Schlauchboot, Kanu und Kajak

Von c.w.

In meiner Badewanne bin ich Kapitän…“ – echte Wassersportler setzen hingegen auf wahre, seetüchtige Boote: Schlauchboote, Kanus und Kajaks sind die erste Wahl. Während Bootsführerscheine teuer und langwierig sind, kommt man mit den muskelbetriebenen Booten ganz ohne Lärm, Abgase und Zusatzmotor aus. Daher sind sie auch auf den meisten Gewässern in Europa ohne Einschränkung zugelassen. Gleichzeitig erpaddelt man ein einmaliges Naturerlebnis.

Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon ein Schlauchboot, Kanu oder Kajak im Auge, das du demnächst ganz bequem online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Argumente rund um Schlauchboot, Kanu und Kajak. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich.

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Schlauboote: Material

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Während 1970 Schlauchboote noch knallrot und aus Gummi waren, sind moderne Schlauchboote in allen verschiedenen Regenbogenfarben erhältlich und garantiert nicht mehr aus Gummi. Synthetikmaterialien von „billig“ bis hochwertig haben Gummi ersetzt. Billige Discounter-Badeboote bestehen aus einfachen Kunststofffolien und halten die Luft im Schlauch für ein paar Stunden. Danach packt man es sowieso zusammen oder man muss nachpumpen, um noch eine Runde drehen zu können. Für einen Tag am Badesee mag das ok sein, für ein adäquates Naturerlebnis auf einem Fluss oder bei einer Seedurchquerung ist man hiermit äußerst schlecht unterwegs. Etwas besser ist man mit ebenfalls günstigen Schlauchbooten aus PVC unterwegs. Sie halten die Luft auch mehr als einen Tag. Allerdings ist PVC nicht sehr Wärme- und UV-beständig. Gleichzeitig dünsten mit der Zeit die Weichmacher aus. Die direkte Umwelt – Mensch wie Natur – ist davon betroffen. Auf die vielen negativen Einflüsse dieser Weichmacher wollen wir hier nicht eingehen.

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Wahre Abenteurer, setzen bei ihrer Ausrüstung auf stabile, langlebige und damit nachhaltige Materialien. Für Schlauchboote im oberen mittleren Preissegment empfehlen sich hier Mischgewebe wie Hypalon und die Hybridstruktur Hypalon-Neopren-Hypalon. Hypalon ist ein faserverstärktes Kunststoffgewebe, das äußerst robust und abriebfest ist. Als einfache Lage ist es selten ein reines Hypalon-Schlauchboot zu bekommen. In der Regel werden Schlauchboote aus dem Mehrlagenmaterial Hypalon-Neopren-Hypalon hergestellt. Durch die stabile und besonders gasdichte Verbindung hält sich die Luft sehr lange in den Schläuchen. Das Material altert nur sehr langsam, ist temperaturunempfindlich und sehr einfach zu reparieren – ähnlich wie ein Fahrradschlauch. Die Überflieger unter den Schlauchbooten sind aus dem modernen, komplett recycelbaren Material EPDM hergestellt. Es ist extrem abriebfest, UV-beständig und kommt in der Regel bei allen Raftingbooten zum Einsatz. Gleichzeitig hält es auch hohen Luftdrücken stand. Schlauchboote aus EPDM halten bis zu mehrere Jahrzehnte. Daher verlängern einige Hersteller auch gerne die Garantie bei Schlauchbooten aus EPDM.

Schlauboote: Größe

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Ganz klar, alleine macht ein Trip über das Wasser meist wenig Freude – Freunde und Familie müssen mit! Kleine Schlauchboote bis drei Meter bieten Platz für bis zu vier Personen. Große Schlauchboote bis ca. acht Meter bieten bis zu ca. acht Personen Platz. Natürlich hängt die Größe auch immer vom Gewässer und Einsatzzweck ab. Und je größer ein Schlauchboot ist, desto schwieriger ist es natürlich auch zu manövrieren. Ganz abgesehen vom Gewicht und Packmaß, das bereits vor dem Kauf mit in Betracht gezogen werden muss. Wer sich für ein Schlauchboot mit herausnehmbarem Boden (Alu, Holz oder Kunststoff) entscheidet, muss mit einem Gewicht bis zu rund 60 Kilogramm oder gar mehr rechnen. Reine Luftboote sind schon um die rund 20 Kilogramm zu haben.

