EXPED Glissade 25 - Skitourenrucksäcke

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Ein bequemes und vielseitiges Daypack für Skitouren, dass den Fokus mehr auf ein schickes und aufgeräumtes als auf robustes und gut handhabbares Design legt.
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19. Dezember 2018
Ein bequemes und vielseitiges Daypack für Skitouren, dass den Fokus mehr auf ein schickes und aufgeräumtes als auf robustes und gut handhabbares Design legt.

Vorteile

  • vielseitig modifizierbar und Trinksystemkompatibel
  • entfernbarer Hüftgurt und herausnehmbare Rückenplatte
  • viele durchdachte Befestigungsmöglichkeiten
  • ausgezeichnet gute Verarbeitung
  • Sitzt wie angegossen
  • einfach schick, mit Liebe zum Detail

Nachteile

  • schickes Design geht hier vor Robustheit und Handhabbarkeit

Die Bewertung

Der Glissade 25 ist ein Skitourenrucksack für eintägige Unternehmungen. – Das kleine Frontfach ermöglicht den schnellen Zugriff auf Lawinenrettungsausrüstung, das weich ausgekleidete Brillenfach das sichere Verstauen der Skibrille, die Einschubtasche im Hauptfach das Verwenden eines Trinksystems, der entfernbare Hüftgurt das Tragen eines Klettergurtes und die robusten Befestigungsmöglichkeiten das Tragen von einem Eispickel und Skiern. – Jedoch lässt sich der Rucksack auch gut zweckentfremden und als Rucksack für kurze Wanderungen, das Fahrradfahren oder den Alltag nutzen.

Tragesystem

Das Tragesystem ist für einen so kleinen Rucksack überproportional gut ausgestattet. Hinter der leicht gepolsterten Rückseite des Rucksacks, die zur Belüftung über ein paar dezente Vertiefungen verfügt, befindet sich eine stabile Rückenplatte aus Kunststoff. Diese sorgt für die nötige Formstabilität und damit für eine gute Gewichtsverteilung auf das Tragesystem und lässt sich zudem herausnehmen und so als isolierende Sitzunterlage nutzen. Am unteren Rand, der Problemstelle, an der ein jeder Rucksack am Rücken hin und her reibt, ist dieser durch ein aufgenähtes Gurtband verstärkt.

Die Schulterriemen, die für die Rucksackgröße ausreichend breit und gepolstert sind, verfügen neben ihrer Längenverstellung, auch über einen höhen- und weitenverstellbaren Brustgurt und Lastkontrollriemen. Zudem befindet sich an jeder Seite eine elastische Schlaufe zum fixieren eines Trinkschlauches.

Der Hüftgurt ist, was die Breite und Polsterung angeht, ebenso üppig ausgestattet. Er verfügt zudem auf beiden Seiten über je eine Reisverschlusstasche, die groß genug ist, um ein Handy und zwei drei Riegel oder ähnliches aufzunehmen. Besonders hervorzuheben ist jedoch die Modifikationsmöglichkeit, denn der Hüftgurt lässt sich teilweise oder ganz entfernen. Wer auf Touren einen Klettergurt trägt, der weiß, dass sich dieser und der Hüftgurt eines Rucksackes arg in die Quere kommen können. In einen solchen Fall kann hier die Polsterung samt Taschen entfernt werden und lediglich das breite Gurtband genutzt werden. Wer sich jedoch durch einen Hüftgurt eher gestört fühlt und diesen aufgrund des geringen Gepäckgewichtes nicht benötigt, der kann auch noch das Gurtband weg lassen. Damit sich der Hüftgurt aber nicht von selbst verabschiedet oder verschiebt, ist er durch die Rückseitenkonstruktion des Rucksackes gesteckt und darin mit einem Klettstreifen fixiert.

Um den Rucksack nach der genauen Anpassung auf den eigenen Körper etwas aufzuräumen, finden sich an den Enden der meisten Gurtbänder aufgesteckte Klettbändchen. Mit Hilfe dieser können die Gurtbandenden aufgerollt und fixiert werden. Stören kann dies jedoch, wenn man unterwegs die Oberbekleidung verändert oder anderweitig die erneute Anpassung des Tragesystems notwendig wird. Hier sind einem dann fixierte Gurtbandenden einfach nur im Weg. Abwägen muss also ein jeder für sich, ob er mehr Wert auf schickes Aussehen oder gute Handhabbarkeit legt.

