Sicherheit auf dem Mountainbike: Rückenprotektor

Von Philip
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Raus aus dem Alltag, drauf auf's Bike und rein in die Natur

... so lautet das Credo von immer mehr Mountainbikern. Immer mehr Biker zieht es dabei weg von viel befahrenen Wegen, hin zum Zweirad-Abenteuer. Kein Wunder, wenn man die moderne Arbeitswelt, die fortschreitende technische Entwicklung der Bikes, und das langsam erwachende Interesse des Tourismus am Fahrradfahrer bedenkt. Wer das Abenteuer auf zwei Rädern sucht, sollte allerdings die damit einhergehenden Gefahren weder vergessen noch unterschätzen. Moderne Bikes bieten mit ihren ausgefeilten Geometrien viel Komfort. Reichlich Federweg erlaubt mehr Spielraum, provoziert geradezu das Ausloten der persönlichen Grenzen – und das ist auch gut so!

Was man jedoch nicht vergessen sollte: Natur gibt viel, sie kann aber auch viel fordern. Jedes unpräzise Dosieren der Bremse, jede falsche Gewichtsverlagerung, jeder kleine Fehler kann zu einer unliebsamen Begegnung mit dem nächsten Baumstamm oder einem spitzen Stein führen. Das ist der Moment in dem nur noch Helm, Protektoren und eine mit viel Training automatisierte Falltechnik (und wer hat die schon?) helfen. Helme gehören mittlerweile – zum Glück – zum Standard-Equipment der meisten Mountainbiker. Deutlich weniger weit verbreitet allerdings sind Protektoren. Doch welche verschiedenen Protektoren gibt es überhaupt und wann bzw. für wen machen sie Sinn?

 

Protektoren? Das tragen doch nur die Profis und Ausrüstungsfetischisten! So falsch kann man liegen! 

Neben dem Kopf, ist die Wirbelsäule die wichtigste Region des zentralen Nervensystems. Verletzungen in diesem Bereich können schwerwiegende Folgen haben, weshalb die Wirbelsäule bei allen Risikosportarten unbedingt geschützt werden sollte. Bei vielen Skifahrern, Snowboardern und Motorradfahrern gehört der Rückenprotektor (mehr oder weniger) zur Standardausrüstung – bei Mountainbikern nicht unbedingt.

Der Rucksack ist Hindernis und Lösung zugleich. Denn wer einen Rucksack trägt, wird zu Gunsten von Gewichtseinsparungen und Beweglichkeit oftmals auf den Protektor verzichten. Da viele Mountainbiker (vor allem bei Touren) aber ohnehin immer einen Rucksack tragen, liegt hier eine Symbiose von Rucksack und Protektor nahe. So wird eine zusätzliche Lage (sprich zusätzliches Gewicht) gespart und eine bessere Passform und Beweglichkeit ermöglicht. Rückenprotektoren, bzw. Protektor-Rucksäcke machen also für alle Mountainbiker Sinn, die sich abseits von des Straßenverkehrs bewegen.

Die eigene Fahrweise, Wegbeschaffenheit, Fahrkönnen, Wetter ... Sicherheitsausrüstung schützt vor bösen Verletzungen

In der Bike-Welt am weitesten verbreitet ist wahrscheinlich der Knieprotektor. Er bedeckt (wie der Name schon sagt) das Knie und Teile von Oberschenkelknochen und Schienbein. Er soll Kniescheibe, das Gelenk, aber auch die verschiedenen Sehnen schonen. Wer schon einmal Probleme mit dem Knie hatte weiß wahrscheinlich, wie langwierig und kompliziert Knieverletzungen sein können. Über den Sinn, dieses Körperteil zu schützen, muss also nicht diskutiert werden. Da Knieschoner je nach Modell die Beweglichkeit des Kniegelenks jedoch stark einschränken können, werden diese hauptsächlich bei abfahrtsorientierten Mountainbike-Spielarten eingesetzt. Mit leichteren Modellen lässt sich allerdings auch leidlich pedalieren, so dass diese sich auch für kurze Uphill-Einsätze eignen.

