Halo 28 Jetforce - Lawinenrucksack

4.50 2 Bewertung(en)

Super system ... jedoch könnte die Strapazierfähigkeit deutlich besser sein.
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ProduktScout
ProduktScout
22. Dezember 2016
Super system ... jedoch könnte die Strapazierfähigkeit deutlich besser sein.

Vorteile

  • Mehrfachauslösung möglich
  • Sehr gutes Tragegefühl
  • Knalliges Rot (gut zu erkennen bei Notfällen)
  • Für normale Skitouren ausreichend Platz
  • Innenfach sehr einfach zu bedienen
  • Sehr gute Reißverschlüsse

Nachteile

  • Preis
  • Das innere der Außentasche wird durch manche Lawienenschaufeln abgenutzt
  • Skibefestigung unhandlich
  • Plastig an der Skibefestigung bricht recht leicht

Die Bewertung

Der Rucksack leistet tolle Dienste, egal ob bei einer Auslösung oder beim Komfort.
Es ist natürlich sehr positiv den Rucksack des öfteren testen zu können allein um den Ernstfall zu über ... daher gibt es schonmal ein dickes Plus.

Auch das Design kommt nicht zu kurz und der Rucksack macht einiges her.

Was jedoch etwas naja sagen wir mal nicht so schön ist, das wäre das Material in der Außentasche. Meine Lawienenschaufel hat am Griff eine sehr raue Stelle, die beim Schaufeln unterstützen soll. Nur das hält das Material leider nicht durch und ist schon nach 20 Skitagen komplett durchgescheuert. Ich habe einen Ersatzrucksack von BD bekommen und werde nun ein dünnes Zwischenstück Hartplastik anbringen. Ebenfalls sind mir nach einigen Hiketagen die Laschen an der Skibefestigung gebrochen ... oke es war sehr kalt jedoch sollte solch ein Rucksack diesen Bedinungen standhalten.

Ansonsten ist der Rucksack wirklich ein Top Produkt, dass ich jedem empfehlen kann. Ein par Macken hat doch fast jeder Rucksack.

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Viel gehört, schon über dieses Jetforce System von Black Diamond, aber selber noch keines in der Hand gehabt. Bis heute. Mit freundlicher Unterstützung wurde mir dieser Lawinenairbag von Outside Stories zur Verfügung gestellt. Ich war schon neugierig, was mich da erwartet und ob ein System mich derart überzeugen kann?
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ProduktScout
ProduktScout
25. April 2016
Viel gehört, schon über dieses Jetforce System von Black Diamond, aber selber noch keines in der Hand gehabt. Bis heute. Mit freundlicher Unterstützung wurde mir dieser Lawinenairbag von Outside Stories zur Verfügung gestellt. Ich war schon neugierig, was mich da erwartet und ob ein System mich derart überzeugen kann?

Vorteile

  • Grosser Rucksack mit vielen Verstaumöglichkeiten
  • Grösse auswählbar, dem Benutzer entsprechend
  • Tragesystem sehr gut einstell und bedienbar
  • Wenn Ski getragen werden, trotzdem Airbagauslösung möglich
  • Akku Technologie, mehrmals verwendbar (Akkustand)
  • Zugänglichkeit zu den Fächern von allen Seiten optimal

Nachteile

  • Relativ schwer
  • hoher Anschaffungspreis

Die Bewertung

Testbericht:

Den Rucksack gleich mal als erstes ins Auge gefasst. Der Black Diamond Halo 28 JetForce bietet ausreichend Platz für die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände . Der Halo ist zudem mit einem separaten Fach für die Lawinenausrüstung, inkl. einer Helmbefestigung ausgestattet, sowie einer Befestigungsmöglichkeit für Eisgeräte ergänzt. Schnallen und Verschlüsse sind sehr gross und auch sehr robust.Die Träger sind sehr gut gepolstert, breit ausgelegt und liegen sehr angenehm an, auch wenn sehr viel Gewicht im Rucksack transportiert wird. Reissverschlüsse mit ihren Zippern sind so ausgelegt, dass sie auch mit dicken Handschuhen sehr gut zu bedienen sind. Alles in allem ein sehr wertiger und robuster Rucksack, der in der Grösse genügend Platz bietet und über Jahre seinen Dienst tut.

