Gute Lampe besonders für Biker und Läufer.
VORTEILE
- Gute Reichweite
- Super Ausleuchtung, besonders in der Mitte
- Magnetfuß & Einschaltsperre
- bis 2m tauchfähig
NACHTEILE
- Akku Laden in der Lampe nicht möglich
- Original Akku extrem teuer
- Kopfband sehr groß und fummelige Halterung
BEWERTUNG
Heute möchte ich meine Erfahrungen, die ich mit der Nitecore HC33 gemacht habe, hier mitteilen.
Nachdem ich mir die Wizard Pro gekauft hatte, fiel mir die HC33 auf und ich wurde neugierig, ob sie Ihre tollen Werte einhalten würde. Als ich dann bei einem China-Kaufhaus sie für 60€ incl. des Nitecore Akkus NL1835HP 3500mAh, 8A sah, griff ich zu.
Seit einiger Zeit werden mehrere Stirnlampen in L-Form am Markt angeboten. Die drei wichtigsten Anbieter für mich sind:
- Armytek - Wizard Pro
- Olight - H2R Nova
- Nitecore - HC33
Alle 3 haben ungefähr die gleiche Zielgruppe von Anwendern und sind mit Akku (hier in Deutschland) gleich teuer so ca. 95-100€.
Hier meine ersten Erfahrungen mit der HC33.
Bei meinen Einschätzungen habe ich hauptsächlich meine Wizard Pro und die Ledlenser P7R als Vergleich genommen. Beim Bewerten der Daten habe ich die 3 oben aufgeführten Lampen ausgewertet.
Mein 1. Eindruck von der HC33:
Wow, klein, leicht, sieht gut aus und die Lichtverteilung ist super. Gegenüber den anderen beiden L-Lampen hat die HC33 einen Schwerpunkt zur Mitte hin, die mit einer starken Fokussierung super ausgeleuchtet wird, wobei der Rand (100° Lichtkegel) auch noch etwas abbekommt (siehe Bilder unten). Dadurch wird sie interessant für Läufer und Biker.
Das mitgelieferte Zubehör ist ausreichen, nur eine Tasche habe ich vermisst.
Die Halterung vom Kopfband finde ich jedoch nicht so gut, etwas fummelig aber sicher. Das Kopfband ist sehr großzügig ausgelegt und passt auch auf jeden Helm.
Wie wird sie bedient:
- Einschalten: Schalter für mind. 0,6 sec bis 1 sec drücken, die zuletzt verwendete Helligkeit wird eingeschaltet (kein Sondermode).
- Helligkeit wechseln: Im eingeschalteten Zustand Schalter kurz drücken, mit jedem weiteren kurzen Tastendruck wird die nächste Helligkeitsstufe eingeschaltet
- Ausschalten: Schalter für mind. 0,6 sec bis 1 sec drücken.
- UltraLow direkt einschalten: Schalter kurz drücken.
- Turbo direkt einschalten: Schalter für ca. 1,5 gedrückt halten.
- Stobe einschalten: Schalter im ausgeschalteten Zustand 2* kurz drücken.
- Strobeart wechseln: Im Strobe-Mode Schalter kurz drücken.
Die Sonder-Modi werden nicht gespeichert.
Die HC33 hat einen Einschaltschutz: Batteriedeckel leicht aufdrehen (mind. ½ Umdrehung). Vor der nächsten Verwendung, Deckel wieder schließen. Wenn die Lampe wieder einschaltbereit ist, zeigt sie durch einen Blink-Code die aktuelle Batteriespannung an (erst die Einerstelle und dann die Zentelstelle).
Die Bedienung finde ich einfach, bis auf die 0,6 sec für das Ausschalten, die zu kurz sind, so dass statt des Umschaltens die Lampe ausgeschaltet werden könnte. Dies könnte bei einer Nachtfahrt dann peinlich enden. Hier finde ich das Bedienkonzept von der Wizard Pro sicherer.
Was soll sie können:
In einer Tabelle habe ich mal die Daten der 3L-Lampen mit meinen eigenen Messungen und Bewertungen zusammengefasst.
