Bio? Logisch für Antidot und deren Bikefett
VORTEILE
- gut zu verarbeiten
- zu 50% aus nachwachsenden Rohstoffen
- 100% biologisch abbaubar
- praktische Dose (große Entnahmeöffnung)
NACHTEILE
- Pinsel nicht enthalten
BEWERTUNG
Als Outside-Stories Produktscout bekam ich das Bikefett von Antidot zum Testen zur Verfügung gestellt.

Das Bikefett wurde als Wartungs- und Montagefett für Fahrräder entwickelt. Wie alle Produkte von Antidot wird auch bei deren Bikefett ein hohes Augenmerk auf ein ökologisches Produkt gelegt. Der Hersteller gibt an, dass es zu 50% aus nachwachsenden Rohrstoffen besteht und 100% biologisch abbaubar ist.
Wie auch andere Fette wird dieses bei der Montage von Teilen zur Schmierung und als Korrosionsschutz aufgetragen. Somit wird der Verschleiß durch weniger Reibung gesenkt und bspw. Lager werden von eindringendem Wasser geschützt. Antidot weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es nicht zur Montage von Carbonteilen geeignet ist, da diese eine spezielle Carbon Montagepaste benötigen.

Von Zeit zu Zeit sollte man die beweglichen Teile eines Fahrrads kontrollieren und ggfs. nachschmieren. Bei Mountainbikes ist dies, durch höhere Belastung durch Eindringen von Schmutz häufiger notwendig, aber auch Stadträder haben diese Zuwendung nötig, da auf Straßen feiner Staub von Reifen- und Straßenabrieb dem Fahrrad auf Dauer zusetzt. Wer sein Bike liebt, sollte ihm diese Liebe hin und wieder durch Wartungen zeigen. :)
Bei einem Fully gibt es natürlich nochmals mehr bewegliche Teile, die häufig aufgrund ihrer Beschaffenheit recht wartungsintensiv sind. Um die Lager fit zu halten und ein Eindringen von Wasser zu verhindern, lohnt es gerade diese Umlenkungen häufiger zu schmieren, denn eindringender Schmutz, der sich gerne an diesen Stellen ablagert, reibt sich mit der Zeit ein. Bei meinem Bike war auch wieder eine solche Wartung nötig, daher im Folgenden einmal der Ablauf, wie man recht einfach und effektiv eine solche Wartung durchgeht und das Antidot Bikefett einsetzt. Zuerst einmal sollte das Bike gereinigt werden, je tiefer man bei der Reinigung kommt, umso besser. Hochdruck sollte generell vermieden werden, da damit auf- und eingetragenes Fett schnell ausgespült wird und sogar Lagerabdichtungen diesem Druck auf Dauer nicht standhalten.


Nach der Reinigung werden die zu schmierenden Teile demontiert, bei mir ist es der Dämpfer und die umliegenden Umlenkpunkte. Nun gilt es, diese nochmals richtig zu reinigen, dabei aber bitte nicht mit entfettenden Reinigern auf die Lager halten, sondern den Schmutz mit einem Tuch entfernen. Nach dieser Feinreinigung die Lager auf Gängigkeit prüfen und ob diese keine Rastpunkte haben. Sollte das der Fall sein, müssen die Lager ausgetauscht werden. Bei mir war alles in Ordnung, die Lager liefen einwandfrei und die Umlenkwellen hatten keine Beschädigungen.

Im nächsten Schritt werden die Lageraußenseiten gefettet, bei mir sind diese mit Kappen und Distanzhülsen abgedeckt. Vorteil des Fetts ist nun, dass sich diese Teile „ankleben“ lassen, durch die Haftung des Fetts. Wenn etwas Fett daneben geht oder überschüssiges Fett seitlich wieder herausgedrückt wird, ist das nicht schlimm, dieses kann im eingebauten Zustand abgewischt werden.



Zuletzt kommt die Montage. Dabei ist darauf zu achten, sofern Schraubensicherung im Einsatz ist, dass diese nicht in Kontakt mit dem Fett kommt und die Klebeflächen fettfrei sind. Zu guter Letzt wird überschüssiges Fett mit einem Tuch weggewischt und das Bike ist bereit für die nächste Schlammschlacht.
Von anderen Montagefetten kannte ich es, dass ein Pinsel beilag. Teilweise sind die Pinsel auch in der Verpackung integriert. Dass das bei Antidot nicht der Fall ist, verstehe ich, da es bei diesem Dosendesign schwierig ist. Ich hätte mir gewünscht, dass man diesen nicht einzeln kaufen muss, sondern dass dieser zu einer Dose Bikefett dazu gehört. Leider hatte ich gerade keinen sauberen kleinen Pinsel mehr zu Hause und so habe ich das Fett mit den Fingern aufgetragen, das ist nicht optimal, jedoch fand ich es angenehmer als mit einem Tuch aufzutragen. Nachher hilft gründliches Händewaschen und das Fett geht gut ab.
Ich bekam das Bikefett in der 100g Verpackung, die jedoch für den Privatanwender völlig ausreichend ist, da das Fett recht ergiebig ist und man damit einige Wartungen und Montagen bestreiten kann. Alternativ gibt es noch eine 900g Dose, hierbei liegt die Preisersparnis gegenüber der 100g Dose bei knapp 45%.
Fazit:
Im gesamten war ich mit der Verarbeitung des Bikefetts sehr zufrieden, über den kurzen Zeitraum kann ich noch keine Aussage über die Langzeitwirkung machen. Der erste Eindruck war jedoch gut. Negativ aufgefallen ist lediglich, dass der Pinsel nur separat angeboten wird und nicht enthalten ist. Der Preis des Fetts geht völlig klar.