Fahrradreise - Richtig ausgerüstet

Von sabine
Foto: Ortlieb

Die Zahl der Fahrradfahrer und Mountainbiker wächst und wächst - in der Stadt ist Fahrradfahren die perfekte Alternative zum Auto und den Öffis, draußen auf den Trails und in den Bikeparks ein Hobby mit stark wachsender Fangemeinde. Klar, das auch die längere, mehrtägige Fahrradreise - zum Beispiel in Form einer Alpenüberquerung oder, sehr viel exotischer, der Carretera Austral - für viele der perfekte Urlaub ist. Doch worauf muss man achten, wenn man mehrere Tage nur mit dem Bike von Campingplatz zu Campingplatz oder komplett isoliert durch freie Natur unterwegs ist? Nachfolgend listen wir die wichtigste Ausrüstung auf und erklären, was speziell auf der Biketour zu beachten ist. Einen vollständigen Überblick über die benötigte Ausrüstung findet ihr in unserer Checkliste Fahrradreise.

Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon ein bestimmte Produkte im Auge, die du demnächst online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Kaufkriterien rund um das Thema Fahrradreisen. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich.

OUTSIDEstories ProduktScout Miriam auf der Carretera Austral. Foto: ProduktScout Miriam

Basic #1: Geringes Gewicht ist Trumpf

Generell gilt, dass jedes Gramm, das ihr auf 's Fahrrad packt, auch von euch "getragen" bzw. bewegt werden muss. Daher gilt: Je leichter, desto besser.

 

Basic #2: Kompaktes Packmaß ist ebenfalls Trumpf

Viele Möglichkeiten zum Gepäckverstauen bleiben einem bei der Fahrradreise nicht. Man hat die Satteltaschen und eventuell einen Bikerucksack. Daher gilt: Je kompakter und kleiner, desto besser.

Da wir hier leider nicht auf jedes Detail eingehen können, stellen wir jeweils nur die wichtigsten Aspekte heraus. Die ausführlichen Versionen findet ihr in den Kaufberatungen. Los geht's!

Unglaublich, was man alles auf zwei Bikes packen kann - die richtigen Packtaschen vorausgesetzt. Foto: Ortlieb

 

Zelt:

MSR Freelite1

Das richtige Zelt für die Alpenüberquerung per Bike muss sehr leicht sein und trotzdem den nötigen Wetterschutz bieten. Da nicht viel Raum im Zelt selbst benötigt wird, reicht ein Ein-Personen-Zelt auf jeden Fall aus - ein Großteil der Ausrüstung bleibt in den Satteltaschen, der Rest passt in die Apside. Gewicht einsparen lässt sich in erster Linie durch die Materialauswahl. Hier könnt ihr vor allem durch den Meshanteil des Innenzelts Gramm gutmachen. Auch das Material von Überzelt und Boden - Nylon ist leichter als Polyester - spielt eine Rolle - ebenso Fadenzahl und Fadenstärke. Zeltstangen aus Carbon drücken das Gewicht zusätzlich, sie sind allerdings nicht so flexibel wie Stangen aus Aluminium. Sie sind weniger biegeelastisch und können im schlimmsten Fall aufbrechen und ausfasern. Habt ihr noch etwas Platz in eurer Satteltasche empfiehlt es sich auf jeden Fall eine Unterlegplane für das Zelt mitzunehmen. Die Planen wiegen meist nicht viel, haben ein kleines Packmaß und sind Gold wert, wenn man sein Zelt auf nassem Boden aufschlagen muss.

Ferner stellt sich die Frage: Reist man allein, zu zweit oder gar zu dritt? Bei mehr als einer Person gilt "Aufteilen der Ausrüstung", um es für jeden einzelnen so leicht, wie möglich zu machen.

Hier geht´s zum ausführlichen Ratgeber.

