THE NORTH FACE Modulator Abs Rucksack

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ABS Modulator? Bei dem Begriff beginnen die Gedanken zu kreisen und ich mach mir vorab schon mal ein Bild davon, was mich da erwartet. Klingt ein bisschen komplex und bedarf einer „Bauarbeiten“, doch wie genau, dieses System zu verwenden ist, möchte ich hier erläutern.
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25. April 2016
ABS Modulator? Bei dem Begriff beginnen die Gedanken zu kreisen und ich mach mir vorab schon mal ein Bild davon, was mich da erwartet. Klingt ein bisschen komplex und bedarf einer „Bauarbeiten“, doch wie genau, dieses System zu verwenden ist, möchte ich hier erläutern.

Vorteile

  • Rucksack „fast“ frei wählbar im Modell
  • Doppel - Airbagtechnologie
  • Preisgünstig
  • Gasdruckflaschen fast überall erhältlich
  • Rechts- oder Linkshändertauglich
  • Zuverlässiges und erprobtes System

Nachteile

  • Zugänglichkeit bei den Fächern etwas erschwert (je nach Rucksackmodell)
  • Relativ schwer
  • Etwas komplex zum anbauen bei entsprechenden Rucksäcken
  • Vorsicht geboten auf Reisen (Flugreisen)

Die Bewertung

Testbericht:

The North Face, in Kooperation mit ABS, entwickelte das weltweit erste ABS Airbag System, das mit einer Vielzahl verschiedener Rucksäcke kompatibel ist. Lawinensicherheitsausrüstung sprich Airbags sollen damit für alle leichter zugänglich und vielseitiger einsetzbar gemacht werden. Der ABS Modulator kann schnell und einfach auf die unterschiedlichsten Rucksäcke (der verschiedenen Firmen!) montiert werden und ermöglicht es dem Nutzer so, je nach Bedürfnis und Aktivität die optimale Sicherheitsausrüstung zu packen. Der ABS Modulator ist mit einer Vielzahl aller handelsüblichen Rucksäcke kompatibel, die für Sportarten in lawinengefährdeten Gebieten genutzt werden können. Da die Sicherheit im Schnee für The North Face eine hohe Priorität hat, ist das System so gestaltet, dass es auch auf grössere Rucksäcke passt, die ausreichend Platz für die Standard Lawinenausrüstung wie Schaufel und Sonde bieten.

  

Nach dem Auspacken dieses Modulators (ein handliches kleines Pack, das ziemlich satt gepackt ist), kommt das erste grosse Nachdenken. Verwirrend ist einfach, dass man zuerst mal eine Vielzahl an Bändern, Schnallen, Klettverschlüssen vor sich hat, und man sich sehr gut Zeit nehmen soll, dieses System genau zu studieren. Denn schliesslich soll das Ganze dann auch funktionieren, wenn Bedarf danach ist. Dazu werden die Airbags, 2 davon integriert in Taschen, am eigentlichen Rucksack mit Bändern links und rechts angebaut. Verbunden sind sie dann mit Kabel und Schläuchen mit der Haupteinheit, die am Rucksack an der Aussenseite hinten fixiert ist. In der Haupteinheit selber ist wiederum die Gasdruckflasche integriert. Das einzige Manko, dass ich bei dem System ein wenig schade finde, ist der Umstand, dass bei meinem Mammut Rucksack dadurch ein paar Fächer die von aussen erreichbar sind im Normalfall, nur noch sehr schwer zu erreichen sind. Tut aber dem Modulator keinen Abbruch, da man sich einfach vorher überlegen muss, wie der Rucksack denn nun gepackt werden muss.

 

Die Auslösetechnik ist eine kleine Tasche, wo der „Kontakt“ sich darin versteckt. Da wird der mitgelieferte Auslösegriff eingesetzt. Der Auslösegriff selbst kann, bei der Montage an den Rucksackträgern hierbei in der Höhe und im Winkel frei justiert werden und entweder rechts oder links an den Trägern des Rucksacks befestigt werden. Im Griff selber ist dann eine kleine Explosionsladung angebracht, die mit ihrem Druck dann die Gaspatrone am Rucksack ansticht. Diese kleine Menge Sprengstoff kann auch auf Reisen (Flugzeug) unter Umständen Probleme machen. Zwar sehen die Flugverordnungen Ausnahmen für Lawinenrucksäcke vor, man sollte sich aber auf Diskussionen mit den Airlines einstellen. Auch muss man anmerken, dass die Exlosionsladung ein Ablaufdatum hat. Hier gibt es ein kleines Rädchen, das den Nutzer daran erinnert, wann die Ladung zu erneuern ist. Das erinnert an das Verfahren auf manchen Tupper-Ware-Gefässen. Es gibt also bei dem System zwei wartungsbedachte Teile. Den Auslöser und die Patrone. Natürlich: Man muss sich immer darum kümmern, dass die Ausrüstung in Ordnung ist, bevor man ins Gelände geht, aber menschliche Fehler passieren. Deshalb wollte ich diesen Punkt unbedingt erwähnen.

Fazit: Der grösste Vorteil dieses ABS Modulators von The North Face liegt darin, dass man in der Rucksackwahl weitgehend frei ist. Man kann sich die Einheit, nach eingehendem Studium der Bedienungsanleitung, gut an seinen Lieblingsrucksack anbauen. Und ist somit auch ein wenig freier mit dem Platzangebot, wenn man mal länger auf Skitour ist. Preislich das System relativ günstig und muss so ganz sicherlich nicht auf Sicherheit verzichten.

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