Im Rucksack – Taschen, Art und Umfang

Der Rucksack, dessen Fächer ich hier mit Haupt-, Front- und Brillenfach betitle, verfügt zusätzlich über drei Innen- und zwei Hüftgurttaschen. Die fünf Außen-, sowie zwei der Innentaschen verfügen über YKK-Reisverschlüsse, wobei die der Außenfächer mit gummierten Reisverschlussgriffe, deren Endkappen im dunkeln Leuchten, ausgestattet sind. Die Reisverschlüsse lassen sich somit gut im Dunkeln finden und mit Handschuhen bedienen.

Das Hauptfach, welches sich oben und auf einer Seite auch seitlich öffnen lässt, verfügt im Inneren über ein Netzfach mit Schlüsselring, eine Daisychain und ein Einschubfach mit seitlich darin liegenden elastischen Fixierbändern. Eine Ecke in diesem Fach eignet sich besonders, um das stets benötigte Trinkwasser mitzuführen. Denn der Rucksack ist mit allen gängigen auch besonders großen Trinksystemen kompatibel. Das im Hauptfach befindliche rückennahe Einschubfach mit Klettbandaufhängung, der mittige Schlauchausgang und die elastischen Trinkschlauchfixierungen an den Schulterriemen spielen hierbei optimal zusammen.

Das deutlich kleinere und schlechter zugängliche Frontfach verfügt im Inneren über elastische Fixierbänder für aufrecht stehende Ausrüstung, sowie über kleine Fixierbandschlaufen für Stifte, eine kleine Taschenlampe oder ähnliches. Zudem befindet sich am Boden des Faches ein Abflussloch, durch das Wasser von nass oder eingeschneit verpackter Ausrüstung abfließen kann. Es eignet sich daher besonders zum Unterbringen von Ausrüstung, die man zwar dabei und griffbereit haben, aber niemals nutzen möchte. Beispielsweise eine Lawinensonde, eine zerlegbare Schaufel, einen Biwaksack, ein Erste Hilfe Set  oder Ähnliches.

Zwischen den großen Fächern befindet sich besonders leicht zugänglich ein Skibrillenfach. Damit die Brille nicht zerkratzt ist es innen sehr weich gefüttert. Das Fach eignet sich aber auch für jeglichen Kleinkram, den man zwar dabei, aber vielleicht nicht gerade in Hosen- und Jackentaschen haben möchte.

Am Rucksack – weitere Befestigungsmöglichkeiten

Für all jene, die ihren Rucksack gern mit außen angebrachter Ausrüstung überladen, gibt es an diesem Rucksack zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten.

Vorn auf und unten drunten befinden sich aufgenähte Daisychains. Diese können einige Karabiner aufnehmen oder einfach als Befestigungspunkt zum anbinden weiterer Ausrüstung dienen.

Eine einzelne Eispickelhalterung ist auch vorhanden. Auch wenn sie dank der Versteckmöglichkeit der unteren Schlaufe und der abnehmbaren oberen nicht jedem auffallen dürfte. Hier lässt sich ein einzelner möglichst leichter Pickel befestigen, wie er oft auf Skitouren oder alpinen Wanderungen mitgeführt wird. Für die Aufnahme von zwei Eisgeräten für die alpine Kletterei sind die vorhandenen Schlaufen jedoch ungeeignet.

Die Skihalterungen an den Seiten dürften durch ihre Aluminiumschnallen schon eher ins Auge fallen. Während die unteren Schlaufen, auf denen die Hauptlast liegen würde, fest vernäht und stets geschlossen sind und sich durch einen darüber liegenden zweiten Riemen mit Klemmwippschnalle zusammen zurren lassen, sind die oberen deutlich optionaler gehalten. Diese lassen sich stufenlos verstellen, das überschussige Gurtband sich fixieren und die Aluschnalle sich in vier verschiedenen Positionen einhaken, um so wiederum die Länge zu variieren. Wer sich jedoch beispielsweise beim Öffnen des Hauptfaches durch die oberen Riemen gestört fühlt, kann diese auch ganz entfernen, ohne den Rucksack dafür zu zerschneiden.