Vergleich L-LED-Lampen: Nitecore HC33; Armytek Wizard Pro; Olight H2R Nova
|
Merkmale |
Nitecore HC33 XHP35 |
Wizard Pro XHP50 |
Olight H2R Nova |
|
Preis incl. Akku |
99€ |
95€ |
99,95€ |
|
LED |
Cree XHP35 HD |
Cree XHP50 |
Cree XHP50 |
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Optik |
TIR |
TIR |
TIR |
|
Helligkeitsstabilisierung |
Ja, Constant Current |
Ja, Constant Current |
Ja, Constant Current |
|
Lichtstrom, LED / OTF Lumen |
1800 lm |
2300 lm / 1800 lm |
2300 lm |
|
Beam è Zentrum & Rand |
100° und starke Fokussierung in der Mitte |
70° & 120° |
??? |
|
Schalter |
Kopf - Stirn |
Kopf - Seite |
Kopf - Stirn |
|
Leuchtweite |
187m |
130 Meter |
153m |
|
Turbo2 |
1800 lm / 30min / 187m (42min)* / 4900mA |
1800 lm / 1 h (36min)* / 5630mA |
2300 lm / 1min |
|
Turbo1 / High |
780 lm / 90min / 117m (82min)* / 2500mA |
900 lm / 1 h 40 min (98 min)*/ 2075mA |
750 lm / 110 min (122min) |
|
Basisbetrieb3 / Medium 1 |
240 lm / 5,25h / 63m (6h)* / 570mA |
390 lm / 4 h (4,4h)* / 766mA |
600 lm / 2,5h |
|
Basisbetrieb2 / Medium 2 |
nein |
165 lm / 10 h 30 min (11,2h)* / 303mA |
150 lm / 10h |
|
Basisbetrieb1 / Low |
70 lm / 15 h / 35m (18,9h)* / 180mA |
30 lm / 50 h (21,4h)* / 158mA |
30 lm / 50h |
|
Glühwurm3 |
nein |
5,5 lm / 12 Tage (10d)* / 14mA |
nein |
|
Glühwurm2 / Ultralow |
1 lm / 300h=12,5d / 4m (9,5d)* / 15mA |
1,5 lm / 40 Tage (22,5d)* / 6,3mA |
1 lm / 45d |
|
Glühwurm1 |
nein |
0,15 lm / 200 Tage (40d)* / 3,56mA |
nein |
|
Strob3 |
10 Hz / 1800 lm |
10 Hz / 1800 lm / 2 h |
nein |
|
Strob2 |
0,33 Hz / 1800 lm (Beacon) |
1 Hz / 1800 lm / 5 h |
nein |
|
Strob1 |
nein |
1 Hz / 165 lm / 52 h |
nein |
|
SOS |
ja |
nein |
ja |
|
Stromversorgung (Verwendung von ungeschützten Akkus?) |
(nein) 18650 Li-Ion Akku, 3500mAh & 8A Output, orig. extrem teuer (bis zu 29€)! |
(ja) 18650 Li-Ion Akku, 7A Output |
(nein) 18650 Li-Ion Akku modifiziert |
|
Länge |
105 mm |
108 mm |
110 mm |
|
Ø Leuchtenkörper |
23,8 mm |
24,5 mm |
23,2 mm |
|
Ø Leuchtenkopf |
25,5 x 24,2 mm |
29 mm |
25 mm |
|
Gewicht ohne Akku |
51,2 g |
65 g |
64 g |
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Fallschutz |
1,5m |
10m |
??? |
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IPX-Einstufung |
IPX68 bis 2m tauchfähig |
IPX68 bis 10m tauchfähig |
IPX8 bis 2 m |
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Besonderheiten Positiv |
Super Optik, Magnetfuß, Einschaltschutz |
Magnetladekabel, Magnetfuß, Einschaltschutz |
Magnetladekabel, Magnetfuß |
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Besonderheiten Negativ |
Keine Ladefunktion in der Lampe Kleinerer LED-Chip |
|
Spezieller 18650 Akku |
* Diese Leuchtdauerwerte beziehen sich auf die von mir gemessenen Ströme und einem 3400mAh Akku. Die Farben sind, so glaube ich, selbsterklärend.
Jeder dieser 3 Lampen hat eine andere Ausstattung, wobei für mich die Wizard Pro das beste Paket abliefert, aber dies ist Ansichtssache.
Da die HC33 den kleineren LED-Chip hat, sind die Ströme etwas höher und die max. Helligkeit wird nicht ganz erreicht. In der Praxis fällt dies kaum auf, hier hat Nitecore einen guten Job gemacht. Auch die Verarbeitung ist gut und es gibt nichts zu beanstanden. Die Wizard Pro nimmt hier eine Sonderstellung ein und ist mit Ihren Werten kaum zu toppen.
Wie bei der Wizard Pro auch, unterliegt die HC33 einer Temperaturüberwachung und nach 3-10min im Turbo-Mode bleiben von den 1800lm nur noch 780lm übrig und die HC33 wird dabei ca.49°C warm. Da die HC33 dabei ständig die Helligkeit regelt, wird sie bei ausreichender (starker) Kühlung schnell wieder heller, ohne Kühlung bleibt sie bei ca. 780lm.
Hier meine Pro und Contras für die HC33:
Pro:
- Constant Current, große Leuchtweite, Anzeige der Akkuspannung bei der Kontaktherstellung (siehe auch Einschaltschutz oben).
- Optik hat einen Lichtkegel von 100° und eine starke Fokussierung in der Mitte.
- Zierlicher und leichter als die Wizard Pro.
- Magnetfuß und Einschaltschutz (siehe oben)
- Stirn-/Kopfband ist auch für Helme groß genug.
