EVOC FR Enduro Blackline 16 - Bike-Rucksack

4.00 1 Bewertung(en)

Endurorucksack mit dem gewissen Sicherheitsplus
King Review
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ProduktScout
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22. Oktober 2018
Endurorucksack mit dem gewissen Sicherheitsplus

Vorteile

  • integrierter Protektor
  • liegt satt an
  • flache Bauform
  • robust
  • Helm- und Protektorenbefestigung
  • Trinksystemvorbereitung

Nachteile

  • Seitentaschen nicht verschließbar
  • wenige kleine zusätzliche Staufächer

Die Bewertung

Auf dem Bike bin ich eigentlich wöchentlich mindestens einmal für eine Tour unterwegs. Selbst würde ich mich in der Kategorie Trail bis Enduro einordnen. Natürlich sind auch mal lockere Touren dabei, bei denen einfach nur Kilometer getrampelt werden. Für all diese Zwecke war ich längere Zeit auf der Suche nach einem Rucksack. Zuerst hatte ich lange Zeit den Deuter Trans Alpine 30 in Verwendung. Dieser war mir allerdings etwas zu groß und baute im gesamten zu weit auf. Es sollte etwas schmaleres her. Aufgrund der hin und wieder etwas härteren Fahrweise kam mir die FR-Serie von EVOC mit integriertem Rückenprotektor sehr entgegen. Nach etwas abwägen entschied ich mich vor ca. einem Jahr für den Gebrauchtkauf eines EVOC FR Enduro Blackline. Der Rucksack war nur wenige Male benutzt worden und dementsprechend in einem neuwertigen Zustand. Der Preis schreckte mich zum Kaufzeitpunkt von einem Neukauf ab, da ich den Rucksack natürlich erst einmal testen wollte. Mittlerweile weiß ich, dass mir der FR Enduro sehr gut passt und er definitiv sein Geld wert ist. 

"Blackline":

Das Sondermodell Blackline soll im Vergleich zum normalen Enduro einige Unterschiede haben. Da ich kein Grundmodell im Vergleich hatte kann ich nur nennen, was auffällt.

Am Beckengurt ist ein kleines Reisverschlussfach angebracht, dieses besitzt das Grundmodell nicht. Für mich ist diese zusätzliche Tasche ganz praktisch, da ich darin meist den Haustürschlüssel unterbringe.

Der Blackline wird ohne Regencover geliefert. Er soll wohl generell wasserabweisend sein. Zur Sicherheit habe ich mir allerdings noch das originale Regencover von EVOC gekauft. Einfach um auf Nummer Sicher gehen zu können. Bei starkem Regen ziehe ich das Cover über. Leichten Nieselregen hält der Rucksack immer mit Bravur stand. 

Das Rückensystem unterscheidet sich optisch etwas von dem Grundmodell. Der Blackline hat geriffelte Schaumstoffeinsätze, hingegen das Grundmodell etwas plattigere Einsätze. Eventuell bekommt der Rücken durch die Riffel etwas mehr Luft, was aber reine Spekulation ist, da ich das Grundmodell noch nicht testen konnte.

Tragesystem / Protektor:

Das Tragesystem der FR Serie ist immer von Grund auf ähnlich aufgebaut. Da der Rückenprotektor fester Bestandteil des Rucksacks ist, muss dieser festen Kontakt zum Rücken haben und sollte eng anliegen. Daher liegt der Rucksack recht flächig am Rücken auf. Mittels zweier Schaumstoffeinlagen wird versucht, etwas Luftzirkulation zu ermöglichen, was mäßig funktioniert. Generell schwitze ich unter diesem Rucksack recht stark, was aber eigentlich erst auffällt, wenn man den Rucksack abnimmt. 