Es besteht jedoch noch eine weitere versteckte Möglichkeit Skier am Rucksack zu befestigen. Mit den Unterseiten aufeinandergelegt lässt sich ein Bündel aus zwei Skiern quer über den Rucksack binden. Dazu wird die versteckte Schlaufe gegenüber der unteren Eispickelhalterung, sowie einer der beiliegenden Packriemen benötigt. Das Skierbündel wird dann in die untere Schlaufe gesteckt, die die Hauptlast trägt und mittels Packriemen an einer kleinen Schlaufe befestigt, die oben neben dem Schulterriemen zu finden ist.

Wer Schneeschuhe oder ein Snowboard auf den Rucksack schnallen möchte, der benötigt dafür beide der beiliegenden Packriemen. Für die großen Flex Alp XL von Tubbs habe ich hier ausreichend Platz vorgefunden.

Optik und Haptik

Trotz seiner zahlreichen Befestigungs- und Modifizierungsmöglichkeiten sieht der Rucksack relativ übersichtlich und aufgeräumt aus. Dies wurde durch eine zurückhaltende Akzentuierung mittels oranger Reisverschlüsse und der vorn aufgenähten Daisychain erreicht. Das Außenmaterial mit Sechseckmuster und der aufgenähte Schriftzug verleihen ihm zudem ein wirklich edles Aussehen.

Durch die recht breiten Schulterriemen lässt er sich zudem sehr gut greifen, auf- und absetzen, ohne das sich diese dabei verdrehen.

Die Reisverschlüsse, besonders aber der des Hauptfachs, lassen sich auch mit Handschuhen sehr gut bedienen. Jedoch kommen sie sich dabei gelegentlich mit den oberen Riemen der seitlichen Skihalterung in die Quere. Zweiwegereisverschlüsse ermöglichen es zudem, dass die Seite, von der aus ein Fach zu öffnen ist, der eigenen Gewohnheit angepasst werden kann.

Materialien

Der Rucksack besteht aus mit PU beschichtetem und ökotex-100-zertifiziertem 630D Oxford Nylon. Die innen eingeschobene Rückenplatte ist aus geschlossenzelligem PE-Schaumstoff gefertigt. Die Reisverschlüsse sind vom Markführer YKK und die Kunststoffschnallen von ITW Nexus. Damit wurden Materialien verwendet, die glücklicher Weise auch bei anderen qualitativ hochwertigen Outdoorausrüstern zum Standard gehören.

Hervorzuheben ist hier besonders die OEKO-TEX 100 Zertifizierung des robusten Außenmaterials. Damit hat Exped sich aktiv für ein sicheres und verbraucherfreundliches Materials entschieden, dessen Qualitätskriterien weit über nationale und internationale Vorgaben hinaus gehen. Mehr dazu unter www.oeko-tex.com.

Daten

Kapazität: 25 L

Maße: 50 x 30 x 25 cm (Höhe, Breite, Tiefe - selbst gemessen)

Hüftgurtlänge: 65 bis 130 cm (selbst gemessen)

Taschenanzahl: 8 (inklusive der 3 Innentaschen)

Gewicht: 1260 g (selbst gemessen)

Belastbarkeit: 12 kg (bequel/unbequem)

Wasserdichte: 1500 mm Wassersäule (dank PU Beschichtung)

Vergleich

Ich benutze derzeit neben Vaude (4 L) und Lowe alpine (25 L) hauptsächlich Rucksäcke von Deuter (6 St., 18 – 65+10 L). Einen Vergleich mit diesen braucht der Exped Glissade 25 jedoch auf keiner Ebene zu scheuen, da er im Punkto Materialien und Verarbeitung in derselben Liga spielt und ein jedes Design seine Stärken und Schwächen hat.

