TOGOPOD Patrick 2-in-1 Survival Panorama Stativ - Stative

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Für den ambitionierten Hobbyfotografen und Wanderer das Richtige, wenn Gewicht keine große Rolle spielt.
King Review
15. März 2018
Für den ambitionierten Hobbyfotografen und Wanderer das Richtige, wenn Gewicht keine große Rolle spielt.

Vorteile

  • Windbeständig
  • Stabile Konstruktion
  • Handgepäckstauglich
  • Maximale Höhe: 180cm
  • Stufenlos verstellbar
  • 2 in 1 Funktion

Nachteile

  • nur Aluminium, kein Carbon
  • Gewicht: 1,668kg
  • Standfüße (s. unten)
  • Verschluss der Schnellwechselplatte ist sehr schwergängig

Die Bewertung

Ich habe das „Togopod Patrick 2 in 1 Survival Panorama Stativ“ nach Empfehlung von Bekannten im Herbst 2016 gekauft. Seitdem ist es mir ein treuer Begleiter auf diversen Reisen und Touren. Im Folgenden werde ich meine persönliche Meinung bezüglich dieses Statives erläutern und sowohl positive als auch negative Aspekte beschreiben.

(Stativ in einzelne Teile auseinandergebaut)       

        

(Zusammengepackt, Länge: 39cm)

Das Stativ habe ich über Amazon Deutschland bestellt, Versand lief wie Amazon typisch ohne Probleme und sehr schnell. In dem Lieferumfang ist eine Schutztasche (aus Stoff), das gesamte Stativ, der Kugelkopf und eine Schnellwechselplatte für die Kamera erhalten. Man benötigt also keine weiteren Gegenstände um das Stativ zu nutzen.

Technische Daten (von Hersteller):

Max. Höhe: 180cm

Stativpackmaß: 39cm – ohne Probleme im Handgepäck aller Airlines transportierbar

Gewicht: 1,668kg

Tragfähigkeit Stativ: 50kg

Tragfähigkeit Stativkopf: 5kg

Die Stativbeine:

Das Stativ lässt sich stufenlos bis auf eine Höhe von 180cm ausfahren. Es gibt an jedem der drei Beine vier Verschlussschrauben die das Stativ jeweils verlängern können. Die Schrauben bestehen aus Metall und sind mit einem weichen Gummi überzogen, sie lassen sich ohne Probleme lösen.

(Stativbein mit vier Verschlussschrauben und Standfuß)

Des Weiteren befindet sich an jedem Bein an der oberen Seite ein Schaumstoffschutz. Dies vereinfacht die Nutzung des Statives im Winter massiv, da man keinen direkten Metallkontakt hat, wenn man das Stativ trägt. Am Ende der Stativbeine befinden sich Schraubverschlüsse mit Gummi-Standfüßen. Leider habe ich feststellen müssen, dass sie sich lösen können. Daher musste ich bereits zwei Standfüße nachkaufen. Dies ist nicht nur sehr ärgerlich, außerdem ist das Stativ auch ohne Standfüße unbrauchbar, da es anfängt zu kippeln.

(Standfuß mit Gewinde)

Stativschulter:

Als Stativschulter wird die Verbindung zwischen der Mittelsäule und den Beinen bezeichnet. Hier befinden sich die Gelenke um die Stativbeine zu bewegen. Es befinden sich drei Widerhaken, damit das Stativ feststeht. Ich benutze meistens die mittlere Stufe und erfahrungsgemäß ist dies die angenehmste. Natürlich lässt sich das Gelenk auch zusammenklappen, damit man es leichter tragen kann. Außerdem es möglich, das Gelenk um ca. 180° zu drehen, damit es klein verpackt werden kann.

(Stativhals)

Mittelsäule:

Diese lässt sich auch zweimal ausfahren und erhält die gleichen Verschlussschrauben wie bereits bei den Stativbeinen beschrieben.

An der unteren Seite der Mittelsäule befindet sich ein kleiner Metallhaken. An diesen lassen sich sehr einfach Gewichte (z.B. Kamerarucksack) anbringen um das Stativ noch besser zu fixieren. Erfahrungsgemäß ist dies allerdings nicht notwendig. Ich benutze diese Funktion nur in Situationen, wenn es sehr windig ist.

(Mittelsäule mit Metallhaken, dieser lässt sich einige Zentimeter nach unten ziehen, damit man leichter Gewichte anhängen kann)

Kugelkopf:

Der Kugelkopf lässt sich von der Mittelsäule abnehmen. Wer also lieber einen anderen Stativkopf nutzen möchte, kann dies ohne Probleme austauschen.

Ich bin allerdings mit dem Standard-Kugelkopf sehr zufrieden. Wie der Name Kugelkopf schon sagt, lässt es sich stufenlos in alle Richtungen einstellen. Es gibt eine kleine Einkerbung an der Seite, damit man auch Hochkant Fotos schießen kann.

(Kugelkopf)

An dieser Stelle habe ich einen größeren Nachteil entdeckt. Wenn die Kamera in dieser Hochkant-Stellung ist, dann lässt sie sich nur schwer richtig feststellen. In anderen Worten rutscht sie leicht aus der gewünschten Position, dies ist mir bereits mehrfach passiert und kann sehr frustrierend sein. Um dieses Problem zu umgehen, empfehle ich eine L-Schiene für die Kamera zukaufen. Diese ist für ca. 15€ erhältlich und umgeht das Problem, da die Kamera gedreht wird und der Stativkopf nicht beeinflusst wird.

Am Kugelkopf befindet sich eine kleine Wasserwage um die Kamera gerade auszurichten. Dies ist Goldwert, vor allem wenn die Kamera keine eingebaute Wasserwagen Funktion besitzt.

Die Schnellwechselplatte wird mit einer kleinen Schraube festgestellt (Foto oben, die linke Kleine mit Aufschrift Lock/Loose). An dieser Stelle birgt sich, meiner Meinung nach, der größte Nachteil des Statives. Aus mir unerklärlichen Gründen, zieht sich diese Schraube ab und an fest. So ist es mir schon einmal passiert, dass ich nach einem Sonnenaufgangsfoto, die Kamera nicht mehr von dem Stativ lösen konnte. Zufällig hatte ein Bekannter eine kleine Zange dabei, mit dieser ich die Schraube dann öffnen konnte.

Bis dato haben alle Kameras, die ich testen konnte, auch stabil auf dem Stativ gehalten, selbst mit schwereren Objektiven war dies kein Problem.

(Schnellwechselplatte)

2 in 1 Funktion:

Es besteht die Möglichkeit aus dem Stativ ein Monopod (Einbeinstativ) zu bauen. Ich habe es einmal ausgetestet und dies klappt auch ohne Probleme. Da ich allerdings das Stativ ausschließlich in der Dreibein-Variante nutze, kann ich nicht viel über diese Funktion sagen.

Finale Meinung:

Nach dieser langen Beschreibung lässt sich nur noch sagen, dass ich alles in allem mit diesem Stativ zufrieden bin und es für Hobbyfotografen empfehlen kann. Natürlich ist ein Aluminium Stativ schwerer als ein Carbon Stativ. Solche sind dann allerdings auch in einer anderen Preisklasse. Der Preis, gut 120€, ist meiner Meinung nach angemessen.

Leider hat es ein paar Fehler, wie die losen Standfüße und die Schraube an der Schnellwechselplatte. Wer mit diesen Aspekten klarkommt, wird ein sehr gutes Stativ kaufen.  

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