Im test

LUMA BOOST Led-Stirnband - Stirnlampe/Stirnband

LUMA BOOST Led-Stirnband - Stirnlampe/Stirnband
Tolle Idee, für die meisten Köpfe passend, gute Leuchtkraft
Bewertung Ø: 5.00 Sterne

Vorteile

  • Sehr leicht
  • Schnell zu laden
  • Waschbar und schnell trocknend
  • 4 verschiedene Leuchtstufen
  • Lange Leuchtdauer
  • Stirnband wechselbar

Nachteile

  • kann zu Irritationen führen, wenn unter 3 Sekunden zum Einschalten gedrückt wird
  • Videos nicht auf der Homepage auffindbar, wie in Betriebsanleitung angekündigt

Bewertung

In den letzten Wochen durfte ich für OUTSIDEstories das Performance LED-Stirnband von LUMA testen. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Stirnband und Stirnlampe. 

Luma Box aufgeklappt
Der Deckel kann aufgeklappt werden, in meinem Fall ist der innere Karton lose gewesen und kam mir entgegen.

Da ich bisher noch nichts von LUMA gehört habe, hier kurz ein paar Infos, bevor es zum eigentlichen Test geht. Das in Österreich ansässige Unternehmen legt viel Wert auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit und produziert dementsprechend ressourcenschonend und zu fairen Konditionen in Europa. Die Stirnbänder und Mützen aus dem Sortiment können mit zwei unterschiedlichen Varianten von LED-Lampen inkl. Akku ausgestattet werden.
Ich durfte die Variante Boost testen.

Schöne Box macht einen wertigen Eindruck
die Box macht schon einen wertigen Eindruck

Passform

Das Performance-Stirnband gibt es nur in einer Größe - OneSize für nahezu alle Köpfe. Durch die beiden dünnen Stoffschichten ist es so elastisch, dass es sich der jeweiligen Kopfform gut anpasst. Es müssen schon sehr große Köpfe oder kleine Kinderköpfe sein, dass es nicht passt. Mit einem Kopfumfang von 54 cm bin ich bei Helmen normalerweise bei Größe S oder sogar XS (abhängig vom Hersteller). Das Stirnband von LUMA passt mir sehr gut. Es drückt nichts und es rutscht nicht. 

Stirnband passt, nichts drückt oder rutscht
funktioniert auch gut mit Zopf und für Brillenträger

Features

Allein schon die Idee, das Stirnband mit der Stirnlampe zu einem einzigen Teil zu kombinieren, das man dann anzieht, ist schon ein tolles Feature für sich. Dazu kommt dann noch, wie oben beschrieben, dass man als Kunde die Wahl hat, welches Textil es denn sein darf: Stirnband oder Mütze, für wärmere oder kältere Temperaturen, Farben sowieso nach Geschmack. Diese Textilien sind - natürlich ohne die Stirnlampe - auch alle bei 30 Grad waschbar und zumindest mein Performance-Stirnband trocknet auch sehr schnell. 

von vorn doch etwas blendend
so sieht es von vorn aus - kein Stirnband mehr zu sehen ;)

Auch bei den Lampen hat der Kunde die Wahl zwischen zwei Varianten: Active und Boost. Beide sind vom Aufbau her gleich und haben zwei LEDs, die vertikal übereinander angeordnet sind. Bei beiden Varianten werden in den ersten beiden Leuchtstufen jeweils nur die untere LED genutzt und damit der Nahbereich direkt vor einem ausgeleuchtet ("von der Nasenspitze bis 8 Meter weit" laut LUMA, ich habe es nicht nachgemessen). Das reicht für meinen Bedarf in der (auch mal späten) Dämmerung sehr gut aus, selbst im Wald.

