ORTLIEB Commuter - Daypack

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Stylischer und funktioneller Urban Rucksack
King Review
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ProduktScout
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30. September 2017
Stylischer und funktioneller Urban Rucksack

Vorteile

  • stylisch, wasserdicht, leicht
  • Bügelschlosshalterung
  • Made in Germany
  • Gepolstertes Laptopfach
  • Brust und Hüftgurt
  • Reflektoren

Nachteile

  • keine optimale Belüftung
  • Träger rutschen ohne Brustgurt von Schulter
  • Lichthalterung
  • Beladung je nach Inhalt umständlich
  • Kein Flaschenfach/Helmhalterung
  • ein paar lockere Fäden /Nähte

Die Bewertung

Als es wieder einmal so weit war und ich von Outsidestories ein Testprodukt zugeschickt bekommen hatte, war ich über den Inhalt überrascht. Nein diesmal gab es keinen Outdoorrucksack sondern einen „Urban Tagesrucksack“ von der bekannten Firma Ortlieb. Genauer gesagt heißt das Modell „Commuter-Daypack Urban Line“.

Die Vorderseite des Rucksacks: Gut zu sehen die Bügelschlosshalterung, die Fronttasche, die Lichthalterung? und der Rollverschluss.

Die Rückseite mit dem Brust- und Hüftgurt, den TPU-Rückenpolstern sowie dem Schnallenverschluss. Außerdem sind die dezenten Reflektorenstreifen an den Schultergurten zusehen.

Der Rucksack gefiel mir auf Anhieb, weil ich schlichte Farben und Optik mag und der Rucksack zu meinen täglichen Outfits passt! Das Testmodell besitzt den Farbton „pepper“, den man meiner Meinung nach auch als anthrazit/grau  bezeichnen kann, wodurch er eigentlich zu fast jedem Farbton an Kleidung passen würde.

Hier möchte ich kurz die wesentlichen Merkmale des Daypacks aufzählen:

  • - Wasserdicht
  • - 21l Volumen
  • - Gepolstertes Extrafach für Notebook oder Tablet
  • - weitere kleinere Fächer
  • - Rollverschluss
  • - abnehmbare Brust und Hüftgurte
  • - Befestigungslaschen für Bügelschloss und Rücklicht
  • - Reflektoren
  • - TPU-Rückenpolsterung und luftdurchlässige Träger

Während meines Testzeitraums hatte ich leider Semesterferien, weshalb er nicht so viel getestet wurde, wie ich es mir gewünscht hätte, dennoch hat er mich mehrmals in die Stadt und auf die Uni begleitet. Außerdem diente er auch als „Reisegepäck“. 

Ich kann jetzt schon sagen, dass er mich überzeugen konnte und den Testzeitraum gut überstanden hat, dennoch sind mir einige Kritikpunkte aufgefallen, die man verbessern könnte.

Zu Beginn möchte ich die Vorteile erläutern, die mich überzeugen konnte, danach werde ich auf die Kritikpunkte näher eingehen.

Stylisch:

Ich finde den Ortlieb Daypack sehr stylisch und er passt meiner Meinung nach sehr gut zu einem normalen Freizeitlook. Sicherlich könnte man ihn auch mit einem Anzug kombinieren, falls man in einem Büro arbeitet und trotzdem mit dem Rad zur Arbeit fährt. Dies liegt an dem dezenten Erscheinungsbild und dem Farbton. Außerdem gibt es keine unnötigen Schnallen oder Schlaufen wodurch der Rucksack clean und aufgeräumt aussieht. Man ahnt gar nicht das er auch funktionell ist.  Man könnte ihn vielleicht auch als „Hipster“ Rucksack bezeichnen, wobei er sich meiner Meinung nach vor allem an folgende Zielgruppen richtet: Schüler, Studenten, Büroangestellte und Leute die viel mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind. Durch den Look und Farbton ist er meiner Meinung nach unisex (es gibt ihn auch noch in anderen Farbtönen).

