VAUDE Trail Spacer 8 - Fahrradrucksack

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Ein Tausendsassa unter den Trailrunningrucksäcken
King Review
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ProduktScout
ProduktScout
26. Juni 2018
Ein Tausendsassa unter den Trailrunningrucksäcken

Vorteile

  • Ausgeklügeltes Taschensystem
  • Viele Zipper-Taschen
  • durchdachtes Trinksystem
  • überragendes Tragesystem
  • absolut ökologische Herstellung
  • Reflektoren

Nachteile

  • kaum Möglichkeiten, die Größe zu verstellen

Die Bewertung

Schon einmal vorweg: Der Trail Spacer ist ein absoluter Tausendsassa. Durch seine vielen durchdachten Details bereitet er jedem Outdoor Fan riesige Freude.

Material: Der Vaude Trail Spacer ist aus mehreren verschiedenen Material zusammen gesetzt, die allen den höchsten ökologischen Ansprüchen entsprechen. Zu erkennen ist dies auch am Rucksack selbst, befindet sich doch im Innnern des Rucksacks ein GreenShape Label, welches bedeutet, dassVaude funktionelle und umweltfreundliche Produkte aus nachhaltigen Materialien verwendet hat.

Zudem achten sie bei der Herstellung auf faire Arbeitsbedingungen in der Lieferkette. Die Kriterien diesbezüglich werden auch immer wieder von Vaude kontrolliert, so dass man sich sicher sein kann, dass der ökologische Anspruch von Vaude nicht nur eine Marke ist. Zudem wurde der Rucksack bei Verzcith auf PFC Materialien hergestellt. Für diesen ökologischen Ansatz der Rucksackproduktion schon einmal Daumen hoch.

Das Besondere an dem Rucksack ist zudem, dass die Rückenwand aus Strickmaterialien hergestellt worden ist. Ein äußerst interessanter Ansatz, der mich vollkommen überzeugt hat. Dazu später mehr.

 

Aufteilung des Rucksacks:

Das Innere des Rucksacks ist unterteilt in zwei große Fächern, wobei die Trennwand zusätzlich mit einem kleinem Zipper-Fach ausgestattet worden ist. Dies ist eine spartanische aber völlig ausreichende Inneneinrichtung. Zudem gibt es noch einen Klettverschluss, der als Schlüsselanhänger benutzt werden kann.

Der äußere Bereich des Rucksacks scheint fast unaufhörliche Möglichkeiten zu bieten. Zunächst gibt es seitliche und Schultergurt-Taschen:

1. zwei Stretch-Seitentaschen,

die ausreichend Platz zum Beispiel für eine Wasserflasche bieten. Viele Trailrunningrucksäcke verzichten auf diese Seitentaschen aus Gewichtsgründen oder weil natürlich die meisten Läufer über ein Wassersystem verfügen. Dennoch möchte ich diese Option nicht missen, da ich es für meine Aktivitäten für äußerst praktisch empfinde während des Sports auch schnell, ohne den Rucksack absetzen zu müssen, an „größere“ Kleinigkeiten durch einen Handgriff zu gelangen. Eine Regenjacke wäre hier z.B. eine gute Option.

2. zwei Zip-Schultergurt-Taschen auf der rechten Seite, die durch ihre Geräumigkeit überraschen. Super praktisch kann hier z.B. ein Handy oder aber auch Riegel verstaut werden, an die man schnell ran möchte.

3. Über die beiden Ziptaschen ist zudem noch ein weiteres Fach genäht, hier jedoch ohne Zipper. Meines Erachtens hätten hier die beiden Zipper ausgereicht, aber vielleicht kommt noch irgendwann der Tag, an dem ich froh über diese weitere zusätzliche Verstaumöglichkeit bin.

4. Auf dem linken Schultergurt befinden sich weitere zwei Fächer ohne Zipper, während die Gurttasche durch überhängendes Material eine gute und ausreichende Verschlussmöglichkeit bietet.

5. Zudem befinden sich an beiden Schultergurten zwei Riemen, durch die z.B. der Trinkschlauch befestigt werden kann. Beide Riemchen fungieren gleichzeitig als Reflektoren.

Praktischerweise gibt es auf der linken Seit sogar einen Clipper, an dem der Trinkschlauch befestigt werden kann. Eine super Idee, auch wenn ich den Clipper persönlich lieber auf der rechten Seite platziert hätte.

Rückwärtige Seite:

An der rückwärtigen Seite befindet sich eine Stockhalterung, eine kleine Schlaufe zum Aufhängen und das Zugsystem durch zwei Bänder, durch die sich der Rucksack enger ziehen lässt.

