HANWAG Alaska GTX - Wanderschuhe

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Robuster und vielseitiger Trekkingschuh für (fast) alle Geländelagen
King Review
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ProduktScout
ProduktScout
21. Juli 2017
Robuster und vielseitiger Trekkingschuh für (fast) alle Geländelagen

Vorteile

  • robust
  • leicht
  • griffige Sohle
  • umlaufender Geröllschutz (handgeklebt)
  • top Fußklima
  • Unterstützung durch Herstellermanufaktur

Nachteile

  • Fußbett/Einlegesohle etwas billig
  • helles Leder am oberen Schaftrand --> Dreckränder

Die Bewertung

Vorgeschichte / Problemstellung

Auf der Suche nach einem soliden Trekkingschuh für Wanderungen mit Gepäck und in grobem Gelände hatte ich bereits viele Richtungen eingeschlagen. Entweder waren mir die Schuhe zu weit und zu schwer, oder ich hatte das Gefühl, dass der Schuh zu lapprig ist und mein Fuß im Gelenk- und Fersenbereich nicht optimal gestützt wird. Durch meine recht schmalen Füße hatte ich wahlweise mit zu fester Schürung oder mit Blasenbildung im Fersenbereich zu kämpfen.

Wie durch einen Zufall durfte ich auf der Outdoor in Friedrichshafen den Alaska GTX probetragen und war sofort von der Passform begeistert. Somit konnte ich bereits die richtige Größe ermitteln und musste den Schuh nur noch ordern.

Verwendung

Inzwischen trage ich den Schuh seit 3 Jahren auf den unterschiedlichsten Touren. Mehrtägige Wanderungen im Mittelgebirge, einfache Bergtouren in den Alpen, abendliche Schneeschuhtour im Winter, Schneeschippen, Arbeitseinsätze und vieles mehr hat der Schuh inzwischen über sich ergehen lassen.

Selbst bei Verwendung von Grödeln oder leichten Steigeisen war der Schuh noch stabil genug und ein guter Kompromiss, wenn die Tour nicht allzu schwierig war. Für längere Touren am Gletscher weiche ich allerdings lieber auf meinen Hanwag Sirius aus. Die Festigkeit des Alaska reicht hier nicht aus, um einen kontrollierten Tritt im Eis zu haben. An diversen Klettersteigen zwischen Bodensee und Gardasee hatte ich sehr gute Erfahrungen mit dem Schuh gemacht.

Komfort und Fußklima

Durch das Echtleder in Verbindung mit der GoreTex-Membran bieb mein Fuß immer trocken. Klar ist, dass man bei sehr heißen Bedingungen schwitzt, aber das Material leitet die Feuchtigkeit gut ab und trocknet bis zum nächsten Tag. Staunässe wie bei anderen Lederschuhen konnte ich nicht feststellen. Bei kälteren Verhältnissen trägt die dicke Sohle zu einer guten Isolierung bei und lässt die Füße nur sehr langsam auskühlen. Bei regelmäßiger Behandlung mit dem Handwag-Naturwachs bleibt der Schuh wasserdicht und das Leder trocknet nicht aus. Vor allem bei Verwendung im Winter lässt sich eine Pflege mit Wachs nicht verhindern.

Druckstellen hatte ich bisher keine, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass der Schuh innen kaum Nähte hat. Vor allem im Fersenbereich und an dem Kochen am Mittelfuß hatte ich bei anderen Schuhen schnell abgeschürfte Haut oder Balsenbildung.

Passform

Die Passform bei diesem Schuh hat mich überzeugt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen bei verschiedenen Herstellern, mit dicken Socken, dünnen Socken, fester Schnürung, leichter Schnürung und vielen weiteren "Expertentipps" aus meinem Umfeld bin ich endlich fündig geworden. Mein Fuß hält im Schuh, bekommt keine Blasen und muss nicht übermäßig fest geschnürt werden. Schlüsselelement war der schmale Leisten der Firma Hanwag. Mit meinem insgesamt recht schmalen Fuß habe ich nun genügend Halt im Schuh, ohne diesen übermäßig fest zu schnüren. Außerdem trage ich wieder normale Dünne Socken auf den Touren. In diesen fühle ich mich am wohlsten.