Sollte es doch mal den Bedarf nach mehr Fernsicht geben (bspw. um Rehe oder ähnliches auszumachen), gibt es bei der Active-Variante die Möglichkeit bis zu 30 Meter weit "aufzublenden", bei der Boost-Variante sind es sogar 40 Meter. Auch hier habe ich nicht nachgemessen. Wichtig dabei: der Nahbereich bleibt auch bei der Fernleuchteneinstellung weiterhin so gut ausgeleuchtet wie vorher. Ist man in Straßennähe unterwegs oder kommt anderweitig Gegenverkehr (Fahrrad, Spaziergänger, etc.), kann man einfach abblenden und wieder nur den Nahbereich vor einem ausleuchten. Dadurch wird der Entgegenkommende weniger geblendet und man muss sich nicht immer wegdrehen oder mit der Hand abschirmen. 

Leuchtstufe 1
Leuchtstufe 1
Leuchtstufe 2
Leuchtstufe 2
Leuchtstufe 3
Leuchtstufe 3 (schlecht erkennbar, aber es leuchtet etwas weiter und in der Nähe wieder etwas schwächer)
Leuchtstufe 4
Leuchtstufe 4 (leider auch nicht gut zu erkennen: es leuchtet weiter und in der Nähe heller)

Bei der Boost-Variante hat man auch 4 Helligkeitseinstellungen, bei der Active-Variante sind es "nur" 3. Für meine Einsatzbereiche hätten es 3 vermutlich auch getan, auf der Jagd nach einem ungebetenen 4-beinigen Gast unterm Dach war ich dann über die hellste Stufe ganz froh (leider habe ich ihn nicht erwischt, nur gehört). 

Leuchtstufentabelle aus der Betriebsanleitung
Leuchtstufentabelle aus der Betriebsanleitung (nur für Boost fotografiert).

Eingeschaltet, zwischen den Leuchtmodi gewechselt und ausgeschaltet wird die Lampe am Akku auf der Rückseite des Kopfes. Dort ist im Stirnband auch ein kleines Dreieck farblich abgesetzt, dass bei Betrieb der Lampe rot leuchtet. So hat man automatisch auch gleich ein "Rücklicht" und wird so auch von hinten besser gesehen. Für mich als Zopfträgerin wichtig: auch mit Pferdeschwanz wird dieses rote Licht gesehen, da es einigermaßen breit und hell ist. 

Rücklicht geht auch mit Pferdeschwanz
Trotz Pferdeschwanz sieht man die rote Rückleuchte.

Laut Bedienungsanleitung kann auch beim Rücklicht zwischen 3 Modi gewechselt werden: durchgehend an, blinkend, aus. Da nur 1 einziger Schalter existiert, wird über die Dauer des Drückens entschieden, welche Lampe den Modus wechseln soll. Für das Rücklicht soll 1-2 Sekunden gedrückt werden. Das funktioniert bei mir nur, wenn ich gaaaanz langsam zähle - oder lieber 2-4 Sekunden drücke. Allerdings auch wieder nicht zu lange, denn sonst mache ich die Lampe ganz aus. Immerhin werden die Umschaltungen zwischen vorn und hinten bzw. beim Ausmachen mit 3-Mal-Kurz-Blinken quittiert. 

Rücklicht leuchtet konstant
Rücklicht direkt nach dem Einschalten, 4 LEDs leuchten, leider auf dem Foto nicht erkennbar.

Über die LEDs (4 Stück) der Rückleuchte wird auch der aktuelle Ladestand angezeigt. Allerdings nur, solange man nicht direkt innerhalb der ersten 3 Sekunden nach dem Einschalten etwas anderes drückt. Die letzte Einstellung der Rückleuchte wird sich gemerkt und behalten, die vorderen LEDs blenden immer in der niedrigsten Leuchtstufe auf beim Einschalten. 

Kleine Anekdote am Rande: während der Testphase habe ich die Stirnlampe einige Male etwa 1 Woche lang nicht benutzt und mich anschließend gewundert, dass ich sie immer wieder neu laden musste, weil sie nicht anging. Das kannte ich so von anderen Stirnlampen nicht - die sind mitunter Monatelang nicht in Benutzung und gehen dann sofort wieder ohne Probleme an.

