Winterwanderstiefel

Von sabine

Durch den Schnee stapfen, Spuren hinterlassen und dabei die einmalige Atmosphäre des Winters genießen – mit der richtigen Ausrüstung, wird selbst eine Winterwanderung zum grandiosen Erlebnis. Und dabei kann man auch schon in der Ebene tolle Abenteuer erleben – es muss eben nicht immer ein (hoher) Berg sein! Damit man aber nicht den Boden unter den Füßen verliert, braucht’s geeignetes Schuhwerk: Winterwanderstiefel! Doch wodurch unterscheidet sich ein Winterwanderstiefel von einem „normalen“ Wanderstiefel und auf welche Features kann man auf ga keinen Fall verzichten. Mit Hilfe unseres Ratgebers undd den Bewertungen anderer, kannst du die richtigen Winterwanderstiefel online kaufen.

 

Leder, Gummi, Mesh – welcher Materialmix ist perfekt?

Winterwanderstiefel auf outside-stories.deLeder kann sicherlich als das universellste Material für alle gängigen Wanderschuhe bezeichnet werden. Seine Eigenschaften machen selbst im tiefen Winter eine hervorragende Figur. Bei optimaler Pflege ist es sehr stark wasserabweisend, hoch atmungsaktiv und je nach Materialdicke auch gut isolierend. Hingegen wird man reine „Gummischuhe“ in der Praxis wohl kaum antreffen. Dennoch kommt Gummi (meist EVA und/oder PU, teilweise auch Kautschuk und Latex) in verschiedenen Hybridmodellen aus Gummi und Leder vor. Dabei erweist sich Gummi als perfekter Nässeschutz. Gleichzeitig sind dicke Gummisohlen gute Isolatoren gegen den (gefrorenen) Untergrund. Meshmaterial mag im Sommer seine Berechtigung finden, hat aber an Winterwanderschuhen eigentlich nichts zu suchen. Es ist sehr luftdurchlässig und kann auch Wasser nicht wirklich abhalten. Im Winter garantiert dieses Material kalte Gliedmaßen und ist daher ungeeignet. Durchgesetzt haben sich Leder und Gummi bzw. Hybridvarianten mit beiden Materialien.

Kuschelig warm müssen sie sein

Das stimmt nur bedingt. Denn wer sich bewegt produziert unweigerlich Wärme. Bei zu starker Wärmeproduktion kann sich diese im Schuhe stauen. Das Resultat: Schweißbildung, nasse Füße und auf lange Sicht sogar kalte Gliedmaßen – trotz guter Isolierung. Daher sollte man sich bereits vor dem Kauf im Klaren darüber sein, wie verfroren man bzw. frau tatsächlich ist. Es gibt Winterwanderschuhe, die tatsächlich bis minus 40 Grad und mehr isoliert sind. Allerdings stellt sich die Frage, ob dies bei einer Wanderung wirklich nötig ist. Wer lange an ein und demselben Ort stehen bleibt (Tierbeobachtung, etc.), der wird sich sicher darüber freuen. Dünnere Isolierungen reichen in der Regel aber für Winterwanderungen meist völlig aus.

Wasserdicht ist Pflicht!

Gerade im Winter, wo Schnee, Eis und Matsch – alles Formen von Wasser – uns an allen Ecken und Enden begegnen, ist es enorm wichtig, dass die Winterwanderstiefel auf jeden Fall wasserdichtWinterwanderstiefel auf www.outside-stories.de sind. Wasserdichte, atmungsaktive Membranen halten das Wasser sicher aus dem Schuhinneren fern. Allerdings besteht je nach Membranmodell die Gefahr, dass Wasser zwischen die Schuhaußenhülle und die Membran gelangen kann. Bei eisigen Temperaturen, kann das Wasser  dort sogar gefrieren. Es verhindert so nicht nur die Atmungsaktivität, es kann sogar zu Erfrierungen führen. Allerdings sind das Nebenwirkungen, die in der Praxis nur äußerst selten auftreten. Um dem vorzubeugen muss das Außenmaterial perfekt imprägniert sein, dass Wasser bereits direkt auf der äußersten Schicht abperlt. Bei Schuhen mit einem hohen Gummirand hält sich die Atmungsaktivität von Haus aus in Grenzen, dennoch muss das übrige Material ebenso bestens gepflegt sein. Schuhe ohne Membran – Volllederschuhe – haben im Winter ebenso ihre Berechtigung. Bei einer optimalen Pflege stehen sie Modellen mit Membran generell in Nichts nach.

Thermosohle, Thermoinnenschuh oder Plüsch-/Fellfutter?

Winterwanderstiefel auf www.outside-stories.deDie Fütterung des Schuhinneren ist immer vom subjektiven Wärme-Kälte-Empfinden abhängig. Besonders Verfrorene bevorzugen kuschelig warme und weiche Plüsch- bzw. Fellfutter. Diese suggerieren nicht nur rein optisch und psychologisch eine mollige Wärme. Durch ihre vielen kleinen „Luftpolster“ isolieren sie hervorragend. Allerdings sollte man hier auf eine sehr gute Materialwahl setzen. Billige Imitate sehen meist nur warm aus, können aber mit echten Funktionsmaterialien nicht mithalten. Herausnehmbare Innenschuhe sind immer eine Königslösung. Zum einen geben sie eine gleichmäßige Isolation über die gesamte Schafthöhe und zum anderen kann man sie zum Trocknen ganz einfach herausnehmen. So werden die Schuhe innen wie außen in kürzester Zeit wieder trocken. Thermosohlen isolieren generell nur gegen den Boden. D.h. von unten kann die Kälte nur schwer in den Schuh kriechen. Gleichzeitig bleibt die Wärme des Schuhinneren dort, wo sie hingehört: drinnen. Zum Trocknen kann und sollte man sie herausnehmen. Um Gewicht zu sparen setzen viele Hersteller auch auf Kunstfaserisolierungen – ähnlich wie in einem Schlafsack. Werden die Kunstfasern allerdings nass, verlieren sie rasch an Isolationskraft.

Grip… wir brauchen Grip!

Und wie wir den brauchen! Wer sich über Schnee und Eis sicher hinfort bewegen möchte, braucht unbedingt jede Menge Grip unter den Füßen. Viele Winterwanderstiefel sind daher mit speziellen Gummimischungen in der Sohle ausgestattet. Sie sind ähnlich wie Winterreifen. Die Gummimischung ist etwas weicher. Zudem sind feine rutschhemmende Stoffe aus Textil oder sogar feinsten Glaspartikeln mit eingebunden. Auf blankem Eis wird der direkte Unterschied zwischen einer herkömmlichen „Sommersohle“ und einer speziellen Wintersohle ersichtlich.

Wie sieht’s aus mit Schneeschuhen?

Wer dem Trend des Winters – Schneeschuhwandern – folgen möchte braucht vor allem wasserdichte und feste Schuhe. Schneeschuhbindungen sind im Gegensatz zu Skibindungen wesentlich labiler. Das hängt vorrangig mit den Schuhen zusammen. Daher empfiehlt es sich für das Schneeschuhwandern eher festere Schuhe zu verwenden. Je fester die Sohle, umso besser das Zusammenspiel zwischen Fuß und Schneeschuh.

Höher ist besser

Stimmt! Je höher ein Winterwanderstiefel ist, umso weniger Schnee und Matsch kann von oben eindringen. Besonders bei hohen Schneehöhen und beim Schneeschuhwandern macht sich die Schafthöhe positiv bemerkbar.

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