Sonnenschutz

Von c.w.
Sonnenschutz

Im Sommer brutzeln nicht nur die Würstchen auf dem Grill, nein, auch unsere Haut brutzelt in der Sonne. Mittlerweile weiß eigentlich jedes Kind, dass ungeschütztes Sonnenbaden gravierende Folgen für unsere Haut und die Gesundheit hat. Hautkrebs ist nicht nur ein individuelles Problem, vielmehr mausert es sich still und heimlich zu einem regelrechten Massenphänomen. Die Zahlen der Hautkrebserkrankungen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dabei gibt es mittlerweile einen enormen Markt an schützenden Produkten von der bewährt, bekannten Sonnencreme bis hin zu UV-undurchlässigen Funktionsklamotten.

Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon einen bestimmten Sonnenschutz im Sinn, den du demnächst ganz bequem online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Argumente rund um den richtigen Sonnenschutz. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich. Ka

Outdoor_Research_Image_54_S16_©_Matt_Hage Copyright: Matt Hage 

Sonnenschutz aus der Dose

Die Palette an Sonnencremes und –ölen ist extrem lang. Sie reicht vom billigen 1€-Produkt bis zur teuren Luxus-Creme. Ihnen allen gemein ist der Schutz vor der gefährlichen, krebsauslösenden UV-B Strahlung. Die UV-B Strahlung dringt in die tieferen Hautschichten vor und ist verantwortlich für die Basalzell- und Stachelzellkarzinome sowie für den schwarzen Hautkrebs. Häufige Sonnenbrände, gerade im Kindesalter, begünstigen die Erkrankung an Hautkrebs. Sonnencremes können das Risiko eines Sonnenbrands drastisch reduzieren. Eine Sonnencreme erhöht den Eigenschutz der Haut. Der Eigenschutz der Haut leitet sich vom Hauttyp ab: je heller die Haut und je heller die Augen- und Haarfarbe, desto geringer der Eigenschutz der Haut. Menschen mit Hauttyp I weisen so z.B. eine Eigenschutzzeit von nur ca. 10 Minuten auf. Eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 20 kann diesen Eigenschutz um bis zu das 20-fache erhöhen, also auf rund drei Stunden Sonne. Allerdings spielen auch verschiedene Faktoren wie Wasser und Schweiß eine gravierende und nicht zu vernachlässigende Rolle. Deshalb muss in regelmäßigen Abständen – nicht erst nach drei Stunden – nachgecremt werden. Zudem gilt es auch gegebenenfalls die Einwirkzeit – liegt bei ca. 30 Minuten – unbedingt einzuhalten. Nur Sonnencremes mit „Sofortschutz“ bedürfen keiner speziellen Einwirkzeit.

Schutz vor UV-A Strahlung

Die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlen) ist in drei verschiedene Strahlungsarten gegliedert: UV-A, UV-B und UV-C. Während die UV-C Strahlung bereits in unserer Atmosphäre und in der Ozonschicht absorbiert wird, gelangen die UV-A und UV-B Strahlen bis auf die Erdoberfläche vor. Mineralische Sonnencremes, die das Sonnenlicht reflektieren, schützen bedenkenlos gegen UV-B Strahlen. Auch chemische Substanzen in den Cremes wandeln die UV-B Strahlen erfolgreich in andere Energieformen (z.B. Wärme) um. Lediglich die UV-A Strahlung – u.a. verantwortlich für die schnellere Hautalterung und schnelle Bräunung der Haut – wird nur von wenigen Sonnencremes geblockt. Spezielle Labels auf den Tuben, Flaschen und Dosen geben Aufschluss darüber, ob sie auch UV-A Strahlen blocken. Ein rundum Schutz ist nur durch die Abwehr beider UV-Strahlungen gegeben.

Strahlung in großer Höhe

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Skifahrer kennen das: nach einer Woche Sonnenskilauf, kommt man knackig braun wieder nach Hause – vorausgesetzt, der Sonnenschutz war effektiv! Dasselbe Phänomen erlebt jedoch auch im Sommer. Die Strahlung in der Höhe ist um ein Vielfaches höher als im Tal oder an der Küste. Daher muss auch der Sonnenschutz bei Klettertouren, Wanderungen und vor allem auf Hochtouren einen zentralen Punkt in der Tourenplanung und –vorbereitung einnehmen. Gerade Schnee und Eis reflektieren die UV-Strahlung in alle Richtungen. So ist die Strahlung offensichtlich größer als auf absorbierendem oder gar schattenspendendem Terrain. Dasselbe gilt auch für jegliche Wassersportarten – auch Wasser reflektiert die UV-Strahlung in alle Richtungen, weshalb Surfer, Segler, Kajaker, etc. ebenfalls auf einen hohen Sonnenschutz angewiesen sind.

Climbers sitting in the sun, relaxing

Sonnenschutzkleidung – mehr als eine Ergänzung!

