Per Atera ad astra - Hochwertiger und robuster Träger
VORTEILE
- Erweiterbar auf vier Räder
- Einfache und schnelle Montage
- Hervorragender Kundenservice
- Relativ klein zusammenfaltbar und relativ leicht
- Robust und sicher
- Praktischer Abklappmechanismus
NACHTEILE
- Leichte Probleme mit Ratschenverschluss
- Nicht günstig
BEWERTUNG
Erfahrungsbericht: Atera Forza L für 3 Fahrräder – Mein erster Heckgepäckträger im Gravelbike- und MTB-Test
Einleitung
Als begeisterter Gravelbike-Fahrer bin ich ständig auf Achse. Ob Waldautobahn, Schotterpiste oder Flowtrail — mein Bike ist immer dabei. Bisher habe ich es meist umständlich im Kofferraum verstaut oder aufs Dach gehievt. Beides ist unpraktisch, vor allem, wenn man mit mehreren Bikes unterwegs ist. Für ein verlängertes Gravel- und MTB-Wochenende im Allgäu mit zwei Freunden wollte ich deshalb zum ersten Mal einen Heckgepäckträger auf der Anhängerkupplung ausprobieren.
Nach reichlich Recherche fiel die Wahl auf den Atera Forza L für 3 Fahrräder — ein Träger, der sowohl für Gravelbikes als auch für Mountainbikes geeignet sein sollte. Wie er sich geschlagen hat und ob er hält, was er verspricht, liest du hier.


Technische Daten im Überblick
Merkmal
Atera Forza L für 3 Fahrräder
Eigengewicht
- ca. 21 kg
Max. Zuladung
- 65 kg (30 kg max. pro Schiene)
Abmessungen (aufgebaut)
- ca.1200 / 710 / 945 mm
Packmaß (geklappt)
- 225 x 565 x 945 mm
Max. Reifenbreite
- bis 4,0 Zoll
Max. Radstand
- bis 1350 mm
Rahmendurchmesser
- 22–80 mm
Steckverbindung
13-poliger Stecker
Abklappmechanismus
- Ja, auch beladen
Diebstahlsicherung
- Ja, für Träger und Fahrräder
Besonderheiten
- vormontiert, werkzeuglose Montage, zusammenklappbar
I. Montage im Detail
Da ich bisher noch nie einen Heckgepäckträger für die Anhängerkupplung verwendet hatte, war ich anfangs etwas skeptisch, wie kompliziert das Ganze werden würde. Um es vorwegzunehmen: Die Montage des Atera Forza L ist wirklich sehr easy und angenehm durchdacht. Mitgeliefert wird auch ein Quick Start Guide. Ebenfalls gibt es bei Youtube Videos zur Montage, die einem den Aufbau bei Schwierigkeiten noch einmal erleichtern können.


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So lief’s bei mir ab:
1. Auspacken & vormontierter Zustand:
Der Träger kommt zu 95 % vormontiert. Lediglich die Haltearme und die Rückleuchten sind fix und fertig installiert. Ich musste nichts zusammenschrauben oder aufwendig zusammenstecken.


2. Aufsetzen auf die Kupplung:
Der Träger wird mittig auf den Kugelkopf der Anhängerkupplung gesetzt. Durch die offene Unterseite der Kupplungsaufnahme und die kompakte Bauweise kann man ihn problemlos alleine handhaben —, auch wenn er mit seinen 18,5 Kilo kein Fliegengewicht ist. Am besten hebt man ihn mittig an der Grundträgerstange und positioniert ihn über dem Kugelkopf. Das Ausrichten war super easy und schnell gemacht, sodass die Abstände parallel sind

3. Spannhebel schließen:
Sobald der Träger korrekt aufsitzt, wird der große, ergonomische Spannhebel nach unten gedrückt. Der Mechanismus rastet satt ein. Wenn es zu einfach oder zu schwer einrastet, kann man es an einem Rädchen noch verstellen.

4. Diebstahlsicherung aktivieren:
Nachdem der Spannhebel eingerastet ist, wird dieser mit dem mitgelieferten Schlüssel abgeschlossen. So lässt sich der Hebel nicht mehr öffnen und der Träger ist vor schnellem Diebstahl geschützt. Wochenlang würde ich das Teil aber trotzdem nicht draußen stehen lassen, trotz Diebstahlsicherung.

5. Rückleuchten und Kennzeichen:
Die Rückleuchten sind bereits montiert und müssen lediglich mit dem 13-poligen Stecker an die Anhängersteckdose des Fahrzeugs angeschlossen werden. Das geht problemlos und ohne Kraftaufwand. Das dritte Kennzeichen (muss natürlich vorher bestellt werden, falls man keins daheim hat, so wie ich) wird in den dafür vorgesehenen Rahmen geklemmt – auch das dauert keine Minute.




6. Abklappmechanismus kann jetzt ausprobiert werden, um zu schauen, ob man den Winkel noch verstellen möchte.


7. Haltearme ausrichten:
Die drei Rahmenhaltearme sind mit gummierten Klemmbacken ausgestattet und lassen sich ebenfalls werkzeuglos an die Rahmenhöhe und -dicke der Bikes anpassen. Dazu muss aber das Schloss aufgeschlossen sein und die Gurte herausgezogen sein. Erst dann lässt sich der Verstellmechanismus an den Haltearmen öffnen und somit dann verschieben.
Die Ratschen haben einen Mechanismus integriert, die ein Überspannen und somit ein Quetschen bzw. Beschädigen des Lacks des Rahmens verhindern. Im kern sind die Ratschen mit Metall verstärkt und bieten somit einen leichten Diebstahlschutz, zusätzlich halten Gummipolster die Ratschen vernünftig am Rahmen.