Tragesystem:

Zunächst vorweg: Bei meiner Größe von 187 cm passt der Rucksack perfekt, auch wenn der erste Sitz zunächst ungewohnt ist. Dies liegt daran, dass der Rucksack äußerst „hoch“ geschnitten ist. Das heißt, dass er im Gegensatz zu vielen „normalen“ Wanderrucksäcken nicht auf der Hüfte liegt. Dies ist jedoch bei einem Volumen von 8 Litern auch nicht notwendig, da ein solch hohes aufzufangendes Gewicht gar nicht vorhanden ist. Hat man sich an diesen „höheren“ Sitz gewöhnt, hat man den Rucksack an sich auf seinem Rücken auch schon vergessen. Woran liegt dieses Tragegefühl? Letztlich daran, dass der Rucksack sich durch das gestrickte elastische Material sich der Rückenform anpasst und er ausreichend weich gepolstert ist.

Das 3D Spacer Strick-Material soll zudem für eine bessere Durchlüftung sorgen. Da ich jedoch bei sportlichen Aktivitäten eh alles durchschwitze, kann ich jetzt hier keinen Unterschied zu herkömmlichen Tragesystemen erkennen. Meine Sorge, dass das Strickmaterial durch die schweißtreibenden Aktivitäten unangenehm zu riechen beginnt, kann nach 6 Wochen intensiver Nutzung nicht bestätigt werden.

Trinksystem:

Durch einen kleinen Durchgang nach außen lässt sich problemlos ein Trinksystem integrieren. Knapp wird es jedoch für Trinkblasen ab 2 Litern. Meine 3 Liter Blase zeigt dem TrailSpacer eindeutig die Grenzen auf. Die Trinkblasen bis 2 Litern drücken in keinster Weise durch und lassen sich problemlos im hinteren Innenfach einbauen.

Insgesamt eine absolute Kaufempfehlung.

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Kleiner Trailrunning Rucksack mit hohem Tragekomfort und vielen kleinen Details. Leider eher was für Männer, da die Träger nicht verstellbar sind und er mir einfach zu groß ist. (Er liegt bei mir nicht wirklich am Rücken)
King Review
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ProduktScout
13. Juni 2018
Kleiner Trailrunning Rucksack mit hohem Tragekomfort und vielen kleinen Details. Leider eher was für Männer, da die Träger nicht verstellbar sind und er mir einfach zu groß ist. (Er liegt bei mir nicht wirklich am Rücken)

Vorteile

  • leicht
  • viele Fächer
  • viele Befestigungsmöglichkeiten
  • zuzurrbar
  • Tragekomfort
  • reflektierendes Material verarbeitet

Nachteile

  • Träger nicht verstellbar
  • nicht wirklich unisex (mir zu groß)

Die Bewertung

Ich durfte den Rucksack Trail Spacer 8 von Vaude die letzten 6 Wochen testen und hatte ihn beim Laufen, Wandern und Klettern dabei. Der erste Eindruck des Rucksack war sehr positiv. Die Materialien machen einen wirklich guten Eindruck. Die Träger sind relativ dick und weich gepolstert und wiegen dabei kaum etwas. Leider ist er mir jedoch zu groß

Aufbau:

Das Hauptfach besteht nur aus diesem einen Fach und einer separaten Kammer für ein Trinksystem. 2 Liter haben in dem Rucksack gut Platz (mein 3 Liter Trinksystem muss ich oben dann einfach umbiegen, da es sonst zu lang wäre). Den Schlauch des Trinksystems kann man beidseitig über die Träger nach außen fädeln. Eine zusätzliche Fixierung für den Schlauch befindet sich jedoch nur auf dem linken Träger. Warum auf dem träger gleich 2x Hartplasik-Haken zum Einhängen des Trinkschlauchs montiert sind, habe ich leider nicht ganz verstanden, denn bis zum 2. reicht zumindest der Trinkschlauch von Source bei weitem nicht.

Die sehr weichen und gut gepolsterten Träger gehen sehr bald in ein westenartiges Mesh-Material über, an dem einige kleine Fächer angebracht sind. Insgesamt 2 Reißverschluss- und 3 Steckfächer. Somit können Schlüssel, Energieriegel, Handy, etc. sehr gut organisiert und sehr leicht zugänglich verstaut werden. Die Träger selbst sind erstaunlich dick und weich, und dennoch leicht. Wenn man den Rucksack daran anhebt dehnen sie sich auch sehr gut. Hier zeigt sich die „Stricktechnik“ die Vaude eingesetzt hat sehr deutlich. Eine wirklich gute Technologie und optisch auch einmal etwas neues. Leider sind die Träger des Rucksacks nicht längen-verstellbar, weswegen er mir z.B. zu groß ist. Mit diesem Träger-System-Aufbau ist es aber leider auch nicht möglich die Länge/Größe zu verändern.

