Klasse umweltbewusste Carbonpaste die kaum verkratzt!!!
VORTEILE
- 80% (auf der Herstellerhomepage sogar mit 90% angegeben?) aus nachwachsenden Rohstoffen
- 100% biologisch abbaubar
- Keine Farb- Duft oder Lösemittel
- Greift keine Fahrradkomponenten an
- 100% Made in Germany
- Weißt auch Wasser und Schmutz ab
NACHTEILE
- Preis schon recht ordentlich
- Kein Pinsel dabei
- Eine Tube wäre mir lieber gewesen (aber hier hat man dann auch Plastik)
BEWERTUNG

Vorwort:
Über Carbonpaste kann man natürlich nicht arg viel erzählen, denn entweder sie erhöht die Reibung, hält lange, verkratzt die Teile nicht all zu heftig oder eben nicht.
Ich würde zuerst einmal meine Meinung zur Verwendung von Carbonpaste preis geben, wann diese angebracht bzw. man sie verwenden sollte.
Generell überall wo man am Fahrrad sehr feine und auch filigrane Teile montiert würde ich zu einer Carbonpaste greifen. Denn sie erhöht durch ihr Mikrokristalle die Reibung zwischen den verbauten Teilen und somit ist deutlich weniger Drehmoment notwendig um diese fest zu ziehen. Dies wiederum erhöht natürlich die Lebensdauer dieser feinen Teile und spart hier wiederum ordentlich Geld.
Was aber auch noch wichtig ist, ist die Tatsache, dass manche Pasten die Angewohnheit haben etwas gröbere Kristalle zu beinhalten. Dies wiederum führt dann zu verkratzten Teilen was natürlich unschön ist. Jedoch kann ich euch beruhigen, dass dies die AntiDot bei mir zumindest nicht tat.
Noch recht wichtig sei dazu gesagt, dass ihr unbedingt die Teile vor der Benutzung der Carbonpaste gut reinigt!!!
Wo setze ich die Carbonpaste ein?
Hier ist mein erstes Einsatzgebiet alles rund um den Lenker. Da dieser aus Carbon besteht und somit auch recht empfindlich gegenüber Klemmkräften ist, mach ich hier am Vorbau, den Griffen, Bremsgriffen und der Schaltgriffe natürlich eine sehr dünne Schicht Carbonpaste darunter. Hier merkt man dann auch deutlich den unterschied zwischen mit und ohne Paste. Aber bitte achtet trotzdem auf das richtige Drehmoment, denn einige Carbonteile haben deutlich weniger wie man erwartet.
Eigentlich solltet ihr überall wo Carbon im Spiel ist wirklich darauf achten, dass ihr die Carbonpaste nutzt, denn Montagepasten (schmier) und Schmiermittel verhindern ja die Reibung der Teile was wiederum dazu führt dass ihr die Teile mehr Anziehen müsst, was wiederum dem Carbon nicht gut tut.
Jedoch könnt ihr die Carbonpaste auch an Teilen nutzen, die z.B. aus Aluminium bestehen. Denn auch hier hilft die Paste, bei geringeren Klemmkräften mehr Reibung aufzubauen.
Kurzum bei allen Klemmverbindungen könnt ihr ohne Probleme Carbonpaste verwenden und dann vlt. 0,5 - 1NM weniger Drehmoment wie vorgegeben anziehen.
Wo solltet ihr die Carbonpaste nicht einsetzen?
Auf keinen Fall solltet ihr Carbonpaste bei Lagern oder sonstigen Dingen die sich drehen bzw. leicht laufen müssen anwenden. Denn das würde exakt das Gegenteil bewirken.

Nun zur Antidot Carbonpaste:
Die Antidot Carbonpaste funktioniert einwandfrei, verkratzt die Carbonteile nicht übermäßig stark und ist zudem auch noch sehr umweltbewusst erzeugt.
Die Paste riecht nicht negativ und von der Farbe her ist sie auch fast schon transparent. Lediglich den speziellen Pinsel (nen normaler tuts meiner Meinung nach auch) muss man dazu kaufen was ich etwas unschön bei dem Preis finde.
Eine Tube wäre mir persönlich etwas lieber, da ich mir dann den Pinsel spare und exact dort die Tropfen schmieren kann wo ich es will aber das ist Geschmackssache.

An sich ist die Antidot Carbonpaste ein super Produkt, dass lediglich zwecks des doch recht hohen Preises einen Stern Abzug bekommt. Hier sage ich auch noch dazu, dass ich sie mir wieder kaufen werde (sie wird aber sehr lange halten), da ich an solchen Dingen nicht unbedingt die 2 - 3 Euro sparen will und dann ggf. mit verkratzten Teilen konfrontiert werde.
Verdiente 4 Sterne und Kaufempfehlung!!!