Die zwei Skitourenrucksäcke von Deuter – Razor 18 und Edge 25 – die ich in meinem Sortiment habe, unterscheiden sich jedoch deutlich vom Exped-Model. Sie sind viel mehr aus der sportlichrobusten Ecke und nicht aus der schicken und stylischen. Ein Skitourenrucksack kann eben auch so aussehen:

Razor 18 und Edge 25 verfügen über ein deutertypisches hervorragend gut gepolstertes Tragesystem mit fest integriertem Hüftgurt. Dieser verfügt an Stelle von Taschen über Materialschlaufen für Karabiner und andere Kletterausrüstung. Ein Highlight der Rucksäcke ist der in die Rückenpartie eingebaute Rückenprotektor. Und neben den Skihalterungen sind auch stabile Snowboardhalterungen zum Klippen vorhanden. Die Trinksystemkompabilität ist ebenso gegeben und die Taschen sind auf das Mitführen einer Skibrille und der Lawinenrettungsausrüstung ausgelegt. Ihr Gewicht liegt mit 1500 g und 1700 g nur deutlich über dem des Exped-Rucksacks und sie sehen nicht so schick und aufgeräumt aus.

Aber je nachdem, wie und wo ihr so unterwegs seid, gibt´s einen passenden Rucksack. Verliert daher bitte nicht nach diesem langer Artikel den Blick für alles Andere.

Resümee

Ein Rucksack, der vor nützlichen Details nur so strotzt und trotzdem übersichtlich wirkt und schick aussieht. Er ist für Tagestouren mit bis zu 10 kg Gepäck vor allem im winterlichen und alpinen Gelände geeignet, aber auch als Fahrradrucksack oder für den Alltag brauchbar. Für einen Kletterrucksack hat er zwar ein paar viele Riemen, mit denen man irgendwo hängen bleiben könnte. Da diese sich aber teils entfernen und ansonsten zumindest ihre überschüssigen Enden zusammen rollen und fixieren lassen und der Hüftgurt teils oder ganz entfernbar ist, käme er auch hierfür in Frage.

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Leichter, aber geräumiger Skitouren- (oder Schneeschuhwander) Rucksack mit vielen Verstaumöglichkeiten, leider aber ohne Lawinenairbag.
King Review
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ProduktScout
7. Januar 2018
Leichter, aber geräumiger Skitouren- (oder Schneeschuhwander) Rucksack mit vielen Verstaumöglichkeiten, leider aber ohne Lawinenairbag.

Vorteile

  • Raumwunder (gefühlt größer als 25l)
  • lange Gurte, gut einzustellen und aufzuräumen
  • extra Eingriff für Getränk/Snack ohne Absetzen
  • Wasserabweisend
  • viele Aufbewahrungsmöglichkeiten innen und außen
  • separate Gurte für weitere Transportmöglichkeiten von Skiern/Snowboard/Schneeschuhen

Nachteile

  • kein Airbag (gibt es als separate Zip-On-Variante)
  • keine SOS-Pfeife in der Brustgurt-Schnalle integriert

Die Bewertung

Passform

Der Glissade 25 von Exped wurde extra für Frauen an den Seiten etwas schmäler gestaltet, so dass gerade die Stockführung bspw. bei Skitouren angenehmer wird. Das Volumen (25 Liter) ist dabei laut Hersteller gleich geblieben zur Unisex-Variante.

Für mich mit 171cm Körpergröße und eher schmaler Silhouette passt die Größe S sehr gut. Die Flügel für den Hüftgurt können eng genug gezurrt werden, dass sie das Hauptgewicht des Rucksacks tragen und nichts wackelt, gleichzeitig sind die Gurte aber lang genug, um auch um dicke Daunenjacken und ähnliche Winterkleidung zu passen ;) Auch die Gurte für die Schultern sind sehr lang, können aber durch den integrierten mini-Klettverschluss ordentlich aufgeräumt werden. Der Brustgurt lässt sich individuell rechts und links auf die gewünschte Höhe einstellen. Hier sind die Gurte nicht ganz so lang, dafür ist ein Gummi eingearbeitet, dadurch braucht man an dieser Stelle keine langen Gurte - die würden nur stören.