Ein Nierengurt sorgt für den festen Sitz des Rucksacks. Dieser ist fest am Rucksack vernäht und leicht gepolstert. Ein doppeltes Verschlusssystem garantiert einen festen Sitz des Gurtes. Neben einem gewöhnlichen Clipverschluss kommt ein breiter Klettverschluss zum Einsatz, wie man ihn von Motorradnierengurten kennt. Im Gegensatz zu Wanderrucksäcken entfallen die beidseitigen Spannriemen am Rucksack. Außerdem sitzt der FR Enduro nicht wie ein Wanderrucksack auf der Hüfte auf, sondern der Nierengurt umschließt flächig über den Bauch. Um trotzdem etwas Atemspielraum zu ermöglichen ist der Gurt leicht flexibel. 

Zur weiteren Fixierung befindet sich ein gewöhnlicher Brustgurt an den Trägern. Dieser ist höhen- und weitenverstellbar. Im Clipverschluss befindet sich eine Notfallpfeife. 

Die Tragegurte haben unten und oben jeweils Spannriemen und können so perfekt an den Rücken angepasst werden.

Der Protektor kann herausgenommen werden und so ausgetauscht werden oder einfach bei Nichtgebrauch zu Hause bleiben. Bisher ist der Protektor bei mir jedoch immer im Rucksack geblieben. Sollte man den Rucksack einmal in die Waschmaschine tun wollen, sollte man den Protektor ebenfalls auf jeden Fall entnehmen.

Zum Glück war ich bisher noch nicht auf den Protektor angewiesen, bin aber immer froh, dieses Sicherheitsplus dabeizuhaben.

Fachaufteilung / Details:

Am Rücken angefangen öffnet man zuerst das Hauptfach. Dieses enthält die Tasche für den Protektor, davor einen Beutel für die Trinkblase und ansonsten das große Hauptfach. Oben mittig befindet sich eine Durchführung für den Trinkschlauch. Die EVOC Rucksäcke sind perfekt kompatibel mit Trinkblasen von Source bzw. Deuter. Ich verwende im Enduro eine 3 Liter Source Widepac Blase. Der Reisverschluss geht an den Seiten bis fast zum Boden hinunter. Zum weiten Öffnen muss jedoch die Helmklappe geöffnet werden.

Das nächste Fach befindet sich auf der Vorderseite des Rucksacks im oberen Teil. Dieses Fach ist für eine Brille und andere Kleinteile optimiert. Der Deckel ist innen weich gefüttert, sodass eine Brille nicht verkratzt. Außerdem sind 2 Netztaschen im Inneren und ein Clip, bspw. zur Schlüsselbefestigung.

Im unteren Frontbereich befindet sich die Helmbefestigung. Neben der Möglichkeit normale Fahrradhelme, wie auch Downhillhelme unterzubringen, eignet sich dieses offene Fach sehr gut, um eine Jacke im schnellen Zugriff zu haben oder nasse Klamotten außen unterzubringen. Die Frontklappe ist in der Weite verstellbar und mit Clipverschlüssen nach vorne zu öffnen.

Hinter der Helmklappe befindet sich ein geräumiges Organizerfach, quasi das Herzstück eines Radrucksacks. Hier finden Ersatzteile und Werkzeug Platz. In oberster Reihe befinden sich drei Netztaschen in denen ich ein Multitool und Bremskeile für den Fahrradtransport untergebracht habe. Darunter eine geschlossene Tasche und eine große Netztasche, die Schlauch, Luftpumpe und Kabelbinder enthalten. Im Deckel integriert ist oben eine geräumige Reisverschlussnetztasche in der das Regencover untergebracht ist. Darunter befindet sich eine sehr robuste Tasche mit Klettverschluss. Diese Tasche beherbergt problemlos eine Ersatzkette oder andere massive Teile, die dünneren Stoff leicht zerreißen oder ziemlich schmierig sind. 

Auf beiden Seiten befinden sich flexible Taschen für Flaschen oder ähnliches. Diese Taschen sind leider nicht verschließbar. Das ist leider von Nachteil beim Transport von Müsliriegeln in diesen Taschen, was ich leider schon auf einer Tour feststellen musste.

