Fahrrad-Sonnenbrillen

Kennst du das auch? Du bist mit dem Rad unterwegs und hast ausgerechnet deine Fahrrad-Sonnenbrille vergessen? Nach den ersten 100 Metern hast du schon gefühlt 200 Fliegen am Lid kleben und erkennst nur jedes zweite Hindernis rechtzeitig aufgrund der prallen Sonne? Gründe, eine gute Brille auf dem Bike zu haben, gibt es zahlreiche – neben Insekten und Sonne bietet sie auch beispielsweise Schutz vor Schmutz, Zugluft oder Spritzwasser. Doch woran erkennst du eine gute Sonnenbrille zum Fahrradfahren? Nach welchen Kriterien solltest du beim Kauf vorgehen?

1. Einsatzbereich

Bevor du dir für 250 € eine top ausgestattete Brille kaufst, solltest du dich fragen, wofür du sie nutzen möchtest. Fährst du nur mit dem Fahrrad in die Arbeit oder machst ab und an eine gemütliche Radtour am Wochenende? Bist du oft mit dem Mountain Bike in den Bergen unterwegs und damit auch stark der Witterung und Schmutz ausgesetzt? Oder bist du ambitionierter Rennradler, der gerne auch mal richtig weite Strecken zurück legt? Je nach Einsatzbereich solltest du den Fokus auf verschiedene Kriterien legen, die vor allem durch Passform, Sicht und Filter sowie dem entsprechenden Preis-Leistungs-Verhältnis definiert sind. Nicht ganz außer Acht zu lassen, ist natürlich auch die Optik. Wobei diese nicht Hauptkriterium sein sollte. Wenn du die Brille für intensive Einheiten nutzen möchtest, ist außerdem die Belüftung ein wichtiger Aspekt, damit die Gläser nicht von innen beschlagen.

Vor allem bei Abfahrten mit hoher Geschwindigkeit bietet eine Brille neben dem Schutz vor Licht auch Sicherheit vor aufgewirbelten Steinen

2. Passform

Grundsätzlich gilt: Eine Brille muss perfekt passen und sehr gut am Kopf anliegen. Brillen, die nicht richtig sitzen, können Kopfschmerzen verursachen oder beispielsweise bei schnellen, holprigen Fahrten verrutschen oder gar hinunterfallen. Ähnlich wie auch bei Schuhen oder Bekleidung bildet sich mit der Zeit die eigene Lieblingsmarke heraus – bei dem einen sitzt die Brille von adidas eyewear besser als eine von Oakley. Unterschiedliche Merkmale können jedoch die Passform erheblich begünstigen. Hierzu zählen gummierte und verstellbare Bügel sowie Nasenpads, die breite des Gestells und wie gut der Rahmen mit dem Gesicht abschließt. Es empfiehlt sich zudem, die Fahrrad-Sonnenbrille etwas länger auf der Nase herumzutragen, da sich mögliche Problemstellen nicht immer sofort zeigen. Ebenso solltest du den Helm zur Anprobe mitbringen, um die Brille gleich in Kombination zu testen.

3. Sicht und Filter

Allein die beste Passform macht jedoch noch keine perfekte Fahrrad-Sonnenbrille. Essentiell für ungetrübtes In-die-Pedale-treten ist ein optimales Sichtfeld und qualitativ hochwertige Filter. Je größer die Gläser, desto weiter ist logischer Weise auch das Sichtfeld. Schnell werden hier Vergleiche mit Puck, der Stubenfliege, gezogen, jedoch ist je nach Einsatzbereich der Brille eine gute Rundumsicht nötig und trägt zusätzlich zur Sicherheit bei. Außerdem müssen die Gläser bruch- und kratzfest sein, da sie sonst bei Stürzen ein hohes Risiko für die Gesundheit deiner Augen darstellen oder die Sichtqualität einschränken. Bei den Filtern selbst gibt es mehrere Faktoren, die du beachten musst: Sind im Lieferumfang Wechselfilter enthalten und lassen diese sich problemlos tauschen? Bieten sie einen ausreichenden UV-Schutz (ab UV 400)? Schützen die Filter vor Beschlagen und lassen sie Wasser abperlen? Wenn du fehlsichtig bist, gibt es die drei gängigen Varianten Clip Ins, Adapterverglasungen oder Direktverglasung.

Starke Sonneneinstrahlung setzt einen guten UV-Schutz der Sonnenbrille voraus, um die Augen zu schützen

4. Preis-Leistung

Wie du siehst – viele Faktoren spielen beim Kauf der richtigen Fahrrad-Sonnenbrille eine Rolle. Doch es muss nicht immer gleich die Brille für 250 € sein. Auch in der Preiskategorie bis 100 € finden sich schon gute Brillen, die beispielsweise Wechselgläser oder Passformkorrekturen bieten. Als Entscheidungshilfe kann dir zusätzlich der Lieferumfang und Service des Herstellers dienen. Können Einzelteile wie kaputte Nasenpads ersetzt und nachgekauft werden? Ist ein Hardcase, also ein stabiles Etui mit an Bord? Liefert der Hersteller ein Microfasertuch zur Reinigung mit? Kann die Brille verglast oder geschliffen werden? Dann steht dem Radvergnügen nichts mehr im Weg!

Mehr Informationen und neue Bewertungen zu Mountainbike-Brillen, Fahrrad-Sonnenbrillen und Rennradbrillen findet ihr  wie immer bei OUTSIDEstories.

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