Die weit außen angesetzten Metallhaken der Schnürung laufen gut und lassen sich schnell und einfach festziehen. Im Knöchelbereich wird die Schnürung durch zwei tief sitzende Hacken fixiert, was zum einen viel Halt in der Fersenbox vermittelt und zum anderen eine getrennte Schnürungsfestigkeit von Vorfuß zu Schaft zulässt. Die Hacken zur Schnürung am Schaft sind komfortabel und in wenigen Sekunden geschnürt. Der Schaft kann ebenfalls sehr gut an die Fußform angepasst werden und muss sehr selten nachgeschnürt werden.

Griffigkeit / Sohle

Die Vibramsohle "Fuora" hält was sie verspricht. Durch die großen kantigen Profilblöcke greift der Schuh vor allem in weglosem Gelände sehr gut. Querungen von feuchten Wiesenflanken sind ebenso wenig ein Problem wie der steile Abstieg in lockerem Geröll oder auf losem Sand.

Die Steifigkeit der Sohle ist hierbei und Längs- und Querrichtung sehr gut. Durch die Verklebung mit dem umlaufenden Geröllschutz erhält der Schuh eine feste Grundform und folgt den Steuerbewegungen des Fußes gut.

Selbst auf Fels und Stein können gute Reibungswerte erreicht werden. Hierfür sorgt die breite Stollenreihe im Vorfußbereich, die bereits etwas an ein Bergschuhprofil erinnert.

Auf festen Böden rollt die vorgeformte und schön abgerundete Sohle gut ab und fühlt sich nicht zu steif an. Durch eine gute Dämpfung im Fersenbereich ist man lange vor den ersten Ermüdungserscheinungen bewahrt.

Special Features

- wählbare Leisten (wide, narrow, normal)
- wiederbesohlbar weil geklebt und nicht genäht
- Schuhe können direkt zum Hersteller zur Reparatur (Manufaktur)
- Kugeln in den Schnürhaken erleichtern eine gleichmäßige Verteilung der Zugkraft auf dem Vorfuß
- solide widerstandfähige Schnürsenkel

Fazit

Nicht umsonst ist der Schuh von Hanwag inzwischen ein echter Klassiker. Seit vielen Jahren hält er sich am Markt und noch hoffentlich viele Jahre an meinem Fuß. Der Preis ist für den Echtlederschuh gerechtfertigt. Volle 5 Zelte!!!

Das Bild zeigt mein Schuh links (Asche) und mit schmalem Leisten und rechts einen etwas älteren Alaska GTX (schwarz) mit dem breiten Leisten (und etwas mehr ausgelatscht). Der Breitenunterschied ist meiner Meinung nach deutlich sichtbar.

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Hanwag Alaska - läuft!
13. Juni 2017
Hanwag Alaska - läuft!

Vorteile

  • robust
  • langlebig
  • wiederbesohlbar
  • leicht zu reinigen
  • großes Einsatzspektrum

Nachteile

  • original Einlegesohle ist sehr einfach

Die Bewertung

Ein Schuhkauf ist meistens der schwierigste Kauf, daher bezieht sich meine Bewertung auf meine individuelle Passform, meine Erfahrungen mit dem Schuh, sowie den Aufbau und Leisten der von Hanwag für den Alaska benutzt wird.
 
Zum Leisten:
 
Die Zehenbox bietet noch oben viel Luft aber fällt (im Vergleich zum Meindl Island) etwas schmaler aus. Er ist eher für einen griechischen oder ägyptischen Fuß geeignet, Menschen die einen breiten Vorderfuß (griechisch) haben, oder viel Platz für den großen Zeh brauchen, werden mit dem Schuh wahrscheinlich nicht zurecht kommen.
 
An den Seiten und über dem Spann ist viel Platz, hier kann der Schuh aber auch stark zusammengezogen werden. Die im unteren Bereich kugelgelagerte Schnürung ist sehr leichtgängig, insgesamt lässt sich der Schuh gut auf verschiedene Bedürfnisse einstellen, z.B. für längere Abstiege, oder wenn man den Druck auf den Spann entlasten möchte. 
 
Die Ferse ist im Vergleich zum Meindl Isand auch etwas weiter. Wer eine schmale Ferse hat kann versuchen mit einer dicken Socke ein leichtes Schlupfen auszugleichen. 
 
