5 Skitouren Tipps: Leogang

Von c.w.
Foto: Peter Kühnl

Die Steinernen Berge, das Steinerne Meer und die Aussicht auf noch mehr – mehr Skitourenspaß, mehr Sonne, mehr Genuss – locken passionierte Tourengeher nach Leogang. Der kleine Ort ist die ideale Basis für Wintersportler. In wenigen Minuten erreicht man ein sehr großes Angebot an unterschiedlichsten Skitouren. Fünf davon im Raum Leogang haben wir für euch rausgesucht.

Damit diese Skitouren auch zu jedem Zeitpunkt ein Genuss sind, muss natürlich die Ausrüstung stimmen! In jedem Fall – egal ob leichte oder schwierige Tour – muss das komplette Lawinenset (Piepser/LVS-Geräte, Schaufel, Sonde) mit. Eine Softshellhose ist die ideale Wahl für alle Skitouren. Ebenso eignen sich auch Softshelljacken perfekt für Aufstieg und Abfahrt. Und wenn der Himmel seine Schleusen öffnet, sollte in jedem Fall eine Hardshelljacke im Rucksack sein. Der optimale Rucksack ist natürlich ein Lawinen-Airbag-Rucksack – im Notfall kann er Leben retten. Für diesen Fall ist natürlich auch ein Handy immer mitzuführen!

Tourenski mit Tourenbindung und den passenden Tourenstiefel sind obligatorisch, können aber auch direkt vor Ort ausgeliehen werden. Wer dann auf Geschmack kommt, den wird der Rausch des Skitourengehens nicht mehr loslassen. Alles was du über den Sport wissen musst, kannst du in unserem 31-Seiten-Ratgeber nachlesen. Der Download ist gratis. Weiter Ausrüstungs-Ratgeber findet ihr hier.

 

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Sonnkogel (1.727 m) via Blechwand (1.530 m)

Von der Ortsmitte Leogang nach Hütten, sind es nicht einmal fünf Kilometer. An der Abzweigung von Hütten in den „Schwarzleograben“ beginnt die Skitour auf den Sonnkogel über die Blechwand (Achtung Verwechslungsgefahr: verschiedenes Kartenmaterial gibt öfters Sonnenkogel (1727m) und Blechwand (1530m) in umgekehrter Namensnennung an!). Zunächst geht es vorbei an den Wiesen und Almböden des „Lehenbrand“ ehe es dann in ziemlich direkter Linie über Almwiesen und kleine lichte Wälder direkt auf die Schulter der Blechwand geht. Während sich zunächst Wald und Wiesen relativ regelmäßig abwechseln, verschwindet der höchste Punkt der Blechwand komplett im Wald. Allerdings nur wenige Höhenmeter weiter in westlicher Richtung taucht man aus dem Wald auf in freie Fläche. Vor einem erstreckt sich der nun nur noch kurze, letzte Aufschwung zum Sonnkogel. Richtig verfeinert wird diese Genussskitour als Rundtour. Vom Gipfel fährt ein paar Höhenmeter Richtung Westen ab, ehe man über den Südhang hinabstaubt. Als grobe Orientierungspunkte dienen die Scheltaualm (1540m) und die etwas niedriger gelegene Adamalm, die man jedoch auf der Ideallinie beide rechts liegen lässt. Auf einer breiten Forststraße  am Talboden geht es dann zurück durch den Schwarzleograben zum Ausgangsparkplatz. Interessantes kleines Detail: das Schaubergwerk bei der „Knappenstube Unterberghaus“ (1024m) – hier kommt man auf den letzten Metern der Abfahrt auf der Forststraße direkt daran vorbei.

Wallerberg (1.682 m), St. Ulrich am Pillersee

Ausgangspunkt für diese einfache Tour ist ein kleiner, beinahe unscheinbarer  Parkplatz nahe St. Ulrich am Pillersee (ca. 20km nord-westlich von Leogang) im Ortsteil Straß (am Ortseingang, von Süden kommend, gleich links halten ins „Schartental“). Vom Parkplatz aus zieht sich ein mäßig steiler Forstweg hoch zur Lindtalalm (1088m). Bereits kurz nach dem Start windet sich der Forstweg durch den Wald über das Lindtal. Kurz nach der Lindtalalm kreuzt der Weiterweg das Tal und führt nun auf der sonnigeren Südseite weiter, etwas steiler bergan Richtung Winterstelleralm (1423m). Von hier aus hat man bereits einen guten Blick auf den jetzt nicht mehr weit entfernten Gipfel des Wallerbergs. Von der Winterstelleralm befindet sich der Gipfel direkt in südlicher Richtung. Und nach nur rund 250Hm mehr ist das Tagesziel dann letztendlich erreicht. Über die Nordflanken des Wallerbergs geht es schließlich wieder hinab zur Wallerstelleralm und durch das Lindtal zurück zum Parkplatz.    