Wasserdicht:

Die Wasserdichtigkeit ist ein Merkmal, dass ich mit der Firma Ortlieb verbinde. Während meines Testzeitraums bin ich auch zweimal durch Regen gefahren und kann sagen, dass der Rucksack dicht war und der Inhalt trocken von A nach B gelangt ist. Positiv finde ich auch, dass der Boden eine Verstärkung hat, wodurch er gegen Spritzwasser besser geschützt ist und man ihn problemlos auf nassen Untergrund stellen kann. Diese Verstärkung dient natürlich auch als Abriebschutz. Was ich allerdings schade finde, dass Ortlieb die kleine Außentasche nicht wasserdicht gemacht hat.

Made in Germany:

Ich finde es immer wieder toll, wenn es Produkte gibt die noch „Made in Germany“ sind und nicht aus dem fernen Osten kommen, wodurch die heimische Wirtschaft unterstützt wird. Außerdem bedeutet „Made in Germany“ nach wie vor auf der ganzen Welt hohe Qualität, was ich bisher bei allen „Made in Germany“ Produkte, die ich besitze/besaß bestätigen kann, so ist es auch beim Ortlieb Daypack.

Gepolstertes Innenfach:

Das gepolstertes Innenfach ist laut Ortlieb für Laptops oder Tablets vorgesehen. Dies finde ich sehr sinnvoll und gibt einem ein besseres Gefühl, wenn man den Laptop im Rucksack transportiert. Meiner Meinung nach ist es ausreichend groß. Mein 13 Zoll Mac Book hat problemlos mit Tasche in das Fach gepasst, größere Laptops sollten ebenfalls problemlos transportiert werden.

Das Mac Book liegt am unteren Rand des Laptop Faches an, oben noch ca. vier bis fünf Zentimeter Platz- ein größerer Laptop hätte also Platz!

Die Laptoptasche ist geräumig, auch größere und dickere Laptops haben Platz. Mein Mac Book hat problemlos mit einer Schutztasche in das Fach gepasst, wodurch es doppelt gepolstert und geschützt war. Dennoch war noch Luft im Fach.

Inwieweit das Fach den Laptop bei Stürzen etc. schützt kann ich nicht sagen, weil ich den Rucksack nicht mit Laptop fallen gelassen habe. Anzumerken ist jedoch das der Boden des gepolsterten Fachs nicht besonders dick ist. Deshalb vermute ich das das Fach vor allem als Organizer zu verstehen ist und den Laptop vor dem weiteren Rucksackinhalt schützen soll, wofür die Dicke auch ausreicht. Das Innenfach kann auch durch zwei Klettverschlüsse schnell und unkompliziert gelöst werden (siehe Foto).

Das Innenfach ist durch zwei Klettverschlüsse (oben/unten) im Rucksack befestigt. Durch das Herausnehmen kann das Volumen des Rucksacks noch minimal vergrößert werden. Neben dem Laptopfach besitzt das Innenfach noch weitere kleinere Fächer in dem mit einem Reisverschluss verschließbaren Fach (siehe unten).

Die kleineren Innenfächer sind ideal für Schlüssel, Handy, Ladegerät, Stifte etc.

Rollverschluss:

Der Rollverschluss ist ein sehr praktischer Verschluss, den man sehr schnell öffnen und schließen kann. Durch drei Schlaufen in die man die Schnalle einfädeln kann, kann man den Rucksack nach individueller Beladung schließen. Durch das zusammenrollen ist der Rucksack für Regen undurchdringbar.

Brust und Hüftgurt:

Wenn ich mit einem beladenen Rucksack auf dem Rad sitze, schließe ich immer den Brustgurt, so war es auch beim Ortlieb. Zusätzlich gibt es auch noch einen Hüftgurt, den ich aber nie gebraucht habe, weil der Brustgurt den Rucksack schon sicher auf dem Rücken gehalten hat. Beide Gurte können durch ein einfaches System montiert/demontiert werden.

Bügelschlosshalterung:

Ich finde die Bügelschlosshalterung praktisch und eine gute Idee, wodurch der Rahmen vor dem herumschlagenden Schloss während der Fahrt geschützt ist. In meinem Fall benutze ich für mein Stadtrad kein Bügelschloss, da ich aber eins besitze habe ich dies probeweise montiert (siehe Foto). Ich würde es praktisch finden wenn Ortlieb eine Halterung entwickeln würde, die sich auch für flexible Schlösser eignet.

