Der Daunenschlafsack – darauf kommt es an

Von Philip
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Der Schlafsack ist ein essentieller Bestandteil der Outdoorausrüstung. Immer wenn man draußen übernachtet, kommt er zum Einsatz. Je nach Trekking-, Berg- oder auch Bike- oder Kanu-Tour und der entsprechenden Temperatur, hat man natürlich unterschiedliche Anforderungen, die von unterschiedlichen Schlafsäcken erfüllt werden. Im Folgenden konzentrieren wir uns vornehmlich auf den Daunenschlafsack, dessen Eigenschaften wir euch mit der freundlichen Unterstützung von Exped erklären möchten. Unter allen aufmerksamen Lesern verlosen wir weiter unten außerdem einen Exped Lite -11 Daunenschlafsack (mehr dazu weiter unten). Wie der Daunenschlafsack sich in der Praxis bewährt hat, haben unsere ProduktScouts – die OUTSIDEstories Tester – überprüft. Hier geht’s zu ihren Bewertungen und persönlichen Erfahrungen:

Noch mehr hilfreiche Bewertungen aus der Community findet ihr hier bei OUSTIDEstories.

Schlafsacktypen und Temperaturangaben

Sommer-, Dreijahreszeiten- und Winterschlafsäcke

Wie bereits angedeutet gibt es Schlafsäcke für unterschiedliche Temperaturbereiche. Allgemein kann man unterscheiden zwischen dünnen Leinenschlafsäcken oder Schlafsack-Inlets für den Tropenurlaub oder die Hüttentour, Sommerschlafsäcken, Dreijahreszeitenschlafsäcken und Winterschlafsäcken. Letztgenannte können Temperaturen von bis zu -40°C oder -50°C widerstehen, wenn sie als Expeditionsschlafsäcke für hochalpine Gefilde oder die Polarregionen entwickelt wurden. Diese Isolationsfähigkeit eines Schlafsacks wird maßgeblich bestimmt von seiner Füllung – von Material und Füllmenge. Die meisten Schlafsäcke auf dem Markt setzen entweder auf Daunen oder Kunstfaser (meist Polyester), seltener kommt auch Merinowolle zum Einsatz. Das Temperaturrating eines Schlafsacks wird gemäß der EU Norm EN-ISO Norm 23537-1:2016 durch die drei Temperaturangaben Comfort, Limit und Extreme angegeben (Beispiele siehe Tabelle). Dabei sind vor allem die Comfort- und die Limit-Temperatur von Interesse, die die untere Grenze der Temperatur für Standard-Frau und Standard-Mann angeben, die gerade noch nicht frieren.

  Comfort Limit Extreme
  „Standard-Frau” (25 Jahre, 60 kg, 1,60 m), die gerade noch nicht friert. “Standard-Mann” (25 Jahre, 70 kg, 1,73 m), der gerade noch nicht friert. “Standard-Frau” (25 Jahre, 60 kg, 1,60 m) unter starker Kältebelastung. Hier besteht erhöhtes Risiko der Unterkühlung.
Exped Comfort -4 +2 -4 -22
Exped Lite -11 -4 -11 -28
Exped Winterlite -16 -8 -16 -33

Mumien, Eier und Rechtecke - ein Daunenschlafsack muss fast alles können

Auch die Form eines Schlafsacks entscheidet mit über den Einsatzzweck. Hier gilt es zu unterscheiden zwischen Mumienschlafsäcken, rechteckigen und eiförmigen Schlafsäcken. Der für das Outdoorabenteuer gebräuchlichste ist der Mumienschlafsack. Er weist eine an die Körperproportionen angepasste Form auf, weshalb er einerseits platzsparend ist und andererseits auch sehr effizient wärmt – vorausgesetzt man wählt die korrekte Größe und kann durch seine Körperwärme die Luft im Inneren entsprechend erwärmen. Der Kopf ist fest in eine wärmende Kapuze gebettet, die sich eng zuziehen lässt und Kältebrücken verhindert. Gleiches gilt für den Reißverschluss, der meist nach Wunsch rechts oder links liegend ebenfalls gut nach innen isoliert sein sollte. Bodennahe Reißverschlüsse wie beispielsweise bei Exped, verhindern effektiv Kältebrücken. Ein netter Nebeneffekt der freien Seitenwahl beim Reißverschluss, ist übrigens, dass man zwei Schlafsäcke gleichen Typs bequem miteinander koppeln kann. Damit nachts niemand kalte Füße bekommt, erfährt der untere Teil eines Schlafsacks oftmals besondere Zuwendung. Mit einer 3D Trapez Fußbox, die anatomisch an die Fußposition angepasst ist, wie sie zum Beispiel in den Exped Schlafsäcken verwendet wird, kann man auf die ganz dicken Socken zum Schlafen verzichten.

