Softshellhosen

Von c.w.
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Sie sind die wahren Allrounder und Bestseller unter den Outdoor- und Berghosen: Softshellhosen. Sie haben bereits seit Jahren einen großen Siegeszug angetreten und bestreiten ihn sehr erfolgreich. Von der Skitour bis zur leichten Wanderung, von der Kletter- bis zur Hochtour – an Softshellhosen kommt man heute einfach nicht mehr vorbei. Wodurch sich richtig gute Softshellhosen auszeichnen, das wollen wir euch hier einmal aufzeigen.

Die Qual der Materialwahl

Softshellhosen (wie generell auch jedes andere Softshellprodukt) sind ein wahres Sammelsurium an verschiedensten Synthetikstoffen. Polyamid, Polyester und Elasthan sind die am meisten verwendeten Materialien. Zudem kommen zur Verstärkung sehr häufig auch Cordura, Kevlar oder auch wasserdichte und atmungsaktive Membranen zum Einsatz. Je nach Materialmix ergeben sich die verschiedensten Vorteile – eben auch je nach Anwendungszweck. Die offensichtlichsten Vorteile einer Softshellhose gegenüber Funktionshosen aus Nicht-Softshellmaterialien sind vor allem der großzügige Stretch, die flauschig, weiche Haptik, das angenehm weiche Tragegefühl und die funktionellen Komponenten der schnellen Trocknungszeit sowie der gute Nässe- und Kälteschutz.

Welche Hose wofür?

Generell kann man Softshellhosen wohl in drei Kategorien einordnen: Ski- und Hochtourenhosen, Kletter- und Alpinwanderhosen sowie Wander- und Trekkinghosen. Ganz klar, hier ergeben sich offensichtlich große Unterschiede. Ihnen allen gemein ist jedoch der strukturelle Aufbau. Auf der Außenseite befindet sich ein festes Softshellmaterial, das je nach Einsatzbereich mit einer DWR-Schicht imprägniert ist. Auf der Innenseite ergeben sich mehrere Möglichkeiten: zum einen sind bei dünnen Softshellhosen die Hosenbeininnenseiten leicht aufgeraut, so dass sich eine weiche Struktur ergibt. Zum anderen können dickere Softshellhosen mit einem weichen Fleecelining gefüttert sein. In beiden Fällen ergibt sich ein sehr angenehmes und weiches Tragegefühl. Sehr technische Softshellhosen – meist für den alpinen und hochalpinen Bereich – sind zusätzlich noch mit einer Membran zwischen Innen- und Außenmaterial versehen. Sie sind somit komplett wasser- und winddicht. Allerdings ist die hohe Atmungsaktivität des Softshellmaterials damit stark limitiert.

(Hoch-)alpine Softshellhosen

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In den hohen Berglagen bestimmen überwiegend Schnee und Eis das Gesamtbild. Selbst im Sommer sind Temperaturen über zehn Grad eher die Ausnahme. Ganz klar, dass es für solche Touren eine etwas dicker isolierte Softshellhose sein muss. Tourenhosen für Höhenlagen jenseits der 3.000m sind meist aus einem sehr festen Außenmaterial gefertigt. Verstärkungen an den Knien, am Gesäß und vor allem am Beinabschluss schützen vor übermäßigem Abrieb durch Felsberührungen sowie vor scharfen Skikanten und Steigeisenzacken. Durch das dickere Material sind diese Hosen weniger atmungsaktiv, dafür wärmen sie durch spezielles Body Mapping (an Körperregionen angepasste Materialverteilung) an besonders empfindlichen Stellen wesentlich besser. Gerade an den Frontpartien am Oberschenkel, Knie und Schienbein kommen bei den meisten Softshellhosen bis zu 100 Prozent winddichte Materialien, teilweise auch Membranen, zum Einsatz. Wer einmal im eisigen Wind unterwegs war, möchte diesen sinnvollen Materialmix nicht mehr missen. Gleichzeitig ist die Oberfläche stark wasserabweisend, damit das Hoseninnere auch unter harschen Bedingungen lange trocken bleibt. Die Atmungsaktivität der Hose wird durch zusätzliche Belüftungsreißverschlüsse an der Beinseite unterstützt. (Hoch-)Alpine Softshellhosen sind sehr körperbetont geschnitten. Zum einen dient dies der optimalen Bewegungsfreiheit, die durch das Elasthan ermöglicht wird und zum anderen der persönlichen Sicherheit: durch die engen Beinabschlüsse ist die Gefahr des Hängenbleibens mit Steigeisen reduziert. Wasserdichte Schneefänge am Beinabschluss sind speziell für Skitourengeher interessant. So gelangt kein Schnee von unten in die Hose.

