Wasserfilter

Von c.w.

Was kann man nicht alles Tolles über Wasser schreiben: Wasser ist „Leben“, Wasser ist „nass“, Wasser ist „Grundbestandteil des Menschen“, Wasser „schmeckt gut“, Wasser „bedeckt zu mehr als 70 Prozent die Erde“, Wasser… vor allem aber ist Wasser in vielen Regionen der Erde Mangelware; es ist dreckig, ungenießbar, teilweise sogar giftig. Wasser ist zwar viel auf unserem Planeten vorhanden, doch nicht überall wird damit mit der nötigen Sorgfalt umgegangen.

Wer viel in exotischen Ländern unterwegs ist, hat sicher schon seine Erfahrungen damit gemacht. Wasserfilter sind praktisch und quasi unersetzlich in diesen Regionen der Erde. Sie filtern Verunreinigungen jeglicher Art, entfernen Gerüche und verhindern sogar, dass Krankheitserreger über das Wasser in den Körper gelangen. Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon einen bestimmten Wasserfilter im Sinn, den du demnächst ganz bequem online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Argumente rund um den richtigen Wasserfilter. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich.  

Woman with Mini black   

Was ist drin im Wasser?  

Wenn man das immer nur wüsste! Manches Wasser würde man allein wegen der Farbe nie trinken wollen. Anderes ist kristallklar und doch mit Viren, Bakterien und Protozoen belastet. Das fiese daran: man kennt es dem Wasser nicht an, was sich darin befindet. Einem Wasserfilter ist es egal ob er in klares oder trübes Wasser gehalten wird. In der Regel erfüllt er seinen Zweck und filtert alle Partikel heraus, die größer und gröber sind als die Filterporen bzw. -fasern.  

Was ist drin im Wasserfilter?  

Am bekanntesten sind wohl Aktivkohlefilter. Sie filtern Partikel bis zur Bakteriengröße (ca. 2 Mikron) heraus. Das Prinzip dahinter ist Adhäsion, d.h. sämtliche Partikel und Teilchen, die gröber als die kleinste Aktivkohlepore sind, bleiben darin hängen. Schwebstoffe, Ein- und Mehrzeller, Protozoen und sogar Bakterien können dadurch gefiltert werden. Aktivkohle hat auch den Vorteil, dass sie durch ihre Eigenschaften sogar teils Gerüche und Geschmäcker aus Wasser entfernen kann. Ganz anders hingegen ist dies bei Chlor-, Jod- und Silberionentabletten. Diese lassen sich dem Verschmutzungsgrad des Wassers und auch der Wassermenge beliebig anpassen. Nach ca. 30 – 120 Minuten Einwirkzeit erhält man so ein ziemlich „sauberes“ Wasser mit einem mehr oder weniger starken Chlorgeschmack. Allerdings filtern Wasseraufbereitungstabletten keine Schwebstoffe oder andere Partikel aus dem Wasser. Es bleibt – je nach Vorverschmutzung – weiterhin trüb. Ganz anders hingegen Keramik- oder auch Glasfaserfilter. Beide filtern zuverlässig groben Schmutz aus dem Wasser. Allerdings ist der Keramikfilter bereits etwas in die Jahre gekommen: er kann zwar leicht gereinigt werden und hält so viele Tausend Reinigungszyklen, jedoch besteht die Gefahr, dass die Keramik leicht brechen kann. Merkt man dies nicht, so können schädliche Stoffe dennoch durch den Filtern ins Trinkwasser gelangen. Im Gegensatz dazu sind einige Glasfaserfilter sogar gefriersicher und haben mittlerweile einen solch kleinen Durchmesser, dass sie selbst Viren mit und rund 0,2 Mikron Größe aus dem Wasser filtern können.  Ebenfalls gefriersicher sind UV-Lichtfilter. UV-Licht tötet alle Mikroorganismen. Dennoch reinigt der UV-Lichtfilter das Wasser nicht von Schwebstoffen, der Geruch bleibt erhalten und auch die Wassermenge, die auf einmal „gefiltert“ werden kann ist endlich. Zudem benötigt man unterwegs Batterien/Akkus, deren Laufzeit ebenfalls endlich ist.  

Basecamp in Use

 Pumpen, Saugen oder Schwerkraft?  