Hochzint (2.246 m)

Der Gipfel des Hochzint ragt steil nördlich über Leogang auf. Dennoch beginnt die Tour nicht in Leogang, sondern auf der Nordseite des Hochzint, am Parkplatz kurz nach dem Steinbruch auf dem Weg zwischen Leogang und Weißbach bei Lofer (B311). Bereits die ersten Höhenmeter nach dem Parkplatz auf dem Pfannsteig haben es in sich: es geht steil bergan! Erst mit der Kreuzung des Forstwegs wird der Weg weniger beschwerlich. Diesem Forstweg folgt man, vorbei am Wegkreuz, bis zu einem Wegweiser, bei dem es rechts hoch (Richtung Westen) in Richtung Passauer Hütte geht (Wanderweg Nr. 621, 622). Bis hierhin sind vorerst einmal die gröbsten Steilheiten geschafft und es geht moderat weiter über das Hochgrubplateau. Die Schwierigkeiten der Gesamtstrecke und die Anforderungen an die Kondition darf man jedoch nicht außer Acht lassen. Vorbei an der Hochgrubhütte (1500m) beginnt allmählich die Baumgrenze. Der Weg wird nun einsehbarer, wenn auch nicht viel leichter. Die Aufstiegsspuren drehen von Süd-West auf Süd hinauf zur Passauer Hütte (2051m) direkt unterhalb des Hochzintgipfels. An der Passauer Hütte dreht der Weg grob nach West, um dann am Grad (Melkerloch) steil auf Süd-Ost zurückzudrehen. Ebenso steil wie die letzte Kehre erweist sich auch der Gipfelanstieg. Die Aussicht auf die Gipfelwelt der Loferer Steinberge, das Steinerne Meer sowie im Süden bis zum Großglockner lassen die Aufstiegsstrapazen sehr bald vergessen. Die durchaus anspruchsvolle Abfahrt  zieht sich zunächst wieder bis zurück zur Passauer Hütte und von dort durch die Niedergrub (Niedergrubhütte). Von hier aus kann man überlegen über den Pfannsteig abzufahren (vgl. Aufstieg) oder weiter hinunter Richtung Steinbruch und dort über einen Wanderweg zurück zum Parkplatz.

Diese lange und fordernde Tour ist nicht für Anfänger geeignet. Ein hohes Maß an Schnee- und Lawinenkunde sowie großes skitechnisches Können und Erfahrung sind auf dieser Tour erforderlich.     

Sausteigen (1.912 m), Viehhofen im Vorderglemmtal

Viehhofen liegt südlich von Leogang im Vorderglemmtal. Hier beginnt der Aufstieg zum Sausteigen quasi direkt auf den Wiesen hinter dem Gemeindeamt. Mehr oder weniger auf direktem Weg bergan geht es empor über die Wiesenhänge in Richtung Bergwald, hinauf zur Gorialm. Ab hier folgt man der Fahrstraße/dem Forstweg weiter bis zur Jahnhütte (Brandalm, 1592m). Die letzten rund 400Hm geht es dann oberhalb der Baumgrenze in bester südseitiger Hanglage mit herrlicher Rundumsicht gen Gipfelkreuz. Zwar kann man vom Sausteigen bei optimalen Bedingungen in südlicher Richtung auf direktem Weg durch den Wald abfahren, sollte aber darauf gefasst sein, dass es größere apere Stellen im Wald geben kann. Eine Abfahrt über den Forstweg bis zur Gorialm ist daher empfehlenswert.

Schwalbenwand (2.011 m) via Brunnkopf (1.958 m), Unterberg (Aberg), Jetzenbach

Von Leogang über Maria Alm nach Unterberg bzw. ins Jetzenbachtal ist es nur ein Katzensprung (<20km). Vom Wanderparkplatz Jetzenbach (südlich von Unterberg) startet die Traumtour auf die Schwalbenwand. Erst angenehm flach zum warm werden, dann etwas steiler geht es in quasi direkter Linie die ersten Höhenmeter hinauf in Richtung Arbesreitalm/Mitterstegalm (1144m). In süd-westlicher Richtung geht es von hier quer zum Hang hinauf in Richtung des breiten Bergrückens. Vom Norden/Nord-Westen her nähert man sich dem ersten Zwischenziel, dem Brunnkopf (1958m). Die letzten, rund 60Hm sind dann nur noch reine Formsache. Zur Belohnung erhält man vom Gipfel der Schwalbenwand (2011m) eine hervorragende Aussicht auf den Hochkönig (2941m) im Norden und hinunter bis zu den großen Tauerngipfeln im Süden. Für die Abfahrt wählt man die breiten Hänge, über die man bereits zuvor aufgestiegen ist. Das Gelände gibt es einfach her!

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Titelbild: Peter Kühnl

Bilder: Julian Mullan, Artisual, Christoph Schoech, mama thresl

 

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