Wie oben bereits beschrieben befindet sich am Nierengurt ebenfalls eine kleine Reisverschlusstasche. Diese ist so groß, dass zum Beispiel eine GoPro geradeso hineinpasst.

Auf der Unterseite hat der FR Enduro eine Befestigungsmöglichkeit für Schoner. Bei Nichtgebrauch lassen sich die Riemen einfach verstauen und sind nicht im Weg. Dieses praktische Feature nutze ich recht häufig auf dem Weg zum Trail um die Schoner nicht direkt vollzuschwitzen und etwas mehr Bewegungsfreiheit zu haben. 

Optik / Haptik:

Wie der Name Blackline schon sagt, ist dieses Modell sehr dezent gehalten und beschränkt sich bis auf wenige neongelbe Details auf die Farbe schwarz. Selbst der sonst markant farbige evoc-Schriftzug ist lediglich glänzend schwarz vom sonst matten Untergrund abgehoben. Neben verschiedenen Flexiblen Einsätzen besteht der Rucksack größtenteils aus einem robusten Ripstop Material. Äste und Dornen, die man doch hin und wieder beim Biken streift, konnten ihm bisher noch nichts anhaben. 

Größenwahl:

Mit ca. 1,75m habe ich mich für die Größe M/L entschieden und bin damit sehr zufrieden. Welche Größe genau passt sollte man immer mit den Größentabellen von EVOC abgleichen, dort finden sich alle relevanten Daten. Der Rucksack ist eher lang und schmal geschnitten, sodass er nicht dick aufträgt. Zum Biken finde ich das sehr angenehm. 

Fazit:

Für Tagestouren ist der EVOC FR Enduro Blackline der optimale Bikerucksack für mich. Er hat mit seinen 16 Litern genügend Platz für Regenklamotten, etwas zu essen und drei Liter Wasser. Außerdem sind die wichtigsten Ersatzteile immer dabei. Mir fehlen leider ein paar kleine Fächer für Kleinigkeiten, damit diese nicht immer im Hauptfach verschwinden und im direkten Zugriff bleiben. Das sind Müsliriegel, mein Handy oder die GoPro. Das nächstgrößere Modell, der FR Trail hat dies etwas besser gelöst. Dort sind die beiden Seitentaschen mit einem Reisverschluss verschließbar. Der Name Enduro umfasst eine rauere Fahrweise und dabei finde ich offene Seitentaschen etwas fehlplatziert. Ich denke geschlossene Taschen würden das Rucksackkonzept sehr gut abrunden. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Rucksack. Für Skitouren ist kürzlich das zwei Nummern größere Schwestermodell FR Pro dazugekommen und ich bin sehr gespannt wie sich dieser Rucksack im Winter schlägt. 

Wie wurde das Produkt erworben? Gebraucht gekauft
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Erstellt von natamo - Mi, 10/24/2018 - 09:11

Hallo, 

ich besitze den gleichen Rucksack und bei mir war ein Regencover enthalten. 

Dazu muss dringend erwähnt werden, dass der Einsatz bei einem Sturz ausgetauscht werden muss. Dieser kann z.B. bei Amazon oder Bikesportseiten nachbestellt werden. Das betrifft die Rucksäcke von Evoc mit diesen Materialien der Kategorie 2 Funktion . Nebenbei kann bei Evoc direkt auch ein Crashreplacement erworben werden. Materialien und Schutzfunktionen wurden vom TÜV SÜD nach EU-Norm 89/686/EWG für persönliche Schutzausrüstung, Kategorie 2 (PSA) geprüft und zertifiziert und ZUSÄTZLICH in Hinblick auf Produktsicherheit TÜV/GS-normiert.

Erstellt von sabine - So, 11/04/2018 - 19:13

Servus Kesselräuber,

vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis! Herzliche Grüße, Sabine von OUTSIDEstories