Mit dem Knieprotektor Hand in Hand geht zumeist ein Ellbogenprotektor. Er schützt ein weiteres großes, exponiertes und für die Bewegung der Extremitäten unerlässliches Gelenk. Da das Ellbogengelenk deutlich weniger intensiv bewegt wird als das Knie, kann der Ellbogenschoner auch beim intensiven Höhenmeterfressen getragen werden.

Ein Spezialfall sind Protektor-Shirts. Hier werden Protektoren für Rücken, Brust, Schulter und teilweise auch Ellbogen über ein leichtes Mesh-Gewebe zu einem Oberteil verbunden. Das Protektor-Shirt bietet maximale Sicherheit, schränkt allerdings auch die Beweglichkeit ein und ist relativ schwer, weshalb es hauptsächlich von Downhillern sowie Freeridern und nur bedingt von Tourenfahrern eingesetzt wird.

 

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Passform / Größe

Für Protektoren gilt im Grunde dieselbe Regel, wie bei Helmen: Nur ein ordentlich sitzender Protektor kann zuverlässig schützen. Ist er zu groß, kann er verrutschen, ist er zu klein, wird die Bewegungsfreiheit eventuell sogar die Blutzirkulation eingeschränkt. Bei Rückenprotektoren sollte zudem nicht nur der Rücken, sondern auch das Steißbein und ein Teil der Halswirbelsäule mit abgedeckt werden.
Knie- und Ellbogenschoner sollten in erster Linie gut sitzen und nicht rutschen. Gerade für den Touren-Einsatz ist bei den Knieprotektoren aber auch wichtig, dass sie leicht vorgeformt sind, um Pedalierbewegungen zu unterstützen. Auch eine ordentliche Belüftung ist gerade im Sommer oder bei längeren Tretpassagen ein wichtiger Faktor bei dem es von Modell zu Modell recht große Unterschiede gibt.
 

Materialien

Ein Komperdell-Mitarbeiter erklärt OUTSIDEstories auf der Messe ISPO welch' brachiale Wucht auf einen Rückenprotektor einwirken kann. Film: Tomas Bastian für OUTSIDEstories"

Die Materialien von Protektoren teilen sich in zwei unterschiedliche Gruppen. Ursprünglich wurden hauptsächlich Hartkunststoffe wie Polypropylen oder Polysterol für Protektoren verwendet. Da diese hart und unflexibel sind, schützen sie am effektivsten vor Verletzungen, die durch „durchbohren“ z.B. durch scharfe Kanten und spitze Gegenstände hervorgerufen werden können.

Der Hartschalenprotektor wird allerdings immer mehr von Weichschaum abgelöst. Wieso? Viscoelastischer Schaumstoff ist grundsätzlich weich und flexibel, verdichtet sich bei einer Krafteinwirkung jedoch und absorbiert die Aufschlagenergie. Da sie im Vergleich zu Hartschalen-Produkten beim Aufprall einen sanfteren Kraftanstieg verzeichnen, mehr Bewegungsfreiheit bieten und komfortabler sind, werden Produkte mit Weichschaum immer beliebter. Außerdem zeichnet sie aus, dass sie sehr gute Memory-Eigenschaften haben. Das bedeutet, dass der Schaumstoff nach einer Krafteinwirkung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück kehrt und so auch nach vielen Krafteinwirkungen noch in der Lage ist, zuverlässig große Mengen an Energie abzubauen. Dadurch muss er nach einem Sturz nicht ausgetauscht werden.

Wie das aussieht, könnt ihr in dem Video sehen, das wir auf der Fachmesse ISPO am Stand von Komperdell gemacht haben.

 

Zertifizierungen

Protektoren sollte man immer beim Fachhändler kaufen und auf die Qualität bzw. die Zertifizierung der Produkte achten. Für Knie-Protektoren gilt die Norm EN 1621-1.Die Durchschnittliche Restkraft bei Gelenkprotektoren darf 35 Kilonewton nicht überschreiten.Zur Erinnerung: 1 Kilonewton entspricht der Gewichtskraft, die auf eine Masse von 100 Kilogramm einwirkt.