  

Jedoch die grösste Revolution dieses Systems ist der Verzicht auf Gaskartuschen. Stattdessen verbaut Black Diamond / Pieps ein kleines Düsengebläse, das von einem Mikroprozessor gesteuert wird und von einer Li-Ionen-Batterie mit Energie versorgt wird. Der Elektromotor bläst in 3,5 Sekunden einen 200 Liter-Airbag auf. Der Airbag ist  somit 50 Liter grösser, als die anderen Mitstreiter am Markt. Trotzdem ist es aber nicht unwesentlich langsamer. Die Auffaltung erfolgt hinter dem Nacken und seitlich am Rucksack. Der Airbag ist aus besonders reissfestem Material. Doch auch für den Fall, dass der Airbag verletzt wird: Der Jetforce bläst alle paar Sekunden ein wenig Luft nach, um den Airbag in der Grösse zu halten. Doch der Hammer kommt erst: Nach ca. 3 Minuten beginnt nämlich dieser kleine Ventilator die Luft wieder abzusaugen. Der Vorteil wird sehr schnell ersichtlich. Dadurch entsteht im Fall einer Verschüttung eine bis zu 200 Liter grosse Atemluftkammer, die den Verschütteten atmen lässt.

  

Wie löse ich aber den Airbag aus? Der Jetforce wird nicht wie andere Systeme über einen Bowdenzug ausgelöst, sondern man muss es erst mit einem kleinen roten Knopf aktivieren. Allerdings ist dieser Knopf so dimensioniert, dass es mit Handschuh etc. etwas umständlich ist. Zudem muss man ein kleines grünes Licht beobachten, ob das System auch in Ordnung ist. Ist dies der Fall, kann man den Jetforce aber mit einem Zug  auslösen.

 

Der Anschaffungspreis, bei der Recherche, schreckte mich am Anfang schon etwas. Mit Kosten ab ca. 1100 Euro für einen Rucksack ist das System bei der Anschaffung deutlich teurer als andere Systeme. Jedoch sollet man hier bedenken, dass man hier eine Investition für viele Jahre tätigt , und wenn man ein paar Test-Auslösungen hinter sich bringt, amortisiert sich der Preis wohl recht bald. Denn es entfallen die Anschaffung der Gasdruckflaschen oder die Wiederbefüllungskosten auf etliche Jahre. Ein weiterer Punkt bei dem mich Black Diamond überzeugen konnte. Noch einen grossen Vorteil des Systems ist auch seine Flugsicherheit: Während man bei anderen Anbietern zittern muss, ob man den Airbag auch wirklich im Flugzeug mitnehmen darf, gibt es beim Jetforce System vermutlich nie eine Diskussion. Laut Abklärungen mit Flugsicherheitsbehörden ist dieses System absolut Flugtauglich, da es keine „sprengstoffartigen“ Gasflaschen verwendet und man könnte man den Rucksack sogar im Handgepäck transportieren.

Fazit: Hier ist der grösste Vorteil des Jetforce-Systems: Die laufenden Kosten sind unschlagbar. Mit einer Akku-Ladung kann man den Airbag bis zu vier Mal auslösen. D.h.: Man kann vor jedem Start ins Gelände den Auslöser betätigen und den Umgang mit dem Airbag üben, oder das System auf Funktionalität überprüfen, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Ein unschätzbarer Vorteil. Gleichzeitig sind die Kosten für das Aufladen der Akkus natürlich verschwindend gering. Hier schlägt das System von Black Diamond die Mitbewerber um Längen

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