Schlafsäcke

Von c.w.

Schwitzen oder frieren? Zu warm oder zu kalt! Nicht jeder Schlafsack ist für jedes Abenteuer gleichermaßen gut geschaffen. Und auch die „Passform“ spielt eine Rolle – ja, tatsächlich, denn Mumienschlafsäcke unterscheiden sich durchaus von rechteckigen oder Ei-förmigen Schlafsäcken. Und dann spielt vor allem noch die Füllung eine maßgebliche Rolle. Daune oder Kunstfaser, oder gar eine Hybridmischung aus beiden? Schlafsäcke können zu einer wahren Wissenschaft verkommen, wenn man alle Details sorgfältig im Auge behält. Dafür bekommt man hinterher garantiert den perfekten Schlafsack.

Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon einen  bestimmten Schlafsack im Sinn, den du demnächst ganz bequem online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Argumente rund um den perfekten Schlafsack. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich.

Passen muss das gute Stück!

Ein Schlafsack ist nicht gleich „Jacke wie Hose“ – der Schlafsack ist das essentielle Teil auf jeder Trekking-, Berg- oder auch Bike- oder Kanu-Tour. Der Schlaf entscheidet enorm über die eigene Performance am nächsten Tag und ist damit das kleine Zünglein an der Waage, um das Abenteuer nicht zur Tortur verkommen zu lassen. Damit sich auch jeder rundum wohlfühlen kann, haben die Hersteller verschiedene Formen im Angebot:

1.Der Mumienschlafsack

Der Mumienschlafsack ist der Klassiker unter den Schlafsackformen. Je nach Körperfülle schmiegt er sich an den Körper an. Durch gezieltes, sogenanntes „Body Mapping“, also dem zielgerichteten Befüllen des Schlafsacks mit Füllmaterial, hält er vor allem am Rücken- und Brustbereich und auch an den Füßen besonders warm. Der Kopf ist fest in eine, meist zuziehbare Kapuze eingebettet. So bleibt in einer kalten Nacht auch der Kopf schön warm. Bei Bedarf kann bei vielen Modellen die Kapuze soweit zugeschnürt werden, dass nur noch Mund und Nase hervorschauen – in besonders kalten Nächten durchaus angebracht. Einziger Nachteil: in einem Mumienschlafsack ist die Bewegungsfreiheit durchaus eingeschränkt. Ein Umdrehen ist meist nur mit dem ganzen Schlafsack möglich. Bauchschläfer stoßen hier oft an ihre Grenzen. Dafür gibt es bei den Temperaturbereichen so gut wie keine Unmöglichkeiten.

2.Der rechteckige Schlafsack

Schlafsäcke in rechteckiger Form haben vor allem den Vorteil, dass sie viel Bewegungsfreiheit aufweisen. Im Prinzip liegen hier zwei Decken über einander. So entsteht schnell ein heimeliges Wohlfühlgefühl, fast wie zu Hause im eigenen Bett. Diese Schlafsackform ist jedoch in der Wärmeleistung etwas limitiert – immerhin muss ein vergleichsweise riesiges Luftvolumen im Schlafsackinneren gewärmt werden. Im Sommer ist das kein Problem, in kühlen Herbst- oder Frühjahrsnächten kann man damit leicht an seine Grenzen stoßen. Wer hingegen mit „nur“ einer Decke schläft, die Option auf einen vollwertigen Schlafsack nicht missen möchte, kann meist den rechteckigen Schlafsack zu einer großen Decke umfunktionieren – hierzu einfach den Reißverschluss komplett öffnen.

3.Das Schlafsack-Ei

Im Prinzip ist das Schlafsack-Ei auch ein Mumienschlafsack. Jedoch mit der tollen Eigenschaft der Bewegungsfreiheit im Oberkörperbereich. Durch den weiten Schnitt kann man sich relativ gut im Schlafsack umdrehen. Vor allem Menschen mit einem größeren Körpervolumen werden sich in einem Schlafsack-Ei besonders wohlfühlen. In der Temperaturrange ist das Schlafsack-Ei fast identisch zu Mumienschlafsäcken.

Was steckt drin?

