Kletterhardware

Von FGunti
Top 5 Features: Kletterhardware

„Sicherheit geht vor“ gilt in vielen Lebenslagen und ist bestimmt auch am Fels kein schlechter Rat. Neben einem guten Helm und weiterem Sicherheitsequipement, muss auch der passende Karabiner mit zum Klettern. Jedoch ist Karabiner nicht gleich Karabiner. Auf die kleinen (manchmal auch etwas größeren), aber feinen Unterschiede gilt es zu achten.

  1. Form: Wer seine ersten Schritte am Fels macht, greift am besten zu einem birnenförmigen HMS-Karabiner (der Name stammt von der Halbmastwurfsicherung). HMS-Karabiner können universell verwendet werden und eignen sich somit umso mehr für Einsteiger.
  2. Verschluss: Ein Karabiner darf sich unter keinen Umständen selbständig öffnen. Um das zu verhindern, hat man die Wahl zwischen dem Screw-Lock- und dem Triple-Lock System. Bei ersterem wird der Schnappverschluss mit einer kleinen Hülse zugeschraubt, bei letzterem kann der Schnapper nur mit mehreren Handbewegungen geöffnet werden (insgesamt drei).
  3. Karabinerliste fürs Klettern: Geht es an den Fels, benötigt man pro Seilschaft 12-15 Exen, dazu pro Person vier HMS-Karabiner (1x für das Sicherungsgerät, 1x für die Selbstsicherungsschlinge (klein), 1x für die Prusik-Schlinge (klein), 1x zum Umbauen oder für den Rückzug). Hallenkletterer kommen in der Regel mit nur einem Karabiner (für das Sicherungsgerät) aus.
  4. Haltbarkeit: Nichts hält ewig. Das gilt auch für Kletterausrüstung. Gibt es Probleme mit dem Verschluss, kann man versuchen den Karabiner mit WD-40 zu behandeln. Treten andere Mängel auf, ist der Karabiner auf einem guten Weg Richtung Tonne.
  5. Zahlen und Siegel: Was der TÜV beim Auto ist, ist die UIAA-Norm beim Karabiner. Die Bruchlast steht bei jedem Karabiner auf dem langen Schenkel und teilt sich in drei Werte auf: Bruchlast in Längsrichtung, Bruchlast bei Querbelastung sowie die Schnapper-offen-Bruchlast (die maximalen Kräfte, die auf den Karabiner mit offenem Schnapper wirken dürfen). Hier sieht man gleich: sobald der Karabiner nicht mehr nur in Längsrichtung belastet wird, sinken die Werte rapide. Keine Sorge: In Längsrichtung belastet, bringt man den Karabiner eigentlich nicht an seine Grenzen. 

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Titelbild: Petzl/Lafouche

Bilder: 1, 4) Christian Bickel; 2, 3) OUTSIDEstories

 

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