Für den Rückenschutz gelten in Europa die Normen EN 1621-2. Hier ist das allerdings nochmal in das Schutzlevel 1 und Schutzlevel 2 unterteilt.

Bei Level 1darf die Restkraft im Durchschnitt nicht mehr als 18 Kilonewton betragen (was einer stark spürbarenKrafteinwirkung entspricht) und kein Einzelschlag darf den Wert von 24 Kilonewton überschreiten.

Produkte die nach Level 2 zertifiziert werden wollen, müssenim Durchschnitt 9 Kilonewton (entspricht einer geringen Krafteinwirkung) unterschreiten und kein Einzelschlag darf den Wert von 12 Kilonewton überschreiten.

 

Also wann welchen Protektor tragen?

Natürlich kann man nicht verallgemeinern, schließlich spielen auch weiche Faktoren wie die individuelle Fahrtechnik oder die Risikobereitschaft eine Rolle. Grundsätzlich machen Knie-, Ellbogen,- und Rückenprotektor allerdings in dem Moment Sinn, in dem man sich mit dem Mountainbike ins Gelände begibt.

Vor allem bei den Knieprotektoren muss man allerdings meistens einen Kompromiss aus Beweglichkeit, Komfort und Schutz eingehen. Nicht so beim noch recht stiefmütterlich behandelten Rückenprotektor. Vor allem, wenn er mit dem Rucksack verschmilzt, ergibt sich eine äußerst sinnvolle Allianz, bei der man kaum auf Komfort verzichten muss. Natürlich sind Protektor-Rucksäcke einen Tick schwerer als normale Bike-Rucksäcke, das ist aber eher ein Argument für Gewichtsfetischisten, die ohnehin lieber mit Mach 1 über die Waldautobahn brettern. Aber wenn man die möglichen Konsequenzen betrachtet, muss der Rücken ganz oben auf der Liste der zu schützenden Körperteile stehen!

 

Im Detail: Der Komperdell Tourpack - der Protektor mit RucksackEhrliche Meinung: Auf OUTSIDEstories bewerten Endverbraucher ihre Ausrüstung im Einsatz

Nehmen wir das Duo Protektor und Rucksack doch einmal genauer unter die Lupe. Worauf kommt es an? Welche Features sind für den Touren-Einsatz unerlässlich? Als Beispiel dient uns das Modell „Tourpack“ von Komperdell. Das österreichische Unternehmen mit Sitz in Mondsee kooperiert bereits seit 15 Jahren mit führenden Marken der Motorradindustrie und kann auf massives Know-How aus diesem vielleicht extremsten Anwendungsgebiet für Schutzbekleidung zurückgreifen. Komperdell war außerdem Pionier auf dem Gebiet der Weichschaum-Protektoren und bietet heute Schutzlösungen für vielerlei Sportler wie Skifahrer, Reiter, Motocrosser und eben Radfahrer.

Vor diesem Hintergrund macht es durchaus Sinn, dass Komperdell bei den neuen Tourpacks den Protektor als Basis für die Rucksackfunktion sieht und nicht wie bei vielen vergleichbaren Produkten am Markt einfach den Protektor in einen Rucksack steckt. Am Anfang steht also ein Protektor-Insert mit Mehrkammer- und Mehrlagen-Aufbau aus Weichschaum (Dual Density Foam). Das Material soll flexibel sein und atmungsaktiv, um einen bestmöglichen Komfort zu gewährleisten. Wie schon oben besprochen ist neben dem Komfort die Schlagfähigkeit ein entscheidender Vorteil der Schaumprotektoren gegenüber Hartschalen. Das heißt, nach einem Sturz muss der Protektor (in den meisten Fällen) nicht ausgetauscht werden. Am Teststand erreicht der Dual Density Foam von Komperdell geringste Restkraftwerte von weniger als 6 Kilonewton und unterbietet damit die Zertifizierungsnorm deutlich.