8. Spanngurte für die Laufräder:
Zuletzt werden die Felgen in die breiten Schalen gestellt und mit den stufenlos verstellbaren Spanngurten fixiert. Die Gurte sind lang genug für Gravel- und MTB-Reifen bis 3,0 Zoll (ca. 8 cm) und lassen sich fest anziehen, ohne die Felge zu beschädigen. Dabei ist acht gegeben worden auf ein einfaches, aber tolles und praktisches Feature. Denn die Spanngurte können, bevor man sie um das Laufrad legt, in einen Schlitz gesteckt werden, sodass sie nicht nervig bei der Montage der Räder im Weg sind.


Die Haltearme lassen sich schließlich noch abschließen. Hier habe ich tatsächlich ein wenig gestruggelt, da das Schloss immer wieder Probleme beim Schließen hatte. Hier habe ich den Kontakt zu Atera gesucht, um einen Ausweg aus diesem Problem zu finden. Atera hat sich hier überragend kundenfreundlich verhalten und ohne viel Hin und Her zwei neue Haltearme mit neuen Zylindern zugeschickt. Mit diesen gab es danach auch keinerlei Probleme, sodass alles einwandfrei funktionierte.

Nutzerfreundlich sind auch die unterschiedlichen Farben an dem Träger, sodass man eigentlich direkt auch weiß, an welchen Hebeln man ansetzen sollte, um den Forza zu montieren.
Perfekt für kleinere Garagen oder auch für unterwegs, ist einfach, dass man den Forza relativ kompakt zusammenklappen kann, sodass er selbst in unserem kleinen Kona beim Umklappen einer Rückwand reinpasste.


Zeitaufwand für die komplette Montage beim ersten Mal:
Ca. 15 Minuten (inklusive Lesen der Anleitung)
Beim zweiten Mal hatte ich’s in knapp 8 Minuten erledigt, und das alleine.
Was mir an der Montage besonders gefällt:
- Werkzeuglos: Man braucht weder Schraubenschlüssel noch Inbus oder ähnliches. Alles wird per Spannhebel erledigt.
- Diebstahlsicherung direkt integriert für Träger und Bikes — kein Nachrüsten nötig.
- Die Haltearme lassen sich einfach am Träger ebenfalls verstellen. Dies gelingt auch während der Montage der Räder einarmig.
- Ergonomischer Spannhebel: Lässt sich auch mit wenig Kraft gut bedienen.
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- Der Abklappwinkel lässt sich verändern, habe ich aber selbst nicht ausprobiert, da es nicht notwendig war.
Zusammenfassung der Montage:
Die Montage des Atera Forza L ist durchdacht, schnell und sicher. Selbst für Neulinge wie mich war es völlig problemlos. Kein Hantieren mit Werkzeug, keine hakeligen Mechanismen, sondern solide Technik, die man sofort versteht. In meinen Augen ein absolutes Kaufargument für Leute, die einen zuverlässigen und benutzerfreundlichen Träger suchen.
II. Beladung: Gravelbikes & Mountainbikes im Test
Beim ersten Einsatz haben wir folgende Räder transportiert:


- Mein Alu-Gravelbike (58er Rahmen, 10,2 kg, 40 mm Reifen)
- Ein Carbon-Gravelbike (56er, 9,1 kg, 45 mm Reifen)
- Ein MTB Hardtail (Rahmengröße L, 13,8 kg, 2,4 Zoll Bereifung)


Selbst beim MTB war genug Platz zwischen den Bikes, dank der variabel einstellbaren Haltearme und den Schienen. Die Rahmenhalter sind gummiert, schützen auch empfindliche Carbon- und Alurahmen und lassen sich individuell anpassen.

Die Spanngurte für die Laufräder sind lang genug, um meine 2,4 bis 2,8 Zoll-MTB-Reifen ohne Stress zu fixieren. Für Fatbikes wird’s eng, aber für alles bis Enduro oder Trail-Hardtail ist der Forza L absolut geeignet.


Fahrverhalten und Sicherheit
Auf unserer knapp 620 km langen Tour durchs Allgäu über Autobahn, Landstraße und Feldwege hat sich der Träger absolut bewährt:
- Kein Klappern
- Kein Wackeln
- Stabil auch bei 130 km/h auf der Autobahn
- Abklappmechanismus funktioniert perfekt.

- Rucksäcke aus dem Kofferraum holen? Kein Problem. Abklappen, Klappe auf, Träger wieder hoch – in 5 Sekunden erledigt
Auch die Diebstahlsicherungen für Träger und Fahrräder funktionieren zuverlässig und vermitteln ein gutes Gefühl, wenn man mal eine Stunde auf der Autobahnraststätte sitzt oder im Biergarten pausiert.
Fazit nach dem Einsatz
Der Atera Forza L für 3 Fahrräder hat mich als Gravelbike-Fahrer und Gelegenheits-MTBler auf ganzer Linie überzeugt. Er ist
- hochwertig verarbeitet,
- absolut alltagstauglich,
- werkzeuglos montierbar
- und erstaunlich kompakt im zusammengeklappten Zustand.
Für Gravelbikes ist er wie gemacht, aber auch MTBs mit bis zu 3,0 Zoll-Reifen und langen Radständen lassen sich problemlos und sicher transportieren. Dank der flexiblen Schienenanordnung und den langen Gurten bleiben die Bikes fest an Ort und Stelle, selbst auf holprigen Straßen.

Was ist mir beim Test noch aufgefallen bzw. was würde ich mir für Optimierungsmöglichkeiten wünschen? Hierbei ist direkt festzuhalten, dass das Klagen auf ganz hohem Niveau ist. So würde ich mir etwas breitere, etwas flexiblere Ratschenbänder wünschen, die sich geschmeidiger um einen Rahmen legen.