- Super Sondermodi: SOS mit max. Leuchtkraft und guten Längen, Strobe auch super stark (aber auch gefährlich!), Beacon ( Positionslicht) alle 3 sec ein sehr kurzer Blitz.
- Gewicht incl. Akku sehr gering 100g gegenüber der Wizard Pro mit 111g. Auch das Kopfband wiegt nur 49g, 6g leichter als bei der Wizard Pro.
Kontras:
- Nicht so stabil und so wasserdicht wie die Wizard Pro.
- Akku-Aufladung in der Lampe ist nicht möglich, also müssen bei einer Tour immer ein Ladegerät oder ausreichend Ersatzakkus dabei sein.
- Halterung vom Stirnband etwas einfach und fummelig gehalten.
- Stirnband ist für kleine Köpfe ohne Helm schon sehr groß, kann aber angepasst werden.
- Hat den kleineren CREE XHP35 HD – Chip (3,5*3,5mm) mit max. 1712 lm statt des größeren CREE XHP50 – Chips (5 * 5mm) mit max. 2546 lm. Dadurch sind die Ströme höher und die Lampe wird am Limit betrieben. Da im Turbo-Mode der Strom unter 5A liegt, vermute ich, dass die 1800lm nicht erreicht werden.
Fazit:
Im Großen und Ganzen gehört die HC33 in die gleiche Leistungsklasse wie die Wizard Pro und die Olight H2R Nova auch, aber mit ihrer eigenen Zusammenstellung (siehe Tabelle). Die große Stärke der HC33 liegt in der Optik, die, so finde ich, super gelungen ist und eine gute Ausleuchtung der Wegstrecke liefert, deshalb ist die HC33 z.B. für Läufer und Biker eine gute Lösung (siehe Bilder unten). Von der Ausstattung und Haltbarkeit / Robustheit ist die Wizard Pro einsame Spitze (siehe auch meine Bewertung dazu hier bei Outside-Stories). Die H2R Nova hat für 20sec das hellste Licht. Sie fällt aber bei mir, durch den firmenspezifischen Akku, (aber so etwas von) durch. Im Internet wird die HC33 in Deutschland ab 65€ ohne Akku angeboten. Wer Wert auf die 5 Jahre Garantie legt, sollte einen deutschen Markenhändler oder direkt den Nitecore-Shop (Österreich) als Bezugsquelle auswählen, die dann die Ansprüche regeln. Paket nach China kostet ca. 43€ (die sonst der Kunde zahlen muss) und da lohnt sich ein Garantieanspruch kaum noch. In China bekommt man die HC33 ohne Akku für ca.42€.
Achtung: Diese Lampe ist kein Kinderspielzeug und kann bei unsachgemäßer Benutzung großen Schaden anrichten. Sie hat mit den kleinen Lampen von früher absolut nichts mehr gemein. Dies trifft auch für die alle andern L-Lampen zu.
Die Nitecore HC33 im Turbo- und im High-Mode –Strecke ist ca. 40m lang. Zum Wechseln von Turbo auf High muss leider 4mal kurz gedrückt werden.
Meine Empfehlungen:
Wo es auf Robustheit, flexible Akkus, flexible Lademöglichkeit, viel Ausstattung und lange Leuchtdauer ankommt, da ist die Wizard Pro für mich die 1. Wahl. Wer auf jedes Gramm achtet und auf Fokussierung und Leuchtweite den meisten Wert legt könnte mit der HC33 viel Freude haben. Für die Olight kann ich wegen des Akkus leider keine Kaufempfehlung aussprechen und die 20sek mit 2300lm Reißen bei mir nichts raus.
Meine 1. Wahl ist immer noch die Wizard Pro, den ab 10min Einsatzdauer liegt sie in allen Punkten vorn oder gleich auf. Leider gibt es die Wizard Pro nicht mit der Optik von der HC33. So muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Stärken er benötigt und welche Lampe er kaufen möchte. Wer sich für die HC33 entscheidet, macht jedenfalls nichts falsch. Über die Lebensdauer kann ich nichts sagen und ist so wie so nur Glücksache.
Hinweise zum Akku:
Meine Messungen haben mir gezeigt, dass auch gute, geschützte 3400mAh Akkus mit Panasonic-Zellen mit ca. 6-7A, bedenkenlos bei der HC33 eingesetzt werden können (selbst getestet) und sie sind nur halb so teuer wie der NL1835HP Akku von Nitecore.
Aufgepasst: Einige Händler legen nur den Nitecore NL1835 Akku bei (der 8A Aufdruck fehlt bei diesem Akku), aber der hat nur 4A, ist wesentlich billiger und reicht bei weitem nicht aus. Der Ausgangsstrom sollte mind. 6A sein um Spitzen und Streuungen mit abzudecken.
Hier der von Nitecore empfohlene Akku NL1835HP mit 3500mAh und 8A.