkt zur Imprägnierung kommen, beginnen wir erst einmal mit der Vorarbeit, welche vor dem Einsprühen getan werden sollte. Dieser Produkttest soll also auch als Guide zur Vorbereitung und Anwendung von Imprägnierungen dienen.

Ich habe die Imprägnierung bis jetzt an meinen Wanderschuhen ARCO GTX von LOWA getestet. Die Imprägnierung ist für Membranen wie GoreTex etc. geeignet, welches die Schuhe auch haben. Ich könnte den Spray also auch für meine Hardshelljacken verwenden, da diese aber noch relativ neu sind und die Imprägnierung noch zu 100% vorhanden, könnte ich zum jetzigen Zeitpunkt die wasserabweisende Funktion nicht nur auf die Imprägnierung von Sno-Seal beziehen. Deswegen die Wanderschuhe, da diese auch des Öfteren Imprägniert werden müssen nach dem putzen.

Bevor man die Wanderschuhe imprägniert müssen sie komplett gesäubert werden, ansonsten sprüht man schon auf den vorhandenen Dreck und die wasserabweisende Funktion ist nicht gewährleistet.

Ich reinige meine Wanderschuhe nach eigener Erfahrung und sehr ähnlich wie ich meine Sneaker auch reinige, dies ist meine persönliche Empfehlung (:

Bevor man die Schuhe mit Wasser reinigt sollte man sie mit einer groben Bürste abreiben. So wird Dreck wie angetrocknete Erde ganz einfach entfernt. Würde man gleich mit Wasser den Schuh reinigen, würde man die trockene Erde feucht machen und in den Schuh hineinreiben, was den Aufwand der Reinigung erhöht.

Nach der Behandlung mit der groben Bürste:

Ist der grobe Dreck entfernt benutze ich eine Bürste von Jason Markk mit Schweinehaaren. Diese sind besonders gut für Wildleder, Mesh, Canvas und Nubuk geeignet, da die Borsten nicht so hart sind und somit die Oberfläche nicht aufrauen. Die Bürste immer feucht halten und den restlichen Dreck entfernen.

Nach der Reinigung mit Wasser und der Schweinehaarbürste:

Jetzt ist es noch ganz wichtig, dass die Schuhe komplett trocken sind bevor man sie imprägniert! Eigentlich sollte man die Schuhbänder herausnehmen vor dem Einsprühen, denn so sprüht man an diese Stellen nur die Bänder ein und nicht den Schuh! Dies hab ich aber nicht gemacht (:

Nun zum Silicone Water-Guard, die Sprühflasche enthält 380ml und eine Behandlung soll ausreichen, damit die Schuhe komplett Wasserdicht/Wasserabweisend sind. Die Flasche muss ordentlich geschüttelt werden und dann kann man auch schon lossprühen. Circa 30cm sollte man die Flasche von den Schuhen weghalten. Man sollte auch richtig auf den Sprüher drücken, damit ein ordentlicher Sprühnebel aus der Flasche kommt. Drückt man nur leichter kommen größere Tropfen aus der Flasche.

Schön jede Seite einsprühen:

Wie ihr sehen könnte sprühe ich auch etwas des Silikonsprays in den Rasen, was unvermeidlich ist. Am nächsten Tag war circa ein Kreis mit 50cm Durchmesser braun im Rasen. Das Gras ist also abgestorben, hier kann sich jeder seine eigene Meinung machen.

Komplett eingesprüht dunkelt der Schuh nach, aber nur solange er noch nicht getrocknet ist. Das Trocknen dauert 24 Stunden. Danach hat der Schuh auch wieder die Originalfarbe. Einen Vergleich seht ihr hier einmal gleich nach dem Einsprühen und dann wieder den getrockneten Schuh.

Rechts eingesprüht links nicht:

Beide Schuhe getrocknet:

Man muss sagen, dass Imprägniermittel riecht sehr stark chemisch und laut Hersteller kann es auch bis zu 72 Stunden dauern bis der Geruch weg ist. Bei mir war dies nach 24 Stunden schon der Fall und der Schuh riecht wieder wie ohne Imprägnierung.

Nun zur wasserabweisenden Funktion: Ich habe zuerst feinen Sprühnebel auf die Schuhe gegeben, dieser perlt schön ab und lässt sich einfach herunterpusten. Nun unter den Wasserstrahl, auch hier wird kein Wasser vom Schuh aufgesaugt alles perlt ab. Der Nutzen der Imprägnierung ist also zu 100% gewährleistet. Auch beim Wandern, egal ob bei Regen oder wenn man einen Bach quert, funktioniert super!

Preis der Dose liegt bei circa 12€, was ich angemessen finde.

Ich gebe dem Imprägnierspray auch 4 Zelte, es hat zwar einige Nachteile, diese wirken sich jedoch nicht auf die Funktion des Imprägnierens aus.

Pfiats eich!