Ebenfalls wichtig der ein optimaler Sitz und der Abdeckbereich des Protektors. Deshalb bietet der Tourpack eine umfassende Schutzzone vom Hals bis zu den Lendenwirbeln. Mit dem Sternum Protection bietet Komperdell ein spannendes Add-On für intensivere Touren. Der Weichschaum-Brustpanzer kann ganz einfach in den Brustgurt des Tourpack eingeklickt werden, um einen noch größeren Abdeckungsbereich zu gewährleisten.

Der Tourpack wird in sechs Größen angeboten, damit er optimal auf die Rückenlänge abgestimmt werden kann. Kleiner Tipp zur Größenbestimmung: Wenn der Protektor beim Sitzen nach oben rutscht, ist er zu groß.

Gerade auf längeren Touren ist das Tragesystem ein entscheidender Faktor – niemand will sich stundenlang mit Scheuerstellen oder einem ständig verrutschenden Rucksack herumschlagen. Deshalb wird der Protektor beim Tourpack direkt mit dem Tragesystem verschmolzen. Gemeinsam bilden sie ein Chassis mit einer schlanken Silhouette, das nicht verrutscht, eine enorme Bewegungsfreiheit bietet und durch ein erstaunlich geringes Gewicht überzeugt.

Darauf sollte man achten: Intelligente Details und robuste Materialien

Auch wenn beim Tourpack Konzept und Design vom Protektor ausgehen, punktet der Rucksack-Aufsatz mit durchdachten Features und Detaillösungen. Für einen Touren-Rucksack obligatorische Features wie ein Brillen- und Werkzeugfach werden durch ein praktisches Nassfach ergänzt. Über einen Zip-Verschluss lässt sich das auf den ersten Blick recht kompakt anmutende Hauptfach um 50 Prozent vergrößern, so dass sich in dem Rucksack erstaunlich viel Equipment (und die unverzichtbare Brotzeit) unterbringen lässt. Dazu trägt auch das sehr stretchige Material des Rucksackaufsatzes bei, das darüber hinaus das Packen vor allem dann erleichtert, wenn der Rucksack an seine Kapazitätsgrenze stößt. Zu guter Letzt darf bei einem modernen Touren-Rucksack auch ein Trinksystem nicht fehlen. Das hier von Komperdell integrierte System fasst zwei Liter und überzeugt mit einer klugen Führung des Trinkschlauchs.

Für kurze Touren bietet Komperdell übrigens eine Alternative an: den Litepack. Er basiert auf demselben Chassis, der Rucksackaufsatz ist jedoch noch schmaler, was dieses Modell noch leichter und kompakter macht. Klasse finden wir auch, dass Komperdell auch einen speziell für Kinder und Jugendliche ausgelegtenJuniorpack im Portfolio hatkomp, was andere Hersteller gar nicht erst anbieten.

Übrigens: Alle Bike-Rückenprotektoren wurden letztes Jahr mit dem Eurobike Award 2016 ausgezeichnent. Das Jury Statement: "Protektion gewinnt im Bike-Segment immer mehr an Bedeutung. Wenn sie wie in diesem Fall dann auch noch komfortabel, gut belüftet und leicht umgesetzt wird, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, ohne Schutz auf den Trail zu gehen." Alle Infos zu den Modellen Tourpack, Litepack und Juniorpack findet ihr auch hier: komperdell.com

Ganz oben sollte immer die Sicherheit stehen

 

Gratis Download "Mountainbike-Tourentipps rund um den Mondsee"

Komperdell hat seinen Firmensitz im Städtchen Mondsee am gleichnamigen See im Salzkammergut/Österreich. Von dort startetKomperdell-Marketing-Manager und Mountainbike-Freak Jörg Tichy zu seinen ausgedehnten Mountainbike-Touren. Im Booklet verrät er uns ein paar seiner Lieblingsrouten. Danke dafür! Hier Download anfordern.

 

 

Mehr zu Komperdell Bike-Protektoren

Dieser Blog-Post wurde erstellt mit freundlicher Unterstützung von Komperdell (Sponsored Post). Siehe auch unser Blog Verhaltens-Kodex.

Foto: Komperdell Bike-Protektoren

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