Mythos Atmungsaktivität

Von sabine

Outdoor-Bekleidung soll wasserdicht und gleichzeitig atmungsaktiv sein. Wir wollten wissen, was genau hinter diesen Versprechungen steckt. Wasserdichte Bekleidung kaufen kann man bei den meisten Sport- und Outdoorhändlern. Man findet sogar eine riesige Auswahl an solchen Jacken und Hosen. Alle sind reich geschmückt mit tollen, bunten Hangtags. Sie versprechen Wasserdichtigkeit und gleichzeitig Atmungsaktivität. Doch ganz ehrlich, wie kann ein Kunststoffmaterial atmen? Und das auch noch aktiv? Wir wollen an dieser Stelle einmal dem Mythos Atmungsaktivität nachgehen und klären, was sich tatsächlich dahinter verbirgt. Und mit etwas Glück kannst du sogar eine von zwei Columbia OutDry Extreme Jacken gewinnen. Wie du mitmachen kannst, erklären wir dir am Ende dieses Posts.

 Regenjacken_140808

Das Textil ist wasserdicht. Soweit klar - das Wasser perlt ab. Aber wie funktioniert Atmungsaktivität? 

Was ist Atmungsaktivität

So funktioniert Atmungsaktivität

Wassertropfen bleiben draußen. Wasserdampf kann von innen nach außen diffundieren.

Bemüht man das Internet oder den deutschen Duden, dann wird man schnell fündig. Atmungsaktivität wird immer mit dem Synonym der Wasserdampfdurchlässigkeit umschrieben. Konkret bedeutet es, dass Wasserdampf zwar das Textil oder auch die Membran durchdringen kann, Wasser in flüssiger Form jedoch nicht. Die Skizze im Bild nebenan zeigt anschaulich wie das Prinzip funktioniert.

Outdoor-Bekleidung anno dazumal

Historische_Outdoor_Bekleidung

Früher setzte man am Berg auf  Naturmaterialien.

Früher setzten Bergsteiger und Landarbeiter vor allem auf rein natürliche Materialien. Bis weit ins 19. Jahrhundert waren dick gefettete Lederjacken und Mäntel der einzige Schutz gegen die Nässe von außen. Von Atmungsaktivität war das weit entfernt. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts kamen dann erstmals Regenjacken aus Gummi auf. Diese waren zu 100 Prozent wasserdicht, allerdings von außen und innen gleichermaßen – Wasserdampfdurchlässigkeit, Fehlanzeige. Atmungsaktiv war das damals, aber eben nicht wasserdicht. Erst die ausgetüftelte Membran-Technologie ermöglichte, dass Schweiß weg von der Haut und anschließend durch das Textil nach außen transportiert werden kann. Zudem wurden Jacken und Hosen unschlagbar leicht. Daraus entstand ein komplett neuer Produktionsbereich für Textilien für Outdoor-Bekleidung in vieler Hinsicht.  

Die Erfindung der textilen Membran-Technologie

 Ob eine Jacke wasserdicht ist kann in einer Regenkammer getestet werden.

Ob eine Jacke wasserdicht ist kann in einer Regenkammer getestet werden.

Damit z.B. eine Jacke zum einen wasserdicht und zum anderen durchlässig für Wasserdampf, also „atmungsaktiv“ ist, benötigt sie eine Membran. Eine Membran ist zunächst eine für kleinste Teilchen (hier: Wasserdampf) durchlässige Schicht. Was die wenigsten wissen: entdeckt wurde diese Textil-Technologie bereits 1966 in Neuseeland von John W. Cropper. Es ist nichts anderes als speziell gestretchtes Polytetrafluorethylen (ePTFE). Cropper hatte dafür eine Maschine entwickelt. Allerdings hütete er diese Erfindung als striktes Geschäftsgeheimnis. Sie blieb unveröffentlicht und wurde nicht als Patent angemeldet. Dies holte Bill Gore 5 Jahre später nach und brachte die erste Jacke mit einer solchen Membran auf den Markt. Der Siegeszug der wasserdichten und atmungsaktiven Outdoor-Bekleidung begann.  

Wie kommt der Wasserdampf nach draußen?

Der Effekt dreht sich um! Achtung: Bekleidung mit Membran-Technologie bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht verwenden.

Die Diffusion des Wasserdampfs durch die Membran beruht auf dem Prinzip der Osmose. Solange also der Wasserdampfgehalt auf der Innenseite der Jacke höher ist als auf der Außenseite funktioniert dieses Prinzip ohne Probleme. Ab Temperaturen von ca. 15°C aufwärts – vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit (schwül-warmes Wetter oder in den Tropen) – nimmt die Wasserdampfdurchlässigkeit und damit die Atmungsaktivität von innen nach außen immer weiter ab oder kehrt sich womöglich um.  

Die Membran ist nur die halbe Miete!

 Es gibt kein schlechtes Wetter ... mit wasserdichten und atmungsaktiven Jacken bleibt die Laune gut.