Die am weitesten verbreitete Methode des Wasserfilterns ist das Pumpen. Moderne Wasserfilter verfügen über eine leichtgängige Doppelhubpumpe, die in jeder Bewegungsrichtung Wasser durch den Filterzylinder drückt. Je nach Pumpe, Pumpgeschwindigkeit und Filtereinsatz sowie dessen Verschmutzungsgrad sind zwischen 0,5 und 2,5 Liter Wasser möglich. Das Wasser kann direkt in die Flasche, einen Kanister oder jedes andere Gefäß gepumpt werden. Viele Weithalsflaschen (Fahrradflaschen, etc.) sind mit den Wasserfiltern direkt kompatibel. Schwerkraftfilter arbeiten – wie der Name schon vermuten lässt – mit der Schwerkraft. Ein Minimales Gefälle genügt, um das Wasser durch den Wasserfilter zu drücken. In dem oberen Wassersack befindet sich das Schmutzwasser, das durch einen Schlauch in den Filter und dann weiter in einen weiteren Wassersack läuft. Muskelkraft benötigt man nur für den Wassertransport, die Filtrierung verläuft ganz automatisch. Wichtig ist jedoch, dass man für das Schmutzwasser stets denselben Wassersack verwendet! Sogenannte Filterstrohalme zwingen den „Trinker“ regelrecht in die Knie. Um das kostbare Nass trinken zu können, muss man bis rund 10-20 Zentimeter mit dem Gesicht über das Gewässer. Auch wenn der Filter zuverlässig funktionieren mag, kostet dies je nach Wasserquelle evtl. doch etwas Überwindung – gerade wenn das Wasser etwas strenger riecht und die Farbe einen ungesunden Eindruck vermittelt.  

Kreuzkontamination… nie gehört?  

Während man in Vorfreude auf frisches Wasser sein Wasser abpumpt, kann es passieren, dass man unachtsam ist und Schmutzwasser in das saubere Trinkgefäß spritzt. Nicht so schlimm, wenn man das rechtzeitig merkt – man muss halt wieder von vorne beginnen. Ist jedoch das „saubere Ende“ des Wasserfilters verunreinigt, pumpt man das saubere Wasser zusammen mit dem Dreck in sein Trinkgefäß. In beiden Fällen spricht man von Kreuzkontamination. Am besten arbeitet man daher mit geschlossenen Systemen, die direkt in das Trinkgefäß einfüllen. Um Kreuzkontamination weitestgehend zu unterbinden, bietet es sich an eine Wasseraufbereitungstablette zusätzlich in das Trink- oder Wassersammelgefäß mit hinein zu geben.

  Man with Combi black  

Vorfilter, Lebenszeit und Reinigung  

Vorfilter erhöhen die Lebenszeit und erleichtern die Reinigung. Vorfilter sind in der Regel am Wassereinlass eingebracht und filtern grobe Partikel im Millimeterbereich aus dem Wasser. Das hat den Vorteil, dass die Leitungen nicht verstopfen, die Filterköpfe (aus Keramik oder Glasfaser) nicht zu schnell zugesetzt werden, und so die Reinigung schnell und einfach von der Hand geht. Einige Modelle besitzen bereits ein automatisches Rückspülsystem bei dem ein Teil des gepumpten Wassers direkt zur Reinigung des Filters verwendet wird. Der eigentliche Reinigungsprozess, der nach jedem Filtervorgang durchgeführt werden sollte, entfällt damit bzw. wird lange hinausgezögert. Moderne Wasserfilter haben somit eine durchschnittliche Filterleistung bzw. Lebenszeit von ca. 2.000 bis 10.000 Liter Wasser. Hochgerechnet auf Aufbereitungstabletten, kommt man hiermit deutlich günstiger davon. Wer jedoch im Urlaub in z.B. Südost-Asien oder Lateinamerika auf Nummer sicher gehen möchte, für den sind diese kleinen Helferlein eine preisgünstige und praktikable Lösung.   ACHTUNG: Alle derzeitigen Wasserfilter sind ausschließlich für Süßwasser ausgelegt. Eine Entsalzung ist technisch und chemisch nicht möglich. Auch radioaktive Stoffe können nicht aus dem Wasser gelöst werden!  

Noch mehr Beratungen direkt aus der Praxis kannst du dir bei unserer Community und den Produktscouts holen. In deren Produktbewertungen siehst du ganz schnell welche Wasserfilter toppen und welche floppen. 

Erzähle uns doch gleich mal von deinen eigenen Erfahrungen und bewerte deine persönliche Ausrüstung.  

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Titelbild: Katadyn Bilder imText: Katadyn  

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