TOP5 Features Bandschlingen und Reepschnüre

Der Sportler ist eine Maschine, die durch das richtige Material erst so richtig ins Laufen kommt. Besonders beim Klettern gilt es, die richtigen Kaufentscheidungen zu treffen. Neben guten Schuhen, Helm usw., braucht man Fels auch die passenden Reepschnüre und Bandschlingen. In der unserer TOP5, kannst du lesen, worauf es ankommt.

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1.Material Bandschlingen: Der Klassiker besteht aus Dyneema. Bandschlingen aus diesem Material wiegen weniger und sind dünner, glänzen dafür aber mit derselben Bruchlast, wie ihre Artgenossen aus anderen Materialien. In Zahlen: Sie sind etwa 15 Prozent leichter und weisen dafür eine vier Mal höhere Bruchlast auf (vgl. bergundsteigen 02/2008). Dafür sind sie etwas teurer als Modelle aus Polyamid. Einer der größten Nachteile von Dyneema-Schlingen: Sie sind so glatt, dass Knoten ab einer gewissen Belastung beginnen zu rutschen. Deshalb werden sie nur selten geknotet: Zum Beispiel mit einem weichen Bulin-Auge als Standplatzschlinge.

Bandschlinge (Foto: Black Diamond)

2.Material Reepschnüre: Sieht sich der Kletterer mit scharfen Kanten konfrontiert, greift er zu Reepschnüren aus Aramid (auch bekannt als Kevlar): Die Schnur zeichnet sich durch hohe Schnittfestigkeit aus. Will der Kletterer auch eine Schnur, die nicht UV-anfällig ist, legt er sich ein mit Nylon überzogenes Modell zu, wenn der Geldbeutel es zulässt. Die günstigere Variante besteht aus Polyamid. Diese Modelle lassen sich einfacher knoten, als die Vertreter aus Aramid, haben dafür aber ein schlechteres Gewicht-/Bruchlast-Verhältnis.

Reepschnüre (Foto: Edelrid)

3.Dicke Reepschnüre: Je dicker die Reepschnur, umso höher die Bruchlast. Kleiner Tipp: Reepschnüre am besten im Kletterladen kaufen und abschneiden lassen. Wie dick es sein darf:

1-4 Millimeter: Materialtransport, Schnürsenkel oder Zeltleine

5-6 Millimeter: Zwischen- oder Zusatzsicherung: Prusikschlinge, Sanduhr, behelfsmäßige Bergrettung (Flaschenzug)

8 Millimeter: Standplatz, zum Beispiel Standplatzkrake

Diese Werte gelten für Polyamidschnüre. Material aus Kevlar weist bei geringeren Durchmessern oft eine höhere Bruchlast auf. Darüber gibt der Hersteller Auskunft

4.Länge Bandschlingen: Bandschlingen gibt es in unterschiedlichen Längen zu kaufen. Welche Länge für welchen Zweck passt ist? Eine kleine Übersicht:

30 (und dünner als 10 mm): Totmannsicherung, Kreuzklemmknoten

60 ( und dünner als 10 mm): Alpinexpress-Set, Selbstsicherungsschlinge, Sanduhr

120: Standplatzschlinge, Sanduhr; universellste Länge

240 und 360: Spaltenbergung Gletscher, Standplatzkrake

5.Mit wie viel Schnur klettert es sich am besten

Hallenklettern: keine

Sportkletterer: 60cm Selbstsicherungsschlinge

Alpinkletterer in Plaisir-Routen: 2x 120cm Standplatzschlinge, 60 cm Aramidschlinge für Sanduhren

Den ausführlichen Ratgeber zu Bandschlingen und Reepschnüren findest du hier. Von der Community getestete Modelle (inkl. Preisvergleich) findet ihr wie bei OUTSIDEstories

 

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Titelbild: Christian Bickel

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