MANFROTTO 190 Alu 4 Seg.+ MHXPRO-3W - Stativ

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Stabiles Stativ für DSLRs des mittleren Segments.
King Review
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ProduktScout
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12. Februar 2017
Stabiles Stativ für DSLRs des mittleren Segments.

Vorteile

  • Segmente mit Click-Verschlüssen
  • Beine anwinkelbar
  • Mittelsäule schwenkbar
  • 3-Wege Neiger mit einstellbarer Dämpfung
  • stabiles Alu Rohr
  • weitestgehend Schwingungsresistent

Nachteile

  • zu hohes Gewicht zum Wandern o.ä.

Die Bewertung

Das Manfrotto 190-XPROB mit 3-Wege Neiger ist ein Stativ für DSLRs des mittleren Segmentes. Das heißt für semiprofessionelle Vollformat- bzw. Crop-Kameras unter 1kg plus den entsprechenden Objektiven. Größere Kameras wären auch möglich, jedoch wird das Stativ bei höherem Gewicht leichter schwingungsanfällig. 

Meine maximal getestete Beladung dieses Statives lag mit einer Nikon D7000 und dem AF-S 70-200/2.8 VR bei ca. 2,2kg. Dieses Gewicht ist bei eingefahrener Mittelsäule vollkommen problemlos. Möchte man allerdings die Mittelsäule ausfahren und/oder die Beine abspreizen, merkt man, dass das Stativ leichter in Schwingung kommt und die Bilder unscharf werden.

Aufgrund der vier Segmente lässt sich das 190-XPROB verhältnismäßig klein zusammenfahren. Jedoch baut der 3-Wege Neiger recht hoch auf, sodass sich im zusammengeschobenen Zustand noch eine Höhe von 60cm ergibt. Für den Transport habe ich mir eine gepolsterte Tasche von Cullmann gekauft, welche sowohl als Schultertasche getragen werden kann, als auch Handgriffe besitzt. 

Mit ausgefahrener Mittelsäule kommt man auf eine maximale Höhe von 1,73m, eingefahren auf immerhin noch 1,49m. Diese Höhe ist perfekt, um aufrecht stehend fotografieren zu können, was leider bei den meisten leichten, kleinen Stativen nicht möglich ist. Zudem bietet diese Höhe genügend Reserven, um die Beine zur besseren Standsicherheit etwas einfahren zu können und so die dünnsten Elemente zu entlasten.

Das Stativ schlägt inkl. Kopf mit 3kg zu buche. Dies ist der einzige Punkt, der zum Punktabzug führt. Seitlich am Rucksack montiert zieht es einseitig stark runter. In den meisten Rucksäcken lässt es sich aufgrund der Größe nicht unterbringen. Daher auch die Wahl zur Transporttasche. Für ein nächtliches Fotoprojekt in der Schweiz auf einer Bergspitze musste ich das Stativ inkl. komplettem Kameraequipment im großen Trekkingrucksack unterbringen. Dies hat mich zur Überlegung zum Kauf eines 2.-Statives geführt, was bisher noch aussteht. Für solche Projekte ist dieses Stativ nicht empfehlenswert, da es für lange Transportstrecken zu Fuß schlichtweg zu schwer ist, einzig die Bilder entlohnen nach dem harten Weg.

Die Wahl des Stativkopfes ist immer eine Glaubensfrage. Meine Wahl fiel auf einen 3-Wege Neiger, da dieser sehr genau in die Waage gebracht werden kann und man sich die Option frei hält auch mal kleine Clips damit zu drehen. Glücklicherweise lässt sich die Dämpfung beider Kippwege einstellen und die Hebel in der Länge verstellen. Dies sorgt für ein gutes Feingefühl für die Führung der Kamera und ähnliche Bewegungsmöglichkeiten wie bei Videostativen. Natürlich erreicht der 3-Wege Kopf die Qualität der Dämpfung eines Videostativkopfes nicht ansatzweise, stellt jedoch eine gute Kompromisslösung für den Notfall bereit.

Zur Nivellierung des Statives ist eine Rundlibelle unterhalb des Stativkopfes angebracht. Den Kopf wiederum kann man mit drei Libellen in Nähe der Kameraaufnahme in alle Achsen ausrichten. Der Kopf enhält zudem im Inneren eine Grad-Anzeige bspw. für Panoramafotos.

Als Stativplatte kommt die Manfrotto PL200 zum Einsatz, die auf verschiedene Köpfe von Manfrotto in dieser Größe passt.

Die Mittelsäule ist sowohl in der Höhe verfahrbar, wie auch kippbar. So kann man diese komplett herausziehen und dann umklappen. Einmal um 90° geklappt lässt sie sich wiederum auf ihrer gesamten Länge in der Führung verschieben.

Mithilfe der Gummifüße findet man auf jedem Untergrund einen sicheren Stand. Ist das nicht ausreichend, kann man die Füße auch demontieren und nachgekaufte Spikes einschrauben.

Zwischen zwei Beingelenken bietet das Stativ einen Anschraubpunkt für weiteres Zubehör, von Manfrotto "Easy Link" genannt. Hier können bspw. Videoleuchten, Filterscheiben oder anderes Equipment mithilfe von Stangen oder Schwanenhalshalterungen befestigt werden.

Die Materialwahl und -verarbeitung dieses Statives und des Kopfes ist hervorragend. Die Verschlüsse schließen satt und leiern auch mit der Zeit nicht aus. Alle Plastikteile machen einen hochwertigen Eindruck und zeigen bisher keine Ermüdungen.

Fazit: Diese Qualität hat natürlich ihren Preis; sowohl finanziell wie auch im Gewicht spürbar. Ist man oft mit der Kamera unterwegs, jedoch immer in der Nähe seines Fortbewegungsmittels, so stellt dieses Stativ eine gute Wahl dar. Es ist relativ klein zusammenschiebbar und so gut zu transportieren. Am Ort des Geschehens bietet es einen festen und wackelfreien Stand für die Kamera und viele Möglichkeiten der Positionierung.

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