 

Isomatte:

Therm-a-Rest XLite

Bei der Wahl der Isomatte solltet ihr auf geringes Gewicht und kleines Packmaß achten. Die Matte der Wahl ist eine Luftmatte, die den Schaumstoffmatten in beiden Punkten klar den Rang abläuft. Es gibt Luftmatten, die weniger als 350 Gramm wiegen und nicht viel größer als eine 0,5 Liter Wasserflasche sind. Abstriche hinsichtlich der Robustheit können bei guter Behandlung der Matte problemlos in Kauf genommen werden. Für die Alpenüberquerung im Sommer sollte eine 3-Jahreszeiten-Matte mit einem Isolationswert (R-Wert) von 2 bis 4 völlig ausreichend sein.

Hier geht´s zum ausführlichen Ratgeber.

 

Schlafsack:

Therm-a-Rest Capella Woman's

Zunächst stehen wir vor der Gretchenfrage "Daune oder Synthetik?" Wir empfehlen Synthetik. Kunstfaserschlafsäcke weisen zwar Nachteile in Bezug auf das Wärmeleistung-Gewicht-Verhältnis auf, gleichen das durch ihre wasserabweisende Füllung aber wieder aus. Sie sind so konstruiert, dass sie auch nass nichts von ihrer Wärmleistung verlieren. Zudem trocknen sie sehr schnell. Die platzsparendste um kompakteste Form, die gleichzeitig die beste Wärmleistung aufweist, haben die so genannten Mumienschlafsäcke. Da sich ihre Form nach unten verjüngt, ist die Bewegungsfreiheit allerdings eingeschränkt. Auch hier reicht ein 3-Jahreszeiten-Modell.

Hier geht´s zum ausführlichen Ratgeber.

 

Kocher:

MSR WindBurner

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Kocher auf dem Markt - und ganz falsch liegt ihr mit keinem. Da hier aber Gewicht und Packmaß Trumpf sind, fällt unsere Wahl auf einen kleinen leichten Gaskocher oder einen Systemkocher. Es gibt Gaskocher, die so klein sind, das sie bequem in jede Hosentasche passen und die von ihrer Leistung her ohne Probleme ein bis zwei Personen versorgen können. Beim Systemkocher hat man den Vorteil, dass man sich nicht extra ums Geschirr kümmern muss - es ist im System inbegriffen. Kochersysteme, die mit Druckregler und Primärluft arbeiten, sind außerdem sehr sparsam und kaum anfällig für äußere Einflüsse.

Hier geht´s zum ausführlichen Ratgeber.

 

GPS/Navi:

Garmin Edge Explore 1000

GPS Geräte und Navis gibt es mittlerweile in allen Größen und Formen. Natürlich gibt es auch welche speziell für Biker, denn mit einem klassischen Navi bzw. GPS-Gerät, das euch keine Trails zeigt, steht man schnell im Nirgendwo. Neben der Anzeige von Trails solltet ihr vor allem auf klassische Eigenschaften wie einfaches Handling, Robustheit, Wasserdichtigkeit und hohe Akkulaufzeit achten - wer weiß, wo ihr die nächste Steckdose findet. Und natürlich muss sich das Gerät gut lesbar am Lenker befestigen lassen.

 

Satteltasche:

Ortlieb Bikepacking Seatpack

Neben den klassischen Satteltaschen, die hinten am Sattel sitzen, gibt es noch einige weitere Fahhradtaschen, die zum Beispiel am Lenker, am Rahmen oder am Gepäckträger angebracht werden. Sie sind ein essentieller Bestandteil jeder längeren Radtour und müssen einiges an Ausrüstung aufnehmen, d.h. sie dürfen nicht zu klein sein. Bei den verwendeten Materialen hat man verschiedene Möglichkeiten (Polyester, Nylon oder Cordura), wir empfehlen dabei sowohl auf Robustheit, geringes Gewicht und Wasserdichtigkeit zu achten. Viele verfügen über spezielle Fächer im Inneren, die eine gute Organisation der Ausrüstung on Tour garantieren. Auch bei den Befestigungsmöglichkeiten gibt es verschiedene Optionen, hier ist vor allem wichtig, dass Tasche und Bike kompatibel sind.

Alles dran. Alles drin. Unabhängigkeit ist bei Fahrradreisen das A und O. Foto: Ortlieb

 

Produktfotos: MSR, Therm-a-Rest, Ortlieb, Garmin

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