Die Bügelschlosshalterung funktioniert einfach und problemlos, das Schloss sitzt sicher am Rucksack. Da ich im täglichen Gebrauch dieses Bügelschloss aber nicht benutze habe ich die Halterung auch noch mit meinem flexiblen Schloss ausprobiert.

Die Halterung ist für normale Schlösser eher ungeeignet, die Schlaufen sind zu eng und das Einfädeln ist gefummel. Wer das Gefummel in Kauf nimmt, kann aber auch ein flexibles Schloss am Rucksack montieren.

Reflektoren:

Als ich den Rucksack das erste mal in der Hand hielt, fielen mir die Reflektoren gar nicht auf. Dies war erst abends im Zimmer der Fall, als sie mich zufällig anleuchteten. Sie leuchten sehr stark selbst bei geringer Bestrahlung. Das Ortlieb Zeichen auf der Rückseite ist ein Reflektor (siehe Fotos oben) sowie an den Trägern sind Reflektorstreifen eingenäht. Da diese sehr dünn sind, sehen sie auf dem ersten Blick gar nicht danach aus und zerstören nicht die Optik. Vor allem abends oder im Winter finde ich es nur von Vorteil, wenn man möglichst viele Reflektoren am Körper hat.

Gewicht:

Durch seine minimalistische Ausstattung wiegt der Ortlieb fast nichts und ist sehr leicht. Wenn man das Innenfach nicht braucht kann man durch die Herausnahme noch ein paar Gramm sparen.

Nach den positiv aufgefallenen Aspekten möchte ich nun auf die Punkte eingehen, die mir nicht so gut gefallen haben.

Belüftung:

Da die Firma Ortlieb mit dem TPU-Rückenpolstern und den luftdurchlässigen Trägern eine optimale Belüftung verspricht war ich leider enttäuscht. Hier hätte ich mir mehr erhofft. Was die Träger angeht habe ich keinen Unterschied zu geschlossenen Trägern gemerkt. Was man hier anmerken muss die Träger hätten die Löcher sowieso gebraucht, weil ansonsten das Brustgurtsystem nicht funktioniert hätte. Die Rückenpolsterung war zwar angenehm, geschwitzt habe ich aber genauso viel wie bei einem flachen Rucksack. Das hier ein deutlicher Unterschied zu spüren ist, geht wahrscheinlich nur durch größere Polster, dass der Rucksack noch weiter vom Rücken absteht. Selbstverständlich hängt die Wärmeproduktion am Rücken auch von der Beladung im Rucksack ab.

Träger:

Leider sind bei mir die Träger auf den Schultern immer verrutscht, wenn ich den Brustgurt nicht geschlossen hatte. Hier wären vielleicht Gummistreifen auf der Innenseite der Träger sinnvoll. Das die Träger rutschen liegt denke ich neben dem glatten Material auch an geringen Dicke und der hohen Flexibilität.

Verarbeitung:

Trotz ‘Made in Germany“ habe ich mehrere lockere Fäden/unschöne Verarbeitungen gefunden. Im Testzeitraum hatten sie zumindest keinen negativen Einfluss auf die Haltbarkeit. Ob dies der Fall ist kann ich nicht sagen, da ich mich mit Nähen nicht auskenne. Die Optik wurde durch die kleinen Schönheitsfehler aber nicht negativ beeinflusst.

Lichthalterung:

Ich denke die zwei Löcher unter dem Ortlieb Zeichen soll die Lichthalterung sein, wie man hier ein Licht montieren soll ist mir allerdings ein Rätsel. Hier wäre eine einfachere Halterung sinnvoller.

Beladung des Rucksacks:

Da der Rucksack nur ein großes Fach besitzt, ist die Beladung je nach Inhalt umständlich. Wenn man zum Beispiel einen großen Ordner transportiert, ist kein Platz mehr für eine Trinkflasche, bzw. diese müsste man dann auf den Ordner legen (siehe Foto). Falls man dann zum Beispiel was von ganzen unten aus dem Rucksack möchte muss man den ganzen Inhalt des Rucksacks entnehmen. Hier wäre vielleicht ein weiteres Trennfach (vielleicht herausnehmbares) sinnvoll?!