Sonnencreme ist im Sommer in der Sonne unabdingbar. Zusätzlichen Schutz vor der gefährlichen UV-Strahlung bieten Hüte und spezielle Sonnenschutzkleidung. Diese ist dichter gewebt und besteht aus bestimmten Kunstfasermischungen. Natürliche Stoffe wie u.a. Baumwolle halten zwar UV-Strahlen ab, allerdings nur in einem sehr begrenzten Rahmen. Ein normales weißes Baumwoll-T-Shirt kommt in etwa auf einen UPF (engl. ultraviolet protection factor) von ca. 10. Dieser UPF ist ungefähr vergleichbar mit dem LSF (Lichtschutzfaktor) von Sonnencremes. Sonnenschutzkleidung aus Nylon- und Polyestergemischen können dichter gewebt werden und erhalten so einen wesentlich höheren UPF. Aber auch hier gibt es wieder gravierende Unterschiede: der UPF kann je nach Einsatzzweck und Gebrauch stark variieren. So kann ein T-Shirt mit dem Wert UPF 50 schnell auf einen viel geringeren Wert absinken, wenn es nass (Wasser oder Schweiß) oder gedehnt (Rucksack, Klettergurt, etc.) wird. Auch häufige Waschungen lassen den UPF-Wert dahinschmelzen. Einen verlässlichen UPF-Wert liefern daher zertifizierte Angaben. TIPP: dunkle Kleidung absorbiert UV-Strahlung besser als helle Kleidung!

Foto: ProduktScout Sebastian Schleicher

UV Standard 801 – ein verlässlicher Qualitätstest

Es gibt jede Menge Tests in der Textil- und Outdoorbranche. Doch der UV Standard 801 gibt verlässlich Auskunft darüber welchen UPF ein Textil tatsächlich hat. So werden die Kleidungsstücke im Neuzustand, nass, gedehnt und nach einem Waschgang jeweils erneut geprüft und getestet. Nur so lässt sich der tatsächliche UPF möglichst genau und zuverlässig ermitteln. Andere Testmethoden z.B. aus Neuseeland/ Australien, den USA oder auch die Europäische Norm 13758-1:2007-03 prüfen „nur“ im Neuzustand. Der UV Standard 801 wird immer nur mit dem am niedrigsten ermittelten Wert angegeben, maximal aber mit UPF 80. Im deutschsprachigen Raum führen das Institut Hohenstein für Deutschland, das ÖTI Institut in Österreich und das Textilinstitut Testex in der Schweiz die Tests für den UV Standard 801 durch.

Brennpunkt: Kopf

©Earl Harper

Besonders anfällig für die schädliche UV-Strahlung sind der Kopf und vor allem auch die Augen. Zwar schützen die Haare relativ gut vor der Strahlung, das Gesicht ist jedoch nur selten von längeren Haaren bedeckt. Und auch die Ohren werden häufig beim Sonnenschutz vergessen. Eine sehr einfache und wirkungsvolle Methode um sich gegen zu viel Sonne am Kopf zu schützen, ist ein Hut oder auch eine Schirmkappe (besonders effektiv mit Nackenabdeckung). Leichte Sommerhüte spenden zumindest Schatten und halten effektiv kleine bis mittlere Mengen an UV-Strahlung ab. Leder- und Filzhüte absorbieren hingegen die gesamte Strahlung. Und je breiter die Hutkrempe, desto effektiver der Sonnenschutz. Gesicht, Ohren und teilweise auch die Augen sind dadurch gut vor der Sonnenstrahlung geschützt. Sonderthema Augen: einen besonderen Schutz benötigen unsere Augen. Während die Linse bereits viel UV-Strahlung absorbiert, führt eine zu hohe Dosis UV-B Strahlung auf der Netzhaut zu starken Schäden. Sonnenbrillen müssen daher sowohl einen UV-A und UV-B Filter besitzen. Je höher man sich befindet, umso dunkler müssen auch die Gläser sein. Und auch eine seitliche Abdeckung erhöht den Schutz um ein Vielfaches – Gletscherbrillen sind daher nach wie vor die perfekte Wahl für Touren in der Höhe. Sportkletterer greifen am besten zu Sportbrillen mit einer anatomischen Gesichtsform. Optische Brillen können mittlerweile in fast jeder Form hergestellt werden.

Welcher Sonnenschutz tatsächlich in der Praxis überzeugt und welche Erfahrungen unsere Community und Produktscouts damit gemacht haben, das könnt ihr direkt in den Produktbewertungen erfahren. 

Erzähle uns doch gleich mal von deinen eigenen Erfahrungen und bewerte deine persönliche Ausrüstung.

Sonnenschutz online kaufen? – Kein Problem, hier findest du eine riesige Auswahl:

Bergzeit   Bergfreunde   Globetrotter

Titelbild: © Kurt_pixelio.de / Bilder im Text: Outdoor Research, OUTSIDEstories 

 

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