Skihosen

Von c.w.
Ratgeber: Skihosen

Powder oder Piste, Buckel- oder Familienabfahrt – egal wofür ihr euch entscheidet, die richtige Skihose sorgt nicht nur für den optimalen Style, sie erhöht je nach Einsatzspektrum auch die eigene Performance. Hier kommen mehrere Faktoren zusammen: wasserdicht vs. atmungsaktiv und lässiger Schnitt vs. körperbetonter Look. Welche Faktoren für welches Einsatzspektrum besonders geeignet sind, das zeigen wir euch hier in unserem Ratgeber: Skihosen.

 

Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon eine bestimmte Skihose im Sinn, die du demnächst ganz bequem online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Argumente rund um die perfekte Skihose. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich.

 

Alpinski – die Allrounder

Die vorrangige Eigenschaft einer Alpinskihose ist der Kälteschutz. Während man bei den Abfahrten durchaus ins Schwitzen kommt, kühlt der Körper während der Liftfahrten schnell wieder aus. Um diese Mischung aus „heiß“ und „kalt“ optimal in den Griff zu bekommen, sind gute Alpinskihosen mit einer Wattierung aus Kunstfaser gefüllt. Ihr Vorteil: Sie isolieren die Körperwärme, lassen aber dennoch einen Feuchtigkeitstransport von innen nach außen zu. Gleichzeitig trocknet die Isolierung aus Kunstfaser verhältnismäßig schnell.

 

Eine gute Alpinskihose ist wasserdicht oder zumindest stark wasserabweisend. So bleibt der Skifahrer auch bei Schneefall immer gut gegen das Nass von außen geschützt. Im Optimalfall besitzt die Alpinskihose eine Membrantechnologie, die das Eindringen von Wasser verhindert und den Wasserdampfaustausch von innen nach außen nicht blockiert. Hier spielt auch die Materialwahl eine große Rolle. Große Patches (z.B. aus Cordura) an Knien und Gesäß machen die Skihose im Ganzen zwar stabiler, beschränken jedoch die Atmungsaktivität.

 

Für sehr sportliche Alpinskifahrer und alle, die die sich auch gerne mal abseits der präparierten Pisten bewegen, ist ein Kantenschutz genauso obligatorisch wie der Schneefang. Der Kantenschutz, meist aus Cordura, teilweise auch Kevlar, Aramid oder Polyamid, schützt die Hoseninnenseite am Beinabschluss vor den scharfen Skikanten. Ein sehr guter Kantenschutz läuft mindestens am Bund jedoch ganz um den Hosensaum und schützt diesen so auch vor den harten Metallschnallen des Skischuhs.

 

Der Schneefang verhindert, dass Schnee von außen in den Skischuh eindringen kann. Die meist einfache Konstruktion aus Nylon oder Polyester ist am Saum mit einem festen Gummizug ausgestattet, damit die Hose bündig mit dem Skischuh abschließt. Nur so ist gewährleistet, dass der Schnee auch tatsächlich „gefangen“ wird. Für ein bequemes An- und Ausziehen sind die meisten Schneefänge mit Druckknöpfen oder Kletterverschlüssen an der Seite versehen. Selbst die breitesten Skischuhe passen so unter den Schneefang.

 

Hochgeschnittene Skihosen halten im Falle eines Falles – auch bei tiefem Schnee – den Powder möglichst aus den Klamotten raus. Zudem spendet ein hochgezogener Hüftsaum zusätzliche Wärme, gerade im anfälligen Becken- und Nierenbereich. Und damit die Hose immer am richtigen Platz bleibt braucht eine gute Skihose zumindest einen Gürtel oder auch Hosenträger. Für welches von beiden man sich entscheidet hängt jedoch von der eigenen Vorliebe ab.

 

Freeride – die Trendsetter

Die Freerider bestimmen derzeit ganz klar den Look der jungen Ski-Generation. Ein bisschen erinnert der lässige, etwas weitere Look an den Style von Snowboardern. Freerideskihosen sind vergleichsweise weit geschnitten. Allerdings ist dies nicht ausschließlich dem Style geschuldet. Durch den lässigen Schnitt erhöht sich die Bewegungsfreiheit.

 

Dennoch muss so eine Freerideskihose robuster sein als eine Alpinskihose. Das Außenmaterial ist derber und durch die meist hochenergetische Auslebung des Sports ist die Isolierung eher gering gehalten. Besonders großflächig und robust sind bei Freerideskihosen die Kantenschutz-Patches. Im Optimalfall läuft der Kantenschutz komplett um den Hosensaum.

