Nasse Socken? Nicht mit mir - Sno Seal!
VORTEILE
- geruchsarm
- gute Qualität
- farblos
NACHTEILE
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,
Ich Stelle euch hiermit das Schuhimprägnier-Mittel „SNO SEAL“ vor.
Kurz vorweg: Wieso Imprägniert man Schuhe? Sind die nicht sowieso Wasserdicht? Nun ja, Gummistiefel sind das. Man kann ja versuchen mit diesen eine Lange Wanderung zu unternehmen. Vermutlich wird man sie danach ausleeren können, weil man sie vollgeschwitzt hat =). Aber wenigstens hat man in den Bach steigen können mit trockenem Fuß – ach nein, auch das ging nicht!
NEIN, Schuhe sind nicht wasserdicht wie sicher alle wissen. Sie sind Atmungsaktiv. So nennt man es, wenn der Schweiß (in dampfform) aus dem Schuh hinauskann, jedoch Wasser in flüssiger Form nicht hinein.
Dieser Effekt ist mit Erwerb eines guten Schuhs bereits vorhanden.
Um nun diesen Effekt sowohl zu erhalten, als auch zu pflegen und zu verstärken kommt das SNO-SEAL ins Spiel.
Das Mittel basiert aus Bienenwachs. Wachs allgemein ist Hydrophob, das bedeutet es ist Wasserscheu. Versucht mal eine Kerze nass zu machen – es wird nicht klappen, das Wachs bleibt gänzlich trocken =). Diesen Abstoßenden Effekt macht man sich beim Imprägnieren zu Nutze: Dass Wasser, welches von außen eindringen will, wird vom Wachs abgestoßen und so am Eindringen gehindert. Der Dampf, welcher von innen heraus möchte, kondensiert außen und wird ebenso einfach abgeperlt.
Schuhe atmungsaktiv zu erhalten ist nicht einfach. Sie sind meist sehr grobem Abrieb ausgesetzt und damit ist natürlich ein normaler Spray mit Silikonpartikeln eher unbrauchbar. Die Partikel würden binnen einer Tour wieder abgerieben sein, und damit wäre die Wirkung hinfällig.
Wachs hingegen ist klebrig und eine zähe Masse. Wenn sich dieses Wachs bis in die Poren des Leders einarbeitet, dann bekommt man es nicht so schnell wieder heraus. Die Wirkung bleibt über viele Touren erhalten bis das Wachs irgendwann Spröde wird und abbröckelt. Dann wird’s Zeit für eine neue Behandlung.
Wie sieht diese Behandlung aus: Es ist ein wenig mühsam, doch wer seine Ausrüstung liebt macht das mit einer gewissen Genugtuung. Man „massiert“ das Wachs förmlich ein in das Material. Keine Sorge, es stinkt nicht, im Gegenteil manche werden den Geruch sogar sehr mögen. Wenn man nun zufrieden ist mit der aufgetragenen Menge, dann streift man den Überschuss mit einem Taschentuch oder Fetzen ab. Fertig! Im Idealfall macht man das Ganze noch ein paar Tage vor der Tour und man ist auf der sicheren Seite, dass das Mittel auch fest in den Schuh eingedrungen ist.
Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Man hört generell von vielen Seiten, dass Bienenwachsprodukte das Optimale Mittel der Wahl sind um Schuhe zu behandeln. Sie sind dicht und dennoch nicht Schweißfeucht – Super Ergebnis!