Material und Ausführung:
 
Der Aufbau ist schlicht, bedeutet: kein technischer Schnickschnack, aber dennoch effektiv und haltbar! Kein Wunder das der Alaska seit vielen Jahren zu den absoluten Klassikern im B/C Bereich gehört. Der Schuh hat wenig Nähte, daher auch weniger Schwachstellen. Ein großes Lederblatt + hochgeschnittener Schafft und Fersenteil machen ihn sehr robust und leicht zu pflegen! Für das Obermaterial wird ein gewachstes Nubukleder verwendet. Die PU-Dämpfung vermitteln ein überraschend weiches Laufgefühl. Die Vibram Sohle mit Trekkingprofil rollt sehr gut ab und ist extrem griffig auf aufgeweichten Böden und in leichten Geröll. Die Brandsohle (die weiße “Kunststoffsohle“ unter der Einlegesohle) macht den Schuh mehrfach wiederbesohlbar. Der von Hand aufgezogene hohe Geröllschutzrand biete ordentlich Schutz vor Abrieb und Stößen. Das GoreTex Futter ist wasserdicht und atmungsaktiv, ein Lederfutter ist aber deutlich atmungsaktiver! 
 
Meine Erfahrungen mit dem Schuh:
 
Ich trage den Schuh seit ca. 4 Jahren und bin insgesamt sehr zufrieden. Nach bestimmt 1000km habe ich immer noch die erste Sohle drauf, auch wasserdicht ist er noch wie am ersten Tag. So langsam stellen sich erste Ermüdungserscheinungen ein, z.B. löst sich die Sohle etwas an der Schuhspitze (mit Sekundenkleber fixiert, hält erstmal) eine Naht vom GoreTex Futter zum Leder in der Lasche innen geht auf und die Sohle ist an der Ferse langsam runtergelaufen. Alles normale Abnutzungserscheinungen und reparabel! 
Die meiste Zeit nutz ich den Schuh fürs Trekking mit großen Rucksack, Bergwandern, aber auch Tagestouren, er hat unzählige Einsätze hinter sich und hat mich nie im Stich gelassen. Der Schuh kann auch ein Steigeisen mit Riemenbindung aufnehmen, ideal für leichte Hochtouren oder Gletschwanderungen.
Das Leder ist nicht mehr so fest wie am Anfang, daher geht über die Jahre auch etwas Halt verloren. Ich denke das ich den Schuh nur einmal wiederbesohlen lasse. 
 
Ich kann dem Alaska GTX eine klare Kaufempfehlung aussprechen, perfekt für Trekkingtouren und anspruchsvolles Gelände in der Bergen! Vorausgesetzt er passt ;)

 

 

 

 

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Ich habe mir diesen Stiefel vor 4 Jahren gekauft, trage ihn fast täglich und er hält immer noch!
2. Juni 2017
Ich habe mir diesen Stiefel vor 4 Jahren gekauft, trage ihn fast täglich und er hält immer noch!

Vorteile

  • Bequem
  • Robust
  • Warm
  • Guter Schweißtransport

Nachteile

Die Bewertung

Seid dem Ich das erste mal in den Stiefel geschlüpft bin war ich begeistert! Der Stiefel ist leicht, bequem, wasserdicht und transportiert den Schweiß gut nach außen! Bis jetzt habe ich ihn nur einmal neu besohlen lassen aber das sollte nach 4 Jahren kein Problem sein. Fazit: Ich kann ihn ruhigen Gewissens weiterempfehlen!

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Ich möchte auch soviel Kraft in meinen Beinen haben, dass ich diesen Schuh als leicht einschätze...

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Dieser Schuh ist ein Panzer!
8. Februar 2017
Dieser Schuh ist ein Panzer!

Vorteile

  • Knöchelfestigkeit
  • Sohle
  • Goretex
  • Verarbeitung
  • Bequemlichkeit

Nachteile

  • Gewicht

Die Bewertung

Ich habe diesen Schuh bei einer Tour durch den Sarek-Nationalpark in Nordschweden zum ersten Mal getestet und war direkt begeistert.

Da ich vor diesem Trip relativ wenig Zeit hatte, den Schuh einzulaufen, war ich zunächst etwas besorgt; diese Sorge war allerdings unbegründet. Der Alaska GTX hat sich binnen kürzester Zeit an meine Füße angepasst und während des ersten Trips hervorragend getragen.