Schlauchboote: Einsatzzweck

Mit einem Schlauchboot kann man quasi jedes Gewässer – je nach Materialzusammensetzung – befahren. See, Fluss oder gar Meer – Schlauchboote sind ganz universell einsetzbar. Zudem ist die Zuladungskapazität enorm. Und auch wenn das Bootsinnere einmal komplett mit Wasser volllaufen sollte, besitzen die Schläuche in der Regel genügend Auftrieb um nicht zu sinken.

Kanus und Kajaks

Kanuten machen eine wahre Wissenschaft daraus zu definieren was ein Kanu und was ein Kajak ist. Wir beschränken uns hier darauf generell alle geschlossenen Boote mit Doppelpaddel als Kajak und alle offenen Boote mit Stechpaddel als Kanu zu bezeichnen. Das macht es durchaus einfacher den Überblick zu behalten. Für den Wassersporteinsteiger eignen sich Kanus durchaus besser. Kanus sind etwas breiter als Kajaks und liegen daher ruhiger im Wasser. Sie kippeln nicht so leicht, was das Ein- und Aussteigen erleichtert. Gleichzeitig finden in einem Kanu – je nach Größe – bis zu vier Personen Platz. Bei guter Zusammenarbeit ist es für jeden einzelnen kraftsparender das Boot zu steuern – immerhin paddeln hier mehrere Personen auf dasselbe Ziel zu.

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Im Kajak hingegen finden maximal bis zu zwei Personen Platz. Wer viel und häufig das Boot tragen muss, der hat hier klar den Gewichtsvorteil. Einsitzer kommen in der Regel auf ca. 18 – 25 Kilogramm. Kanus – je nach Größe und Baumaterial – können diesen Wert bei weitem um ein Vielfaches überschreiten. Allerdings können geschlossene Kajaks auch in wilderem Wasser eingesetzt werden – als Seekajak sind sie auch an den Küsten sehr beliebt. Offene Kanus bevorzugen eher ruhige Gewässer wie Seen oder flache Flüsse. Wer mit viel Gepäck oder auch mit Kindern in den See stechen will, der sollte in jedem Fall zum Kanu greifen. Die Bootswand ist höher und durch die größere Breite ist auch das Ladevolumen höher. Doch mehr Zuladung erfordert natürlich auch mehr Kraft am Paddel. Daher sollte auch das Paddel der Last angepasst sein. Das ergibt eine einfache Rechnung: mehr Last, erfordert ein größeres Paddel. Und das gilt für Kajaks wie Kanus im selben Maße.

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Tipp:

#1 Wer beim Paddeln schnell einen kühlen Hintern bekommt, fährt sehr gut mit einem Schaumstoffsitzkissen. Diese sind leicht, saugen sich nicht voll und polstern bequem weich.

#2 Auf langen Touren sollte das Boot über Nacht umgedreht werden, dass das Spritzwasser vom Tag herauslaufen kann. Außerdem kann es so auch nicht hineinregen.  

Weitere Tipps direkt aus der Praxis kannst du dir bei unserer Community und den Produktscouts holen. In deren Produktnewertungen siehst du ganz schnell welche Schlauchboote, Kajaks oder Kanus toppen und welche floppen.

Erzähle uns doch gleich mal von deinen eigenen Erfahrungen und bewerte deine persönliche Ausrüstung.

Schlauchboote, Kajaks oder Kanus online kaufen? – Kein Problem, hier findest du eine riesige Auswahl:

   Globetrotter

Titelbild: SevylorBilder im Text: Grabner

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