Mountainbikehosen

Von c.w.
Ratgeber Mountainbike-Hosen - worauf du beim Kauf achten solltest

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft – besser könnte man eine Mountainbikehose nicht beschreiben. Und damit wäre dies wohl unser kürzester Ratgeber aller Zeiten. Aber es gibt noch so viel mehr zu beachten, beim (online) Kauf einer Mountainbikehose. Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon eine bestimmte Mountainbikehose im Sinn, die du demnächst ganz bequem online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Argumente rund um die richtigen Pants. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich.

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Holper di‘ Polster…

Egal ob hautenge Bibshorts oder lässige Baggypants, auf die Polsterung kommt es an. Nicht umsonst gibt es nur einen großen Hersteller von Sitzpolstereinlagen, der so gut wie alle namhaften Mountainbikehosenhersteller ausrüstet. Besonders empfindlich – vor allem bei langen Touren – sind bei Männern die Sitzhöcker der Beckenknochen und bei Frauen der Schambereich. Deshalb kommt es gerade in diesen delikaten Bereichen auf eine optimale Polsterung drauf an. Allerdings, muss diese Polsterung in der Fahrposition perfekt sitzen und nicht in der Umkleide im Stehen. Die Polster der Mountainbikehose dürfen nicht verrutschen – während der Fahrt. D.h. sie müssen gut und eng anliegen. Selbst bei dynamischen und auch bei akrobatischen Einlagen auf dem Trail müssen die Polster an Ort und Stelle bleiben. Bei einer kurzen Anprobe inkl. Bike unter dem Hintern lässt sich dies schnell und einfach erproben.

Der richtige Style…?

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Enge Bibshorts oder lässige Baggypants? – Über den richtigen Style auf dem Mountainbike gibt es die verschiedensten Ansichten. Richtig ist jedoch: erlaubt ist, was gefällt! Und passen muss es natürlich auch. Der Vorteil einer hautengen Bibshorts ist vor allem die Aerodynamik. Gleichzeitig werden durch die Hosenträger die Polster stets am richtigen Ort gehalten. Ein Verrutschen ist quasi unmöglich. Allerdings sollte die Bibshorts so gewählt werden, dass sie vor allem in Fahrhaltung eine optimale Performance abgibt und nicht nur im Stehen vor dem Spiegel. Baggypants sprechen vor allem jüngere Fahrerinnen und Fahrer an, da sie einfach lässiger sind. Man kann sie auch – wenn das Innenpolster heraustrennbar ist – problemlos in der Freizeit als sportliche kurze Hose tragen. Baggypants als Mountainbikehose sind wesentlich stabiler als eine Bibshorts. Der Oberstoff aus Kunststoffmischfasern (Polyamid, Nylon und/oder Polyester) ist relativ eng gewebt und verkraftet zudem auch den ein oder anderen Sturz (je nach Materialzusammensetzung und –stärke). Gleichzeitig schützen die stabilen Baggypants auch vor Sträuchern und kleinen Ästen, die in den Trail hängen. Patches an besonders (sturz- und scheuer-)gefährdeten Partien (Knie, Hintern, seitliche Oberschenkel) sind bei vielen Baggys durch Patches (meist aus Polyamid) verstärkt. Besonders praktisch die Hosentaschen. In ihnen kann man Nützliches wie eine Karte, Gelbeutel, kleine Werkzeuge u.v.m. transportieren. Ähnlich wie bei Berghosen ist auch bei Mountainbikehosen ein Gürtel mehr als störend. Daher sind die meisten Baggypants an der Hüfte per Klettverschluss individuell einstellbar.

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Hier rutscht nichts!

Klar, Bibshorts können durch ihre Hosenträger nicht nach unten rutschen (verleitet daher oft zu artistischen Einlagen auf der Toilette). Gummierte Beinabschlüsse am Oberschenkel halten die Hosenbeine ebenfalls stets an Ort und Stelle. In der Summe ist so ein optimaler Sitz über die gesamte Fahrzeit garantiert. Auch die Polsterung profitiert von dieser textilen Lösung.

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Bei den weiter geschnittenen Baggys sind die Polster entweder direkt in die Pants integriert (meist heraustrennbar) oder sie werden in einer separaten Radhose darunter getragen. Sind die Polster in die Baggy integriert kommt es sehr stark auf den Sitz der Hose als Solches darauf an, dass nichts verrutscht. Sind Baggy und Polsterung getrennt voneinander, so zählen für die Rad-Unterhose dieselben Argumente wie für die Bibshorts – gummierte Beinsäume und ebenfalls ein gummierter Hüftabschluss. Ein elastisches Gummiband oder auch ein Tunnelzug halten die Bikepants zuverlässig dort wo sie hin gehört.

In Kombination

Enge Bibshorts unter lässiger Baggy? – Kein Problem! Erlaubt ist was gefällt. Und funktionell gibt es hier keine Einbußen. Hauptsache die Polsterung schützt das Gesäß in allen Lagen.

Waterproof…

Bei einem Punkt können die engen Radlhosen einfach nicht mithalten: Wasserdichtigkeit. Einige Baggypants sind mit einer wasserdichten Membran versehen bzw. sind wasserdicht oder zumindest wasserabweisend imprägniert. Wer viel auf nassen schlammigen Trails unterwegs und nicht nur Schön-Wetter-Biker ist, wird diese Eigenschaft lieben. Damit die heiße Luft, die sich unter der Mountainbikehose bildet auch entweichen kann, ist sie mit einer Lüftungsvariante (meist Zipper mit Mesh) versehen.

Extra-Tipp: der Sattel

Auch wenn die Mountainbikehose noch so gut passt, kann der falsche Sattel das Bikeabenteuer schnell zur Tortur machen. Daher müssen die Mountainbikehose und ihre Polsterung auch mit dem noch so guten Sattel optimal abgestimmt sein. TIPP: um wunden Stellen vorzubeugen, ziehe niemals eine Unterhose unter deine Mountainbikehose. Dein Hinter wird’s dir danken!

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Welche Mountainbikehose von unserer Community bevorzugt wird und welche Pants sich in der Paxis bewährt haben, das könnt ihr direkt in den Produktbewertungen vn echten MTB-Enthusiasten erfahren. 

Erzähle uns doch gleich mal von deinen eigenen Erfahrungen und bewerte deine persönliche Ausrüstung.

Mountainbikehosen online kaufen? – Kein Problem, hier findest du eine riesige Auswahl:

Bergzeit   Bergfreunde   Sport Schuster   Globetrotter

Titelbild: Joakim Andreassen für Sweet Protection Bilder im Text: O'Neal, Vaude (Fotograf: Hari Pulko), Sweet Protection

 

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