Daunen halten nicht nur Gänse und Enten warm, sondern auch uns Menschen. Dafür kommt die Daune im Optimalfall von artgerecht gehaltenen Gänsen und Enten, die für die Lebensmittelindustrie gezüchtet sind. Ihre Daunen finden dann ein weites Einsatzspektrum in unseren Schlafsäcken (oder auch Daunenjacken, Kopfkissen, etc.). Gute Daunenschlafsäcke sind mit Gänsedaunen und Federn gefüllt. Das Mischungsverhältnis kann dabei zwischen 60/40 und 93/7 schwanken. Bsp.: 93/7 – hier sind 93 Prozent feine, weiche aber äußerst hochwertige Gänsedaunen im Einsatz und sieben Prozent Federn, die zusätzlichen Loft erzeugen. Diese Federn heißen daher auch Stützfedern.

Steckt eine Kunstfaser im Schlafsack sind das Volumen und auch das Gewicht des Schlafsacks in derselben Temperaturrange meist ein wenig höher als ein vergleichbarer Daunenschlafsack. Neuere Kunstfasern sind mit der bewährten Daune allerdings mittlerweile beinahe gleichauf. Sie werden daher auch zu Recht „Kunstdaune“ genannt. Kunstfasern haben den großen Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Daunen nur einen geringen Anteil an Wasser aufnehmen: Daunen bis zu 11,6 Prozent des Eigengewichts, Kunstasern aus Polyamid bis zu vier Prozent und Polyester sogar nur bis zu 0,8 Prozent. Damit ist klar, dass Kunstfaserschlafsäcke wesentlich schneller trocknen als Daunenschlafsäcke.

In einigen modernen Schlafsäcken kommen mittlerweile auch schon Hybridmischungen zum Einsatz. D.h. hier kommen die besten Eigenschaften von Daune (hohe Bauschkraft bei minimalem Gewicht) und Kunstdaune (geringe Wasseraufnahme) zum Einsatz.

Wann brauche ich was?

Ein Daunenschlafsack kommt vor allem immer dann zum Einsatz, wenn es besonders kalt ist. Daunenschlafsäcke isolieren durch ihren natürlichen hohen Loft (=Bauschkraft) besonders gut. Und in den feinen Ästchen der Daunen hält sich die Luft als Isolator optimal. Ist jedoch mit einem eher vorwiegend feucht-nassen Klima zu rechnen empfiehlt es sich die paar Gramm Mehrgewicht in Kauf zu nehmen. Daune trocknet wenn sie nass ist nur sehr langsam. Kunstfasern hingegen nehmen von vornherein nur wenig Feuchtigkeit auf und trocknen entsprechend schneller. Wer jedoch Zeit hat seinen Schlafsack am nächsten Morgen entsprechend lange zu lüften und trocknen, kann auch bei etwas feuchterer Witterung auf einen Daunenschlafsack zurückgreifen.

Ist die Füllung jedoch erst einmal Nass – durch Körperflüssigkeit, Dunst, oder gar Regen – wärmt sie nur noch zu einem kleinen Teil. Daune fällt regelrecht zusammen und verklumpt. Passiert dies in einer kalten Nacht, ist der Schlaf vorbei. Kunstfasern sind hingegen nicht so anfällig. Sie wärmen auch noch bei hoher Feuchtigkeitsbelastung.

Lang, mittel, kurz…?

Schlafsäcke gibt es in den verschiedensten Farben, Formen und Längen. Große Menschen benötigen logischerweise einen längeren Schlafsack als kleine Menschen. Den „Maßschlafsack“ in der perfekten Länge finden hingegen nur die allerwenigsten. Ist der Schlafsack zu lang – etwa bei Kindern und Jugendlichen – kann man dieses unnötige Volumen entweder abbinden oder mit Klamotten füllen. Somit ist das Volumen verringert und die Isolierleistung besser auf den Darinliegenden abgestimmt. Jeder Kubikzentimeter, der nicht geheizt werden muss, erhöht den Schlafkomfort. Ist der Schlafsack zu kurz wirkt sich das nicht nur auf die Schlafhaltung unangenehm aus. Stehen die Füße unten an, wird hier die Füllung platt gedrückt und wichtiges Isoliermaterial kann nicht mehr optimal wirken. Im Optimalfall sind zwischen den Füßen und dem Fußende ca. 20-30cm. Luft.

Welche Schlafsäcke es unseren Produkttestern in der Praxis angetan haben und wlche Erfahrungen die Community damit gemacht hat, das könnt ihr direkt in den Produktbewertungen nachlesen.

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Eine erste Auswahl an Schlafsäcken findest du bei unseren Partnern:

Bergzeit   Bergfreunde   Sport Schuster   Globetrotter

 

Titelbild: Carinthia / Bilder im Text: Carinthia, Yeti, Michael Neumann 

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