Der Exped Lite -11 Daunenschlafsack ist ein klassischer Mumienschlafsack für drei Jahreszeiten.

Unruhige Schläfer und alle, die viel Platz brauchen, fühlen sich wahrscheinlich in rechteckigen und eiförmigen Schlafsäcken wohler, müssen aber Abstriche hinsichtlich Wärmeisolation und Packmaß in Kauf nehmen. Deshalb sind beide Formen bei Trekking- oder Expeditionsschlafsäcken auch eher selten anzutreffen.

Daune als Füllmaterial

Eigenschaften der Daune

Daunen haben als Füll- und Isolationsmaterial eine lange Geschichte. Bereits im alten Rom kamen die Flaumfedern zum Einsatz. In der Bettwäsche und auch in modernen Schlafsäcken sind sie für viele immer noch das Füllmaterial der Wahl.

Gewonnen wird das wärmende Naturprodukt ausnahmslos von Wasservögeln wie Enten, Eiderenten oder Gänsen. Der strukturelle Aufbau sowie die Bauschkraft verleihen den feinen Daunenfedern die Eigenschaft, Wärme optimal zu speichern. Schaut man sich diese Beschaffenheit genauer an, lassen sich unter dem Mikroskop viele kleine Verästelungen (bis zu 2 Millionen) entdecken, die die Daunen wie Schneeflocken aussehen lassen. Verzahnungen verbinden die einzelnen Strukturen miteinander und sorgen dafür, dass die Daune als hervorragendes Speichermedium für Körperwärme dient.

Eine hohe Bauschkraft sorgt für eine hohe Wärmeisolation.

Ein weiterer wichtiger Faktor von Daunenfedern ist ihre Bauschkraft. Diese wird in der Einheit „cuin“ (cubic inch) angegeben, welche über einen Zeitraum von 24 Stunden ermittelt wird.  Wie weit sich die Daunen ausdehnen, nachdem sie zusammengepresst wurden, ist hierbei der entscheidende Faktor. Daher gilt je höher die Bauschkraft, desto höher das Volumen und folglich auch eine bessere Wärmeleistung. Zusätzlich spielt auch die Größe der einzelnen Daunen eine Rolle. Denn je größer die Daune ist, desto besser dehnt sie sich wieder aus, desto höher ist auch ihre Bauschkraft. Erstklassige Federn kommen somit auf Werte von 750 bis 800 cuin. Der größte Vorteil der Daunen liegt des Weiteren in ihrem geringen Gewicht. Im Schnitt wiegen sie zwischen 0,001 – 0,002 Gramm.

Wie gut ein Schlafsack nun die Wärme speichern kann, hängt aber dennoch von seiner Füllung ab. Diese kann aufgrund der natürlichen Begebenheiten der Daune auch sehr stark schwanken. Zudem kommt es bei der Füllung auf die Menge der beigemischten Federn an. Trotz ihrer stützenden Wirkung und der daraus resultierenden Zunahme der Bauschkraft, sind die Federn nur bis zu einem gewissen Grad hilfreich. Werden zu viele Federn beigemischt verliert der Schlafsack an Wärmeleistung und büßt an Qualität ein. Ein ideales Verhältnis zwischen Daunen und Federn sollte bei 90/10 oder höher liegen. Bei Exped gibt ein + vor der Bauschkraft an, dass es sich um einen Mindestwert handelt, der erreicht wird. So wird mit einer Daune von höherer Bauschkraft eine gleichmäßigere Verteilung garantiert.

Daunenschlafsäcke zeichnen sich durch gute Wärmeisolation geringem Gewicht und kleinem Packmaß aus. In einem wasserdichten Packsack bleibt die Daune vor Nässe und Feuchtigkeit geschützt.

Neben dem geringen Gewicht, der hohen Komprimierbarkeit und der exzellenten Wärmeleistung hat die Daune auch zwei Nachteile: ihre schlechte Performance bei Feuchtigkeit und Nässe und die Problematik des Tierschutzes. Die Problematik der Nässe wollen wir an dieser Stelle ein wenig vernachlässigen, da ein Schlafsack nur in den seltensten Fällen nass oder feucht wird. In der Regel benutzt man ihn im Zelt, wo es trocken sein sollte und für den Transport gibt es oftmals wasserdichte Packsäcke.

Tierschutz bei Daunenschlafsäcken 

Daunen werden meist als Nebenprodukt der Schlachtung und Fleischproduktion gewonnen. Hierbei werden die Tiere lebend, beziehungsweise heutzutage fast ausschließlich, bereits tot gerupft. Lediglich die Daunengewinnung der Eiderenten läuft schonender ab. Die Daune als tierisches Produkt wird der Ente dabei aus dem Nest entnommen.