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hocheffektiv, aber wenig ergiebig
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7. April 2017
hocheffektiv, aber wenig ergiebig

Vorteile

  • Dauerhafte Imprägnierung
  • Simple Anwendung
  • PFC-frei
  • Funktioniert auf allen Textilien
  • Schnelle Anwendung
  • Übersteht auch mehrere Waschgänge

Nachteile

  • Dosierung könnte ergiebiger sein
  • Nur im Freien verwenden!

Die Bewertung

Nach einer kurzen, aber sehr guten und intensiven Beratung im Laden (Lauche & Maas, München) fiel die Wahl nicht mehr schwer - das Atsko Sno-Seal Water-Guard Silicone scheint tatsächlich das Beste unter seinesgleichen zu sein. Warum?

  1. Die Anwendung ist super simple. Das Imprägniermittel aus der Dose funktioniert wie jede gewöhnliche Spraydose: Schütteln, Verschlusskappe abziehen, Sprühkappe drücken und dann großflächig verteilen! 
  2. Nach einer Anwendung ist die Bekleidung (wahlweise sogar für Zelte geeignet!) je nach Beanspruchung bis zu einem halben Jahr (bei seltenem Tragen und Waschen auch länger!) sichtlich wasserabweisend. Das Wasser perlt großperlig ab und hinterlässt keinen feuchten Film. Wasserflecken? - Nein!
  3. Das Imprägniermittel ist auf Silikonbasis hergestellt, kommt also ohne PFC aus, und schützt nicht nur vor Wasser, sondern auch vor Fett, Öl und Schmutz.

Diese Argumente haben mich erstmal überzeugt. Und in der Tat auch in der Praxis lässt das Atsko Sno-Seal Water-Guard Silicone keine Zweifel aufkommen. Bisher konnte ich bei der Imprägnierung noch keine Mängel feststellen! Meine Jacken mit Dry-Q Elite Membran und einem Polyester Oberstoff vertragen sich bestens mit dieser Imprägnierung. Wasser wird direkt auf der Oberfläche abgehalten. Eventuell leidet hierunter die Atmungsaktivität, aber darauf kommt es mir nicht so sehr an - ich will ja eine wasserdichte Jacke wenn es regnet und/oder schneit! Der Hersteller gibt an man sollte erst das Textil auf eventuelle Verfärbungen testen, jedoch habe ich bei verschiedensten Einsätzen noch nie eine Verfärbung an meinen Jacken, Hosen oder Schuhen festgestellt.

Zwei (kleine) Nachteile hat dieses Imprägniermittel jedoch:

  1. Es riecht sehr unangenehm und synthetisch. Daher sollte diese Imprägnierung ausschließlich im Freien verwendet werden. Zudem wird als Treibmittel CO2 verwendet. In geschlossenen Räumen trägt dies nicht zur Gesundheitsförderung bei! Allerdings hinterlässt das Spray keine Geruchsrückstände, so dass man seine Jacke/Hose/Schuhe bereits direkt nach dem Trocknen wieder anziehen kann.
  2. Evetnuell nutze ich das Dosenspray sehr extensiv - zu extensiv(?) - aber mehr als zwei Jacken, manchmal noch zusätzlich eine Hose, schaffe ich in der Regel nicht damit zu imprägnieren. Dafür erzielt man so ein optimales Ergebnis!

Nach dem Imprägnieren ist es ratsam seine Jacken/Hosen/Schuhe/Zelt(e) an einem gut gelüfteten Ort für mindestens 12 Stunden trocknen zu lassen! Nur so kann das Imprägniermittel tief in das Gewebe einziehen. Ob durch eine anschließende Fahrt im Trockner das Ergebins noch weiter verbessert wird, kann ich nicht sagen. Aber immerhin bin ich nach noch keiner Anwendung enttäuscht worden.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht für dieses Produkt völlig in Ordnung! Man bekommt eine sehr hohe Qualität, für eine simple Anwendung mit einer extrem langen Haltbarkeit.

Wie alle Imprägniermittel, sollte auch dieses nicht mit anderen Mitteln (Waschimprägnierung, etc.) kombiniert werden. Auch für zukünftige Anwendungen sollte man bei demselben Mittel bleiben, um die Performance des Bekleidungsstücks nicht zu beeinträchtigen (so zumindest die Beratung im Laden).

Das Atsko Sno-Seal Water-Guard Silicone kann auf allen Textilien angwendet werden. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass Baumwollmischgewebe (ca. 75% BW + 25% Poly.) nur extrem schwer imprägniert werden können. Selbst dieses doch sehr gute Produkt stößt hier allmählich an seine Grenzen. Für ein paar Ausflüge in leichtem Regen reicht es dennoch.

 

ACHTUNG: Nie von Innen auf Jacken/Hosen mit einer Membran (Gore-Tex, Sympatex, OutDry, Q-DryElite, Hyvent, Ceplex, Venturi, Megatex, etc.) sprühen! Damit wird die Atmungsaktivität der Jacke/Hose endgültig gekillt! 

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