Auf entsprechende Rückfrage bekam ich sofort eine Austausch-Lampe angeboten, allerdings auch die aus LUMA-Sicht berechtigte Frage, ob ich denn beim Einschalten auch wirklich 3 Sekunden lang gedrückt hätte. Hatte ich natürlich nicht. Oder zu langsam gezählt... Also auch hier nettes Feature: der Akku hält lange die Ladung, auch bei Nicht-Gebrauch. In meinem Fall war der Anwender das Problem ;) Allerdings habe ich auch in der Bedienungsanleitung nichts zu diesen benötigten 3 Sekunden fürs Einschalten gefunden. Vielleicht wäre das ein Hinweis wert. 

mitgeliefertes Kabel separat ausgepackt
Kabel wird mitgeliefert.

Geladen kann der Akku mit jedem beliebigen Mikro USB Kabel - oder mit dem eigens dafür Mitgelieferten. Dazu muss die Lampe auch nicht aus dem Textil ausgebaut werden, es gibt eine separate Öffnung dafür.

separate Öffnung zum Laden, Akku muss nicht ausgebaut werden
Extra kleine Öffnung auf der Innenseite des Stirnbands zum Laden, der Akku muss nicht ausgebaut werden.

Auch wenn man die Lampe zum Waschen ausbauen sollte, braucht man sich über Schweiß oder Regen/Schnee keine Gedanken machen. Denn die Lampe ist mit dem IPx4-Standard spritzwassergeschützt. LUMA empfiehlt dennoch, die Lampe nicht im strömenden Regen liegen zu lassen - natürlich mit einem Augenzwinkern ;) 

LED samt Akku ausgebaut
Der Ausbau geht wirklich einfach und ohne Kraftaufwand (Einbau ebenso).

Mit nicht einmal 70 Gramm ist die Stirn-Band-Lampen-Kombination von LUMA extrem leicht und dementsprechend sehr angenehm zu tragen. Gerade in der Übergangszeit, wo die Ohren vielleicht schon etwas empfindlich sind, die Dunkelheit schon oder noch beim Outdoorsport (bspw. Joggen) zuschlägt, ist das ein geniales Gadget, das ich nicht mehr missen möchte.

Gewicht nachgemessen (nicht mal 65 Gramm)
bei der Messung geschwankt zwischen 63 und 64 Gramm

 

Preis/Leistung

Direkt bei LUMA gibt es das Performance-Stirnband mit der LED in der Boost-Variante in der Farbkombination "caro" für knapp 100 €. Wählt man eine der beiden anderen verfügbaren Farbkombinationen ("prima" oder "vera") und die "kleinere" Lampe, dann sind es knapp 80€. Hier kann also gegebenenfalls noch etwas gespart werden, wenn die Farbe zusagt und der gewünschte Einsatzbereich auch mit 3 Leuchtstufen und nur 30 Metern Fernsicht abgedeckt wird.

Infos im Stirnband abgedruckt, Leuchten vertikal vorne
Leuchten vertikal angeordnet vorn, innen im Stirnband die üblichen Pflegeinfos aufgedruckt, so kratzt auch kein Etikett.

Fazit

Wenn man mal von den sehr langsam gezählten Sekunden absieht, ist das Performance-Stirnband mit Boost-LED-Stirnlampe eine geniale Idee, die auch noch top umgesetzt wurde. Gerade bei empfindlichen Ohren oder in der Übergangszeit habe zumindest ich sowieso immer ein Stirnband und drüber die Stirnlampe an. Und dann geht meist das Geschiebe los, weil der Akku dann doch schwerer ist und die ganze Geschichte rutscht oder so eng gemacht werden muss, dass ich hinterher Druckstellen habe. Bei LUMA ist das nicht so. 1. ist das LED-Stirnband super leicht und 2. drückt nix und 3. rutscht nix ;)

100 € ist nicht gerade ein Schnäppchen, dafür spart man sich aber einiges an Gewicht und Nerven. Von daher volle Punktzahl von mir und eine klare Empfehlung.

Wie wurde das Produkt erworben?Ich bin ProduktScout - zum Testen von OUTSIDEstories
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