Ob beim Furten durch kleinere Flüsse oder beim Passieren steiniger Hänge - der Schuh hat stest gehalten, was er versprochen hat.

Die Schnürung ist - auch bei Verschmutzung - einfach und präsize einstellbar, die Sohle gibt guten Halt im Gelände und die Goretex-Lagen halten den Fuß trocken.

Der einzige Nachteil ist das relativ hohe Gewicht, sodass ich diesen Schuh nur bei größeren Touren mit einem Rucksackgewicht von 15-20kg einsetze. Bei langen Spaziergängen mit meinem Hund oder "entspannteren" Wanderungen weiche ich auf weniger schwere Schuhe aus.

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Robuster Schlechtwetter-Schuh mit kleinen Mankos
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21. Oktober 2016
Robuster Schlechtwetter-Schuh mit kleinen Mankos

Vorteile

  • Wasserdichtigkeit
  • Tragekomfort
  • Vibram-Sohle
  • Knöchelstabilität
  • Geröllschutz
  • Möglichkeit der Neubesohlung

Nachteile

  • Gewicht
  • Innennaht an der Hacke
  • Auflösen der geklebten Sohle

Die Bewertung

Ich trage diesen Schuh nunmehr in der dritten Generation, d.h. man kann durchaus von einer besonderen Zufriedenheit von mir mit diesem Schuh sprechen. Er passt von der Leiste geradezu perfekt zu meinem Fuß.
Der Schuh wurde von mir auf diversen Wanderungen getragen und hat mich hinsichtlich seines Tragekomforts kaum enttäuscht. Durch die Goretex-Membran ist der Schuh absolut wasserdicht und gekoppelt mit einem Paar guter Gamaschen sorgen die Schuhe sogar dafür, dass man schienbeinhohe Flüsse trockenen Fußes queren kann.

Insbesondere in gerölligen Begegebenheiten spielt der Schuh seine großen Qualitäten aus. Er ist absolut robust und gibt dem Fuß in diesen rutschigen, gerölligen Feldern einen perfekten Halt. Insbesondere wenn man noch einen großen, schweren Rucksack trägt ist der Hanwag Alaska GTX von großem Vorteil, da er duch seinen hochgezogenen Knöchelschutz den Knöchel stabilisiert und ein Umknicken verhindert.

Bei Tageswanderungen mit einem kleinen Rucksack ist mir der Schuh jedoch zu schwer und zu  klobig, so dass ich für diese Aktivitäten eher zu einem stabilen Trailrunningschuh tendieren würde.

Ebenso im leichten waldigen Weichbodenbereich und aber auch auf Asphaltstrecken würde ich vom Hanwag Alaska eher abraten, da durch seine harte Sohle das Abrollverhalten des Schuhs stark begrenzt ist. Bei heißen Temperaturen sollte der Schuh bei jeder Pause kurz durchgelüftet werden, da die GTX Membran nicht zur Atmungsaktiviät beiträgt.

Auch bei der Abnutzung zeigt der Hanwag Alaska bei mir ungewohnte Schwächen, so dass ich bereits dreimal die Schuhe reklamieren musste. Gründe hierfür waren, dass einmal bereits nach drei Tagen tragen, die Sohle sich im vorderen Bereich ablöste und ein anderes Mal sich bereits nach Kurzer Zeit die Innennaht an der Ferse auflöste. Hanwag hat diese Reklamationen jedoch immer anstandslos akzeptiert und für eine kostenfreie Reparatur gesorgt.

Damit der Schuh seine Dauerlebigkeit erhöhen kann, sollte er vor den Aktivitäten eingewachst werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Schuh leicht erwärmt wird (z..B. mit einem Fön) , so dass die Schuhmembran das Wachs gut aufnehmen kann. Durch die Nutzung des Wachses verdunkelt sich das Leder des Schuhs, was ihn für mich aber noch attraktiver macht.

Insgesamt für mich ein fast perfekter Schuh für schmuddelige Weitwanderungen mit viel Gepäck durch wegloses Terrain. Mit diesem Schuh kann man keinen Fehler machen, sofern die Leisten für die Füße passen.

 

 

 

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