Allround-Softshellhosen

Wer gerne auf technisch anspruchsvollen Wanderungen unterwegs ist, evtl. auch mal eine Kletterpartie oder einen Klettersteig macht, der kommt mit den moderaten „Allroundern“ perfekt zurecht. Ähnlich wie die (hoch-)alpinen Softshellhosen sind auch die Allrounder aus relativ festem Softshellmaterial gefertigt. Auf der Innenseite findet man jedoch nur sehr selten eine (Fleece-)Isolierung. Auch wasserdichte Membranen gehören in dieser Kategorie eher zu den Ausnahmen. Dafür sind sie ebenfalls mit einem funktionellen Body Mapping versehen und es können auch Windstopper-Membranen an den Frontpartien zum Einsatz kommen. Reißverschlüsse auf der Beinaußenseite unterstützen die Luftzirkulation. Einzelne verstärkte Partien (Gesäß, Knie, Beinsaum) ermöglichen einen anspruchsvollen Einsatz am Fels. Die Schnitte reichen dabei von sportlich körperbetont bis leger.

Wander-Softshellhosen

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Dünne Softshellhosen eignen sich besonders gut für Wanderer. Sie sind leicht, trocknen schnell und halten dennoch leichten Regen und Wind ab (DWR-Beschichtung). Durch ihren sehr guten Tragekomfort sind Scheuerstellen an neuralgischen Punkten fast ausgeschlossen. Sehr angenehm macht sich auch beim Wandern das Stretchmaterial bemerkbar – vor allem am Oberschenkel und am Gesäß machen sich die Eigenschaften des weichen Softshellmaterials äußerst positiv bemerkbar.

Knöpfe, Gürtel & co.

Besonders kreativ und innovativ sind die Hersteller wenn es um den Hosenverschluss geht. Normale Jeansknöpfe sucht man hier vergebens. Sehr weit verbreitet sind innenliegende Haken-Ösen-Systeme. Um den Druck gleichmäßig um den Bund zu verteilen sind hier meist mehrere Haken und Ösen – in der Regel zwei – vorhanden. Zusätzlich sichert manchmal ein Klettverschlussbündchen die Hose gegen das Herunterrutschen. Um die Hose in der Weite zu verstellen sind seitlich zumeist Klettverschlussbändchen angebracht. Auch integrierte Gürtel oder zumindest Kordelzugsysteme erleichtern die optimale Einstellung der Passform. Bei reinen Skitourensoftshellhosen sind auch Hosenträger weit verbreitet. Gürtelschlaufen für einen zusätzlichen externen Gürtel findet man hingegen kaum an Softshellhosen. Warum? In der Regel verläuft der Hüftgurt des Rucksacks ziemlich genau auf der Hosenbundlinie. Ein externer Gürtel kann hier schnell zu massiven Druck- und Scheuerstellen führen. Wenn dann sollte man auf jeden Fall einen Softgürtel verwenden.

Zahlen besser als Buchstaben

Um die perfekte Hose zu finden rentiert es sich ausgiebig über die Größen des Herstellers zu informieren. Da die Hosengrößen nicht genormt sind, können von Hersteller zu Hersteller massive Unterschiede bestehen. Ein Blick auf die Größenreferenztabelle des jeweiligen Herstellers gibt einen guten Aufschluss über die tatsächliche Größe. Wer also keine Chance hat die Hose zuvor zu probieren, sollte zum Maßband greifen, denn nicht jedes M ist auch ein M.  

Welche Softshellhosen sich tatsächlich gut in der Praxis schlagen, das könnt ihr in den Produktbewertungen sehen.

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Bilder: Christian Wanner

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