Ein großer Ordner passt in den Ortlieb. Viel Platz ist aber nicht mehr vorhanden, eine Trinkflasche oder das Pausenbrot müsste auf dem Ordner verstaut werden.

Einen dünnen Laptop würde man noch ins Fach bekommen, viel mehr passt aber nicht mehr rein, außer man legt die Sachen oben auf den Ordner.

Kein Flaschenfach/ Helmhalterung:

Im Zusammenhang mit der Beladung des Rucksacks hätte ich ein separates Flaschenfach sinnvoll gehalten, vielleicht auch ein herausnehmbares, wie das Laptopfach , dass man dann je nach Bedarf montieren/demontieren kann. Wodurch der restliche Inhalt, auch der Laptop vor austretender Flüssigkeit geschützt wäre und man eine bessere Ordnung in dem Rucksack erzielen könnte, wodurch wiederum das Beladen/ Entladen des Rucksackes einfacher wäre.

Die Beladung für die Uni oder das Büro bestand aus: Block, Stiftedose, Trinkflasche und Brotdose. Leider muss die Trinkflasche mit dem restlichen Inhalt sich den Platz teilen. Falls man einen Laptop transportiert und die Flasche ausläuft.....Wasserschaden! Bei diesem Inhalt wäre noch genug Platz für zum Beispiel eine Regenjacke, die man noch oben auf die Sachen stopfen könnte.

Ebenfalls wäre eine Helmhalterung vielleicht ein interessantes Feature. Man kann natürlich sagen, dass man den Helm an der Schlosshalterung montieren kann, wenn das Schloss nicht am Rucksack hängt, aber vielleicht fällt Ortlieb ja hier eine Idee ein.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich der Daypack überzeugen konnte und sich für mich als Student perfekt eignet, für die täglichen Unifahrten und kleineren Stadtbesorgungen Durch die vielen Features ist er funktioneller als man beim ersten Betrachten vielleicht denkt. Trotz der Kritikpunkte konnte er mich überzeugen und ich werde ihn mir wahrscheinlich privat kaufen, da ich ihn leider wieder zurückschicken muss. Trotzdem möchte ich mich bei Outsidestories und Ortlieb bedanken, dass ich die Möglichkeit hatte den Daypack zu testen.

Der Commuter-Daypack Urban Line bekommt von mir vier von fünf Zelten, weil er ein paar Punkte besitzt, die man meiner Meinung nach noch verbessern könnte, aber nicht als gravierenden Mängel zu verstehen sind.

Wie wurde das Produkt erworben? Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt
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Wasserdichter Daypack -- stylisch-elegant aber dennoch funktionell
Name
ProduktScout
ProduktScout
23. Juli 2017
Wasserdichter Daypack -- stylisch-elegant aber dennoch funktionell

Vorteile

  • Verstärkter Boden, wasserdicht und hinstellbar
  • Abnehmbarer Brust- und Hüftgurt
  • höhenverstellbarer Brustgurt
  • Herausnehmbare Innenfächer
  • Reißverschluss-Fronttasche (nicht wasserdicht)
  • Schlaufen für Rücklicht, Helm, Bügelschloss

Nachteile

Die Bewertung

Wurde zum Testen zur Verfügung gestellt und mehrere Wochen täglich getestet. Verwendet bei  kleinen Montainbike-Touren, auf dem Weg zur Arbeit, ins Fitnessstudio und bei Wochenend-Touren. Witterungsbedingungen von trocken und warm bis zu starken Regenschauern.

Verpacken und Einräumen geht alles leicht von der Hand. Das Innenfach erlaubt auch das sinnvolle Verräumen von Kleinteilen. Das Innenfach ist mit Klettverschluss angebracht, der sich leicht entfernen lässt. Dann lässt sich der gesamte Innenraum als ein großes Fach verwenden.

Der Boden ist mit stabilem Kunststoff verstärkt worden. Damit kann man ihn auch mal in den Dreck stellen und vor allem: er bleibt auch richtig senkrecht stehen.