Vorne am Rucksack befinden sich 2 weitere sehr große Netz-Steckfächer.

Über den gesamten Rucksack ist ein Gummi gespannt. Den kann man einerseits für zusätzliche Fixier-Möglichkeiten nutzen (praktisch wenn man doch beim Losgehen einige Schichten mehr anhat, die dann im Laufe des Tages doch zu warm werden, in dem kleinen Rucksack aber vielleicht keinen Platz mehr haben.) oder auch dafür verwenden, den Rucksack zusammen zu zurren um ihn so klein wie möglich zu halten. Auch auf einer Schulter findet man noch einen Gummi, den man festziehen kann.

Materialschlaufen für z.B. Stecken sind auch vorhanden.

Reflektierende Materialien wurden am Rücken sowie an den Trägern eingesetzt, gerade beim abendlichen Laufen ist das wirklich gut!

Vorne besitzt der Rucksack 2 Gurte. Wirklich als Brust und Hüftgurt würde ich sie nicht bezeichnen. Der obere ist wirklich ein Brustgurt, der untere sitzt bei jedem anders, je nachdem wie groß er oder sie ist. Natürlich sind die beiden Gurte auch Höhenverstellbar (an den Trägern auf und abschiebbar; geht sehr einfach, hält dann aber auch sehr gut an der gewählten Höhe). Nachdem der obere Gurt als Brustgurt fungiert habe ich den 2. ganz nach unten geschoben um zumindest etwas Distanz zwischen die beiden Gurte zu bringen. Der untere Gurt geht so bei mir recht genau über den Bauchnabel. Von der Tragehöhe ganz angenehm, leider ist der Gurt jedoch etwas weit. Beim Laufen habe ich den untersten Gurt komplett zugezogen (wirklich eng war er dann noch immer nicht) und es gibt bestimmt noch dünnere Frauen als mich.

Im Rückenbereich und an den gepolsteten Stellen der Träger ist “gestrickte” Kunstfaser eingesetzt worden. Es sieht auf jeden Fall sehr interessant und einmalig aus, und ist noch dazu wirklich sehr angenehm zu tragen!

Tragekomfort:

Der Rucksack liegt sehr angenehm direkt am Rücken an und auch der Brustgurt und der Bauchgurt sitzen gut. Zumindest bei mir ist der 2. Gurt recht genau auf Nabelhöhe und ich muss ihn auf das Geringste zusammenziehen, damit der Rucksack sitzt. Beim oberen Gurt habe ich noch ein klein wenig Spielraum. Ich bin zwar schon eher schmal, es gibt jedoch noch schmälere und v.a. kleinere Frauen als mich (bin 169 cm). Hier ist zu hinterfragen ob das Einsparen von verstellbaren Trägern sinnvoll ist. Die breiten Träger sind jedoch sehr bequem! Auch der Rückenteil ist vom Tragekomfort her top! Hier wurde, wie bei den Trägern, die „Stricktechnick“ eingesetzt. Der Rucksack liegt sehr weich direkt am Rücken und dennoch ist er verhältnismäßig kühl.

Beim Laufen konnte ich mich mit dem Rucksack leider nicht ganz anfreunden, er ist mir einfach zu groß. Auch wenn ich die beiden Gurte vorne ganz eng mache sitzt er einfach nicht am Rücken und baumelt in der Bewegung mit. Das finde ich doch sehr schade, da der Rucksack fürs Laufen ausgelegt ist.

Beim Wandern konnte der Rucksack absolut überzeugen, zumindest bei kleinen Wanderungen, bei denen man nicht viel benötigt. Hier überzeugen die weichen Träger, der gut belüftete und angenehme Rückenteil und das geringe Gewicht des Rucksacks.

Beim Klettern ist der Rucksack an und für sich sehr angenehm, da er sich dem Körper recht gut anschmiegt. Hier merkt man in machen Bewegungen aber stark, dass mein Rücken für den Rucksack zu klein ist und dieser daher immer wieder etwas wegsteht und es nicht schafft sich optimal anzuschmiegen und jede Bewegung mit zu machen. Leider sitzt er für mich auch recht tief, sodass ich nicht gut an das Chalk und Material am Gurt herankam. Die Felskontakte hat das Rucksack-Material aber bisher unbeschadet überstanden.

Fazit: Ein toller, gut durchdachter kleiner Rucksack, der jedoch eher etwas für die großen unter uns ist. Wem der Rucksack passt, der wird damit viel Freude haben! (3 Zelte daher nur, weil er leider nur etwas für Große ist).

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