Wenn die Hüftflügel gut eng anliegen, wird bei mir der Rückenteil des Rucksacks zu hoch, um angenehm Mountainbike fahren zu können. Damit ich nicht ständig mit dem Kopf an den Rucksack oben stoße, muss ich den Glissade tiefer und lockerer befestigen, was mir nicht so liegt beim Fahren. Da der Hersteller aber mit dem Glissade einen Rucksack für Skitouren-/Schneeschuhtouren im Programm hat, soll das hier nur als kleiner Hinweis dienen.

 

Features

Exped liefert mit dem Glissade schmale Gurte aus, die noch zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten für Skier, Snowboard oder Schneeschuhe bieten. Die Aufteilung der Verstaumöglichkeiten ist sehr gelungen! Wirklich alle Tools finden Platz - und was nicht in den Rucksack passt, kann außen ohne Probleme befestigt werden. Ein wirklich nettes Feature ist der "Drei-Wege-Reißverschluss" am Hauptfach: das Hauptfach kann über einen normalen Zwei-Wege-Reißverschluss von rechts oder links aufgemacht werden, es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, von unten rechts den angezogenen Rucksack zu öffnen! So kann man ohne den Rucksack absetzen zu müssen, selbst (ohne die Mitwanderer fragen zu müssen) an sein Getränk oder einen Snack! 

Der Glissade wird ohne Regencape ausgeliefert, ist laut Hersteller wasserabperlend ausgestattet. Wenn man den Rucksack dann mal saubermachen muss (kommt sicher nicht so häufig vor, wie bei einem Mtb-Rucksack), weiß ich nicht, ob dieser Perleffekt anhält oder der Rucksack nachimprägniert werden muss. Hierzu habe ich keine Angaben gefunden und habe es nicht getestet - so dreckig war der Rucksack noch nicht ;)

Leider fehlt meiner Meinung nach für eine Skitour ein entscheidendes Feature: die Lawinenairbag-Einheit. Exped bietet zwar eine Zip-On-Variante des Glissade an, dabei ist die Lawinenairbag-Einheit aber nicht dabei. Mag sein, dass ich hier zu vorsichtig bin, aber wenn es diese Ausrüstung schon gibt, nehm ich sie auch immer mit. Nur wenn ich eine Pistentour mache, verzichte ich auf den Lawinenairbag. Wenn aber der Glissade extra als Skitourenrucksack ausgewiesen wird, gehört der Airbag meiner Meinung nach einfach mit dazu.

Bilder einer Skitour kann ich leider nicht liefern, da sich die Wetter- bzw. Schneeverhältnisse während des Testzeitraumes nicht mit meiner freien Zeit überschnitten haben. Daher gibt es nur Indoor-Bilder von den befestigten Skiern.

  

Preis/Leistung

Im Netz findet man den Glissade 25 WMNS zwischen 125 € und 140€ - ein ordentlicher Preis für einen so angenehm zu tragenden Rucksack mit vielen durchdachten Verstaumöglichkeiten. Nicht umsonst hat Exped bei der Entwicklung ihrer Produkte mit Bergführern zusammengearbeitet.

Wer den Rucksack "nur" zum Wandern nutzen möchte, findet sicher günstigere Modelle, aber im Bereich der Skitouren-/Schneeschuhtourenrucksäcke liegt er im unteren Mittelfeld.

 

Fazit

Der Glissade ist ein kleines Raumwunder - ich habe nicht nachgemessen, aber verglichen mit anderen 25l Rucksäcken, die ich habe, geht (gefühlt) irgendwie mehr in den Rucksack von Exped. Die vielen Schlaufen, die zusätzlichen Gurte für den Ski-/Snowboard-Transport und die tolle Eingriff-Möglichkeit während des Tragens geben neben dem angenehmen Tragegefühl und den guten Gurt-Einstellmöglichkeiten ein sehr gutes Bild ab! Einzig der fehlende Lawinenairbag würde für mich ein Zelt Abzug geben - da es aber unterschiedliche Kategorien gibt (je eine mit und eine ohne Airbag) und der Glissade in die Kategorie ohne Airbag fällt, gibt es trotzdem die volle Zelt-Anzahl.

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