Die renommierten Outdoormarken sind sich dieser Problematik selbstverständlich bewusst und setzen in der Regel ausschließlich auf nachhaltig und verantwortlich gewonnene Daune. Als Verbraucher kann man sich hier zum Beispiel auf das Siegel des Responsible Down Standard (RDS) verlassen, ein international anerkanntes Prüfsiegel, das unter anderem besagt, dass es weder zu Lebendrupf noch Zwangsfütterung kommt und dass eine artgerechte Haltung vom Schlupf bis zur Schlachtung garantiert. Alle Stationen der Lieferkette werden darüber hinaus unabhängig überwacht. Noch einen Schritt weiter geht beispielsweise das Schweizer Unternehmen Exped, das in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Testinstitut IDFL (International Down and Feather Laboratory and Institute) auf größtmögliche Transparenz setzt und ab 2018 dem Endkunden per QR-Code die Möglichkeit gibt, sich gezielt über die verwendete Daune im jeweiligen Schlafsackmodell zu informieren.

Kammerkonstruktion

Damit die Daune ihr volles Wärmepotenzial entfalten kann, wird sie in einzelne Kammern gefüllt (so kann sie nicht verrutschen). Die sind bei hochwertigen Schlafsäcken meist nicht einfach durchgesteppt, sondern in bestimmten Formen angeordnet, um Kältebrücken zu verhindern. Die populärste Form sind H-Kammern, für die zahlreiche vertikale Stege aus feinstem, sehr leichtem Trikotstoff vernäht werden. Dieser sorgt dafür, dass die Luft zirkulieren und die Daune gut bauschen kann. Aber auch Trapez, V- und H2-Kammern findet man in hochwertigen Schlafsäcken. Welche Form tatsächlich die beste ist, darin scheiden sich die Geister. Bei Exped vertraut man zum Beispiel weiterhin auf die H-Kammern: „Während der letzten Jahre an Entwicklung haben wir natürlich auch unsere bewährte H-Kammern Konstruktion in Frage und auf den Prüfstand gestellt. Das hat uns jedoch bestätigt, dass unsere hochwertige, europäische Daune mit der tollen Füllkraft hervorragend in der H-Kammer isolieren kann ohne Kältebrücken zu erzeugen,“ so Product Manager Eicke Thiele.

Bei trockener Witterung geht nichts über eine Nacht unter freiem Himmel. Der Daunenschlafsack sorgt für perfekte Wärmeisolation und einen ausgeschlafenen Tag.

Außenmaterial

Das Außenmaterial, meist Nylon oder Polyester, eines Schlafsacks muss gleich mehrere Eigenschaften aufweisen. Damit weder Daunen noch Federn verloren gehen, sollte der Schlafsack daunendicht sein. Dazu kann man den Schlafsack entweder beschichten oder beim Weben auf eine sehr hohe Fadenzahl achten. Bei der zweiten Variante erhält man einen sehr dicht gewebten Stoff, der „konstruktionsbedingt daunendicht“ ist und gleichzeitig auch äußerst robust. Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehen ist die höhere Atmungsaktivität und Dampfdurchlässigkeit von nicht imprägnierten oder beschichteten Stoffen, da der Mensch über Nacht bis zu einem halben Liter an Feuchtigkeit abgeben kann. Auch besitzen unbehandelte Stoffe eine bessere Hautverträglichkeit und sind umweltfreundlicher. Ein Indikator, an dem man sich als potenzieller Schlafsackkäufer orientieren kann, ist unter anderem der Oeko-Tex® Klasse 1 Standard der Exped-Schlafsäcke.

Gewinnspiel

++++ Das Gewinnspiel ist beendet. Danke fürs Mitmachen. ++++

Zusammen mit Exped verlosen wir einen Lite -11 Daunenschlafsack. Ihr müsst nur folgende Frage richtig beantworten und schon seid ihr dabei:

Wozu dient der QR-Code in den Schlafsäcken von Exped?

a) Mit dem QR-Code in den Exped Schlafsäcken kann man sich gezielt über die verwendete Daune im jeweiligen Modell informieren. 

b) Mit dem QR-Code in den Exped Schlafsäcken kann man gezielt passendes Zubehör zu den jeweiligen Schlafsäcken bestellen.

Klick auf den "Gewinnspiel Mitmachen"-Button und gewinne einen Exped Lite -11 Daunenschlafsack. Einsendeschluss ist der 24.06.2018, 23:59 Uhr.

 

Mitmachen kann jeder ab einem Mindestalter von 18 Jahren und der seinen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz hat. Mitarbeiter von Exped und OUTSIDEstories dürfen leider nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Hier könnt ihr die vollständigen Teilnahmebedingungen einsehen.

 

Alle Imagebilder © Exped. Sponsored Post: Dieser Blog-Post wurde mit freundlicher Unterstützung von Exped erstellt. Siehe auch unser Blog-Verhaltens-Kodex.

Foto: Exped

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