 

Eine besondere Rolle spielen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität. Um Wasser bzw. schmelzenden Schnee abzuhalten werden in der Regel Membrantechnologien von namhaften Markenherstellern verwendet. Gleichzeitig ist das Außenmaterial mit einer stark wasserabweisenden Impräginerung (DWR – Durable Waterproof Repellence) behandelt. So bleibt die Freerideskihose dauerhaft wasserdicht. Um die Atmungsaktivität der Hose zu unterstützen, sind die meisten mit zusätzlichen seitlichen Belüftungsreißverschlüssen ausgestattet. So kann warme Luft und Wasserdampf aus dem Inneren noch schnell nach außen abgeleitet werden. Um das Eindringen von Schnee durch die geöffneten Reißverschlüsse zu mindern, sind viele Belüftungsreißverschlüsse mit einem Meshmaterial hinterlegt. Klar, Schnee kommt zwar trotzdem in die Hose, aber bei Weitem nicht so viel wie bei einem Reißverschluss ohne Mesh-Schutz.

Freerider lieben meterhohen Powder. Doch damit dieser nicht unter die Bekleidung kommt sind vor allem die Freerideskihosen sehr hochgeschlossen – vergleichbar mit Latzhosen. Dennoch kann Schnee bei einem Sturz eindringen. Findige Designer quer durch beinahe alle Marken haben daher zusätzliche Reißverschlüsse an Hose und Jacke angebracht, um diese zu einem Einteiler zu verbinden. Eine clevere Idee!

 

Dass ein Schneefang bei dieser sehr schneereichen Sportart obligatorisch ist, muss hoffentlich nicht extra erwähnt werden. Wir tun es trotzdem!

 

Tourenski – die Athleten

Kein Lift weit und breit und dennoch den glitzrigen, weißen Pulverschnee am Hang auf Skiern genießen? – Für Tourenskigeher ist das der große Traum: mit den Skiern unter den Füßen geht es hinauf in den unverspurten Schnee. Nach dem Aufstieg (ohne Lift versteht sich!) steht die Abfahrt oft nur an zweiter Stelle. Tourenskihosen müssen daher vor allem eines sein: hoch atmungsaktiv!

 

Optimalen Schutz gegen Kälte und Wind bei gleichzeitig sehr hoher Atmungsaktivität bieten Softshellhosen. Das Material aus Polyester und Polyamid ist extrem stabil, sehr elastisch, windabweisend und dabei sehr stark feuchtigkeitstransportierend. So wird gewährleistet, dass sowohl im schweißtreibenden Aufstieg wie auch in der beschwingten Abfahrt der Skitourengeher immer optimal an die Situation angepasst ist.

 

Lüftungsreißverschlüsse zur schnellen Wärmeableitung aus dem Inneren sind obligatorisch. Verstärkungen an Knie oder Gesäß fallen besserer Bewegungsfreiheit und erhöhter Atmungsaktivität zum Opfer. Ebenfalls meist spärlich, wenn auch durchaus obligatorisch fällt der Kantenschutz aus. Kevlar- und Aramid-Fasern verstärken den Hosenbeinsaum, damit er nicht von Skikanten, Harsch- oder Steigeisen durchlöchert wird.

Softshellhosen sind in der Regel nicht wasserdicht, wenn doch aber wasserabweisend. Eine Membrantechnologie – auch wenn sie hochatmungsaktiv sein mag – würde den Wasserdampftransport von innen nach außen nur einschränken. Eine starke Imprägnierung des Außenmaterials hält jedoch leichtem Schneefall problemlos stand.

 

Der Schnitt von Softshellhosen für Skitourengeher ist meist sportlich, d.h. eher körperbetont und eng anliegend. Die jüngere Generation verabschiedet sich jedoch immer mehr von diesem Look und greift gerne zu den trendigeren und nicht weniger funktionellen Freeride-Outfits.

 

Einige Softshellhosen kommen gar als Hybride: Sie sind sowohl für Hochtouren im Sommer wie auch Skitouren im Winter konzipiert. Der große Unterschied: der Schneefang. Zippt man diesen mit dem Reißverschluss heraus, erhält man eine Softshellhose für den „Sommer-Einsatz“.

 

Du brauchst eine neue Skihose und noch ein paar weitere Meinungen darüber, dann informier dich auf unserer Bewertungsplattform direkt über die Praxiserfahrungen unserer Community und der Produktscouts: outside-stories.de.

Die beste Auswahl für Skihosen bekommst du natürlich auch gleich von uns geliefert:

 

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Titelbild: Sweet Protection | Matthias Haunhold | Andre Schönherr

Bilder: Sweet Protection | Matthias Haunhold | Andre Schönherr, Sweet Protection | Johann Wildhagen, Sweet Protection | Anja-Alme Gardli | Johann Wildhagen, Maloja

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