Es gibt kein schlechtes Wetter ...

mit wasserdichten und atmungsaktiven Jacken bleibt die Laune gut. Welche Wasserdampf-Durchgangswerte eine Membran als solche aufweist, lässt sich mit mehr oder weniger einfachen Labortests nachweisen. Dennoch beziehen sich diese Angaben stets nur auf die Membran selbst und nicht auf das fertige Textil. Verarbeitung, Innen- und Außenmaterial, Imprägnierung (Durable Water Repellant, kurz DWR), Nahtverläufe und viele weitere Faktoren beeinflussen die Atmungsaktivität enorm. Auch das subjektive Empfinden, weitere Belüftungsmöglichkeiten und vor allem das Wetter und die vorhandene Luftfeuchtigkeit spielen eine entscheidende Rolle. Immerhin produziert der Körper unter Belastung bis zu annähernd zwei Liter Schweiß pro Stunde und diese wollen erst einmal „entsorgt“, sprich verdunstet werden. Denn wie oben schon beschrieben kann nur Wasserdampf durch die Membran entweichen.  

Revolutionäre Entwicklung bei der Membran-Technologie: komplett neu durchdacht

1. Das herkömmliche Prinzip – Die Membran befindet sich zwischen zwei Lagen

Betrachtet man den Aufbau sogenannter Mehr-Lagen-Jacken genauer, dann stellt man fest, dass die Membran immer in der Mitte liegt. Auf der Jacken-Innenseite kommt meist ein Polyestermaterial zum Schutz der Membran vor Körperfetten zum Einsatz. Darauf folgt die Membran, die wiederum mit dem Außenmaterial verklebt oder laminiert ist. Zu oberst imprägniert eine DWR-Schicht das Außenmaterial gegen das sogenannte „Wetting-Out“, also gegen das Vollsaugen mit Wasser. Diese muss regelmäßig erneuert werden. Sowohl Innen- wie auch Außenmaterial beeinflussen die Atmungsaktivität gewaltig – meist negativ.Schematische Darstellung: Links das herkömmliche Prinzip. Rechts die Revolution auf dem Dach der Jacke. Schematische Darstellung: Links das herkömmliche Prinzip. Rechts die Revolution auf dem Dach der Jacke.

2. Der neueste Schrei: Das On-Top-Prinzip – die Revolution auf dem Dach der Jacke

Um die negativen Effekte der inneren und äußeren Lagen auf die Atmungsaktivität des Textils zu umgehen, ist ab Sommer 2016 eine absolut neue und revolutionäre Membran-Technologie namens OutDry Extreme im Handel. Hier wird die Membran außen auf die Jacke laminiert. Regen und Schnee werden so direkt an der äußersten Front abgehalten. Das Außenmaterial (hier ist das die Membran selbst!) kann sich nicht mit Wasser vollsaugen und auf die DWR-Schicht kann komplett verzichtet werden – ein großer Pluspunkt für die Umwelt. Die Atmungsaktivität wird erheblich gesteigert und bleibt vor allem auch unter erschwerten Bedingungen ohne Einschränkung erhalten. Diese Membran-Technologie wird bisher nur vom Hersteller Columbia verarbeitet. US Outdoor-Blogger sind begeistert davon. Mehr dazu in unserem Blog-Post: "Hochgelobt von etablierten Outdoor-Blogs ...". OUTSIDEstories hat fünf mit OutDry Extreme Membran-Technologie ausgestattete Jacken von Columbia Sportswear an unsere Tester, die ProduktScouts gegeben, um deren Meinung dazu zu erfahren. Hier findest du die unabhängigen und selbst erfahrenen Bewertungen zu den fünf Outdoor-Jacken mit OutDry Extreme Membran-Technologie, natürlich wie immer bei OUTSIDEstories mit Preisvergleich zu jedem Modell.  


Das Gewinnspiel ist leider bereits abgelaufen!

Überzeug dich selbst vom Unterschied und gewinne eine von zwei Columbia OutDry Extreme Jacken! Sicherlich warst du auch schon bei Regen auf Tour – mit oder ohne wasserdichte und atmungsaktive Bekleidung. Wir von OUTSIDEstories zusammen mit ColumbiaSportswear wollen auch dir die Möglichkeit geben, die neue revolutionäre Membran-Technologie selbst zu testen. Daher verlosen wir zwei Mal zwei Columbia OutDry Extreme Platinum Jacken.

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Bereits verlost: das Damenmodell Columbia OutDry Ex Platinum

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Bereits verlost: das Herrenmodell Columbia OutDry Ex Platinum 

Das war das Gewinnspiel: Berichte uns von deinem persönlichen Regenabenteuer. Entweder hier im Kommentarfeld oder auf unserer Facebook-Seite im entsprechenden Post und füge das Hashtag #testedtough hinzu. Und schon bist du im Lostopf für eine von zwei Mal zwei Columbia OutDry Extreme Platinum Jacken. Auf FB kannst du sogar noch ein Bild dazu uploaden. Viel Glück! Das Gewinnspiel läuft vom 27.04.2016, 00:01h bis 10.05.2016 um 23:59h. Und Runde II vom 11.05.2016, 00:01h bis 24.05.2016 [Hier geht’s zu den Teilnahmebedingungen] Dieser Blog-Post wurde erstellt mit freundlicher Unterstützung der Columbia Sportswear Company (Sponsored Post). Siehe auch unser Blog Verhaltens-Kodex.

Fotos:: Columbia (6), Sabine Messner (2), Forum Bruneck (1), DAV Anhalt (1), Daniel Stauner (1)


 

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